OB-Kandidatin Sabine Seeliger legt Wahlkampffinanzierung offen

Grüne für Transparenz bei Wahlkampffinanzen – Sabine Reiser will Finanzierung auch offen legen

Konstanz. Die Grüne OB-Kandidatin Sabine Seeliger ist die erste, die die Öffentlichkeit über die Finanzierung ihres Wahlkampfes informiert und so Transparenz schafft. Auch Sabine Reiser, die seit vergangener Woche ein Spendenkonto bei den Freien Wählern hat, kündigte an, die Finanzierung ihres Wahlkampfes offen legen zu wollen. Das hatte sie bereits bei einer Versammlung der Piratenpartei öffentlich angekündigt.

Seeliger will 45.000 Euro ausgeben

„Während andere Kandidatinnen Aufklärung der Wahlkampffinanzen bislang nur folgenlos angekündigt haben, veröffentlicht die grüne Kandidatin Dr. Sabine Seeliger einen Zwischenstand der Finanzierung ihrer Kampagne“, heißt es in einer Mitteilung von Sabine Seeliger. Für die gesamte Wahlkampagne inklusive eines wahrscheinlichen zweiten Wahlgangs rechnet sie mit Kosten von zirka 45.000 €. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass diese Kostenobergrenze überschritten werde.

20.000 Euro von der Freien Grünen Liste

Die Freie Grüne Liste hat zugesagt den Wahlkampf mit bis zu 20.000 Euro zu unterstützen bei einer Eigenbeteiligung der Kandidatin von mindestens 10.000 Euro. Die Partei Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Konstanz hat in einem Mitgliederbeschluss einen Wahlkampfkostenzuschuss von 2.000 € beschlossen und ihre Kandidatur einstimmig unterstützt. Außerdem haben nach Angaben Seeligers bis 13. Juni insgesamt 16 Personen einen Betrag von insgesamt 8.896 Euro für die Wahlkampagne gespendet. Die höchste Einzelspende betrug 2.000 Euro, die kleinste 10 Euro. „Die Großzügigkeit der Spenderinnen und Spender hat mich beeindruckt“, zeigte sich Seeliger erfreut. Sie sagte: „Ich möchte mich bei den bisherigen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung bedanken“.

Kein Geld von der CDU

Sabine Reiser hatte ihre Kandidatur erklärt, ohne von einer Partei nominiert zu sein. Sie ist zwar CDU-Mitglied, aber bewusst als unabhängige Kandidatin angetreten. Sie hoffe auf private Spenden, so Sabine Reiser. Sollte sie von einem Spender mehr als 10 Prozent des Gesamtbudgets erhalten, will sie den Namen der Geldgebers öffentlich machen. Die Namen kleinerer Spender will Sabine Reiser aber nicht eigens nennen. „In dieser Woche habe ich zum Beispiel eine Spende in Höhe von 200 Euro bekommen“, so die Kandidatin. Auch sie rechnet, wie viele erfahrene Wahlkämpfer,  mit Wahlkampfkosten in Höhe von bis zu einem Euro pro Wahlberechtigtem. Das wären dann etwa 60.000 Euro. Von der CDU oder einer anderen Partei erhält die Bewerberin kein Geld. Für das Spendenkonto bei den Freien Wählern sei sie sehr dankbar, so Sabine Reiser. So könnten Spendenbescheinigungen ausgestellt werden und die Spender könnten ihre Spende steuerlich absetzen.

Foto: Eva-Maria Roßmann PIXELIO www.pixelio.de

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