OB-Wahl: Verwirrung wegen Bürgerschaftlichen Engagements

OB-Kandidatinnen Sabine Reiser und Sabine Seeliger irritiert über Berichterstattung – Beide haben Position bezogen

Konstanz. Ja, was denn nun? Gleich zwei OB-Kandidatinnen waren heute Morgen irritiert, als die in der Lokalzeitung gelesen haben, sie hätten sich zum Thema Bürgerschaftliches Engagement nicht geäußert. Die Tatenbörse Konstanz hat im OB-Wahlkampf ihre Forderung nach Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung und Bürgerschaftliches Engagement bei der Stadt Konstanz wiederholt. Manfred Winter bat die Kandidierenden um eine Stellungnahme. Sabine Seeliger und Sabine Reiser antworteten. In der Lokalzeitung Südkurier  hieß es aber, sie hätten sich dazu nicht geäußert. Das sei so nicht richtig, empörten sich die beiden.

Sabine Selliger irritiert

Sabine Seelinger stellte klar: Am gleichen Tag, an dem die E-Mail bei ihr ankam, habe sie Manfred Winter angerufen. „Wir hatten ein sehr ausführliches Telefonat“, so Sabine Seeliger. Weiter erklärt sie, die „Forderung nach einer Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement habe ich mir zu eigen gemacht“. Sabine Seeliger weiter: „Leider scheint diese Information nicht bei allen Mitgliedern Ihrer Initiative angekommen zu sein“, so Seeliger und verweist auf ihre Website. Dort heißt es: „Bürgerschaftliches Engagement bringt die Stadt in jeder Hinsicht weiter. Engagement braucht jedoch Unterstützung.“ In einer „ Freiwilligen-Agentur“ als Vernetzungs- und Kontaktstelle würden Angebot und Nachfrage im Bereich der Freiwilligenarbeit zusammengebracht. Seeliger weiter: „Es ist die einzige Stellenvermehrung, die ich im Wahlkampf vertrete. Ich bitte Sie, dies in Ihrer Kommunikation über die OB-Kandidatinnen und -kandidaten zu berücksichtigen.“

Sabine Reiser stellt klar

Sabine Reiser vermeldete auf ihrem Blog: „Außer Frage steht für mich, dass Bürgerschaftliches Engagement einen hohen Stellenwert hat.“ Deswegen sei sie irritiert über einen Bericht im Südkurier, in dem es heißt: „Sabine Reiser wolle sich noch nicht äußern.“ Das ist so nicht richtig, ich habe mich geäußert und zwar so, schreibt Sabine Reiser. „Viel Aufgaben können wir heute nur noch leisten und uns leisten, weil sich Mensch mit ihrem Können und Wissen ehrenamtlich einbringen. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass Bürgerinnen und Bürger sich gerne einbringen wollen, ein Engagement suchen, nur noch nicht wissen wie und wo genau. Andererseits suchen gerade Vereine kurz- und mittelfristig ehrenamtliche Helfer für Projekte, stunden-, tageweise oder auch für einen regelmäßigen Einsatz.“ Sie sei derzeit noch nicht so mit den Strukturen bei der Stadt, beim Landkreis und beispielsweise bei den Kirchen und sozialen Verbänden vertraut, als dass sie bewerten könnte, welche Kooperationen hier möglich und erforderlich sei und ob die Schaffung einer hauptamtlichen Teilzeitstelle für das Bürgerschaftliche Engagement bei der Stadtverwaltung für alle angesprochenen Bereiche, die zum Teil auch über den Sprengel der Stadt hinausgehen, der Königsweg ist.

Uli Burchardt äußerte sich auch

Geäußert hatte sich zu de Thema übrigens auch schon OB-Kandidat Uli Burchardt. Burchardt sagte bei einer Pressekonferenz, er könnte sich vorstellen eine Stabsstelle beim Oberbürgermeister einzurichten. Er sagt: „Jeder, der sich engagiert, darf mit Förderung rechnen.“ Vor dem 1. Juli wolle er sich festlegen, ob er die Stabsstelle schaffen möchte. Am 1. Juli ist Wahltag.

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