Oberbürgermeister verhindert Abfallentsorgungsanlage in Singen

OB Ehret und Bauausschuss stoppen geplante Abfallbehandlungsanlage

Singen Nachdem bei der öffentlichen Diskussion über eine geplante Abfallbehandlungsanlage in Singen in den letzten Tagen die Wogen hochschlugen, stoppte Oberbürgermeister Oliver Ehret die Pläne. Der OB formulierte gemeinsam mit dem Ausschuss für „Stadtplanung und Bauen“ den gültigen Bebauungsplan neu, der für dieses Gebiet keine industrielle, sondern eine rein logistische Nutzung vorsieht.

Keine Ausnahme für Abfallentsorger vom Bebauungsplan

Der ursprüngliche Bebauungsplan aus dem Jahre 1997 sah für dieses Gebiet „Frachtzentren“ und „Logistische Dienstleistungszentren“ vor. Zusätzlich waren nur ausnahmsweise bestimmte Gewerbe- und Industriebetriebe zulässig. Nach Ansicht von OB Ehret und der Abteilungen „Baurecht“ und „Stadtplanung“ der Stadt Singen verfügt das Gebiet bereits über genügend industrielle Unternehmen. Weitere derartige Ausnahmen könnten dazu führen, dass das Areal in seiner ursprüngliche Zweckbestimmung, als Logistikstandort, kippt, teilte sie Stadt heute mit.

OB zeigt Gewerbe- und Industrieunternehmen Rote Karte

Aufgrund dessen wurde der Zusatz des alten Bebauungsplans, der ausnahmsweise bestimmte Gewerbe- und Industrieunternehmen zulässt, herausgenommen. Künftig bedeutet dies, dass für das Gebiet der ursprüngliche Bebauungsplan aus dem Jahr 1997 ohne Zusatz gelten soll. Dieser Änderung stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Bereits am Montag dieser Woche, 30. August, fand ein öffentlicher Vor-Ort-Termin mit den Mitgliedern des Gemeinderates statt, um die zukünftige Entwicklung des Gebiets zu besprechen, heißt es in der Pressemiteilung weiter.

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