Oberbürgermeisterin ignorierte Briefe

Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt lässt nicht locker

Überlingen (wak) Die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt hat die Stadtverwaltung und den Gemeinderat erneut auf die ihrer Meinung nach für schwächere Verkehrsteilnehmer kaum mehr hinnehmbaren Zustände hingewiesen. In einem Brief an die Oberbürgermeisterin und die Stadträte fordert die Initiative „unverzüglich den andauernden Gefährdungen von Fußgängern in der Franziskanerstraße vorzubeugen und gegen das Dulden verkehrswidriger Zustände durch haltende Fahrzeuge auf Gehwegen einzuschreiten“.

Bürgerinitiative benennt Missstände

Die Sprecher der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt Josef Fuchs, Hermann Josef Faupel und Thomas Gabel lassen nicht locker und sie lassen sich auch nicht mehr vertrösten. Deswegen haben sie erneut einen Brief an Oberbürgermeisterin Sabine Becker und an die Mitglieder des Gemeinderats der Stadt Überlingen geschrieben und die Missstände benannt.

Autos von Gehwegen verbannen

Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates, die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt in Überlingen fordert Sie hiermit nochmals dringend auf, unverzüglich den andauernden Gefährdungen von Fußgängern in der Franziskanerstraße vorzubeugen und gegen das Dulden verkehrswidriger Zustände durch haltende Fahrzeuge auf Gehwegen einzuschreiten.“

Gefährdungen auf Fotos dokumentiert

Angehängt hat die Bürgerinitiative mehrere Fotos, die die Verkehrssituation in Überlingen zeigt. Zu den Fotos heißt es weiter: „Die hier angefügten Bilder sind innerhalb von zwei Minuten zufällig am 06.04.2010 gegen 10:40 Uhr entstanden. Sie zeigen den vom Unterzeichner mehrfach angesprochenen Gefährdungsbereich im Bereich der Franziskanerkirche. Auf den Bildern wird eine Fußgängerin massiv bedrängt, weil der Gehweg um über einen Meter überfahren wird. Weiterhin überfahren auswärtige Fahrzeuge massiv den Gehweg, was sich auf weiteren Bildern ebenso fortsetzt. Die Ereignisse in der Franziskanerstraße sind mit Gefährdungen in der Christoph- und Kessenringstraße willkürlich fortsetzbar, wovon wir Sie in Kürze in Kenntnis setzen werden.“

Oberbürgermeisterin verfehlt das Thema

„Es geht ja nicht – wie die Oberbürgermeisterin dem Südkurier am vergangenen Samstag mitteilte – darum, Geduld hinsichtlich der Weiterentwicklung des innerstädtischen Verkehrskonzepts aufzubringen, sondern uns in erster Linie darum, die absolut unhaltbaren Gefahrenzustände innerhalb der Stadt durch akutes Handeln, zu dem die Ortspolizeibehörde aus hiesiger Sicht verpflichtet ist, zu mindern“, erklärt Hermann Josef Faupel.

Oberbürgermeisterin ignorierte bisher alle Briefe

Bisher hatte Oberbürgermeisterin Sabine Becker mehrere Schreiben von Bürgerinitiativen wie der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt oder der WOGE ZaNeLi ignoriert. Antworten bekamen die Überlinger Bürger bisher nicht. Doch locker lassen werden die Überlinger wohl trotzdem nicht mehr. Um sie auszusitzen sind die Probleme in der Überlinger Innenstadt und in den Ein- und Ausfallstraßen durch die vom Verkehr belasteten Überlinger Wohngebiete zu groß.

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