Oberbürgermeisterin redet Klartext

Kinderbetreuung: Nachgefragt bei Sabine Becker und Peter Männer

Überlingen (wak) Von Oberbürgermeisterin Sabine Becker wollte See-Onlne.info wissen, wie es um die Kleinkinderbetreuung für unter Dreijährige in Überlingen tatsächlich bestellt ist. Die Oberbürgermeisterin bat sich etwas Zeit aus und fragte bei Hauptamtsleiter Peter Männer nach. Er ist der Herr über die aktuellen Zahlen. Dann redete Sabine Becker Klartext. Hier die Fragen und Antworten im Wortlaut.

Wie viele Krippenplätze gibt es im Moment in Überlingen? Wie hoch ist die Quote?

Momentan sind 46 Plätze für unter dreijährige Kinder in den Einrichtungen vorhanden und 15 Tagespflegeplätze. Dies ergibt eine Quote von knapp 14 %.

Ab 2013 soll es Plätze 35  Prozent der Kleinkinder in Krippen oder bei Tagesmüttern geben. Schafft Überlingen die 35 Prozent 2013?

Überlingen kann die Quote bis 2013 dann erreichen, wenn alle geplanten Maßnahmen in der Kleinkindbetreuung abgearbeitet werden können. Voraussetzung dafür ist, dass den Maßnahmen in den Haushaltsberatungen im Haushalt 2010 und in der mittelfristigen Finanzplanung zugestimmt wird.

Eine andere Vorgabe wäre, dass es ab 2013 einen Rechtsanspruch auf Betreuung gibt, sobald das Kind ein Jahr alt ist. Könnte Überlingen das stemmen?

Die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Betreuung für Kinder ab einem Jahr ist für die Städte und Gemeinden ein anspruchsvolles Unterfangen. Auch für Überlingen gilt, dass die jetzige finanzielle Situation die Erfüllung dieses Anspruchs schwierig werden lässt. Zur Zeit diskutieren Städte- und Gemeindetag mit dem Land, ob dieser Anspruch ab 2013 in Zeiten der Wirtschaftskrise haltbar ist.

Wie wichtig ist die Kleinkinderbetreuung als Standortfaktor für die Wirtschaft?

Die Kleinkindbetreuung ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Bei der Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Ausstattung mit Kinderbetreuungsplätzen ein wichtiges Element für die Standortsicherung und Ansiedlung von Firmen.

Ein Kommentar to “Oberbürgermeisterin redet Klartext”

  1. Afterhoureinpenner
    20. Januar 2010 at 11:57 #

    Schön das es nur um Kleinkinder geht. Wie sieht es mit der Jugend aus? Überlingen ist so Jugendfeindlich. Auch die haben ein Recht drauf, das man sich um Sie kümmert. Ohne die haben die Alten keine Zukunft.

    Wenn ich am Wochenende schau, was ein Jugendlicher in Überlingen machen kann, dann muss ich sagen: Nichts, ausser Gammeln. Und das passt wieder keinem in den Kram. Da kommt dann sowas wie: Die Jugend von heute, gammelt nur rum. Usw…

    Wie wäre es mal mit einer Befragung von Bürgern und Jugendlichen zu solchen Themen. Dann wüsste der Häuptling der Stadt, was in der Stadt auch für ein Bedarf wäre…

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