Oberbürgermeisterin Sabine Becker: Baubeginn in Friedrichshafen im Interesse Überlingens

OB Sabine Becker über die B 31 Aktion in BerlinÜberlingen/Berlin. Oberbürgermeisterin Sabine Becker zieht auch aus Überlinger Sicht eine positive Bilanz der Demonstration pro Weiterbau B 31 am Dienstag in Berlin. Sabine Becker erklärt: „Die Städte Friedrichshafen und Überlingen verfolgen dasselbe Ziel.“ 

 Spatenstich 2014 in Friedrichshafen

Die Oberbürgermeisterin erklärt weiter: „Die Stadt Überlingen hat Interesse daran, dass die lange geforderte Bundesstraße in Friedrichshafen kommt.“ Sie hoffe auf einen Spatenstich in Friedrichshafen spätestens Anfang 2014. Nur dann könne sich Überlingen berechtigte Hoffnung machen, dass auch in Überlingen 2015/16 Baubeginn auf der B 31 ist. „Wir brauchen den Spatenstich spätestens Anfang 2016, damit die Straße bis zum Landesgartenschaujahr 2020 freigegeben werden kann“, erklärt die Oberbürgermeisterin.

In Rangfolge Überlingen hinter Friedrichshafen

Der Ausbau der Bundesstraße 31 hat laut Priorisierung durch das Land Vorrang vor 15 anderen baureifen Bundesfernstraßenprojekten in Baden-Württemberg. Die Landesregierung hatte im vergangenen Jahr erstmals 20 baureife Bundesfernstraßenprojekte im Südwesten in eine Rangfolge nach Wichtigkeit gebracht. Unter den fünf Vorhaben in der Gruppe eins landesweit, die ab 2014 gebaut werden sollen, ist die B 31 zwischen Immenstaad und Friedrichshafen-Waggershausen. Der B 31-Abschnitt Überlingen/West bis Überlingen/Ost folgt in Gruppe zwei ab 2015/2016.

Großer Bahnhof in Berlin

Die Reise nach Berlin war Teil der Friedrichshafener Kampagne „Jetzt Ja! Zu B31 Neu“. Vertreter der Stadt Friedrichshafen, unter ihnen Oberbürgermeister Andreas Brand, das Bündnis Pro B 31, Wirtschaftsvertreter aus Friedrichshafen sowie Oberbürgermeisterin Sabine Becker aus Überlingen, Hagnaus Bürgermeister Simon Blümcke und Landrat Lothar Wölfle haben sich in Berlin mit Staatssekretär Michael Odenwald aus dem Bundesverkehrsministerium getroffen. Anwesend waren beim Gespräch im Regierungsviertel vor dem ARD-Hauptstadtstudio auch MdB Birgit Homburger (FDP), MdB Martin Gerster (SPD), MdB Pascal Kober (FDP) und MdB Lothar Riebsamen (CDU).

Erstes Ziel Friedrichshafen

Das Ziel der Delegation aus dem Bodenseekreis war es, den Weiterbau der B31 neu zwischen Friedrichshafen und Immenstaad in Berlin lautstark zu fordern. Als nächster Schritt könnte dann – und nur dann – der Streckenabschnitt in Überlingen folgen.

 Strecken planfestgestellt

Beide Strecken sind planfestgestellt und somit genehmigt. Für den Lückenschluss bei Meersburg und Hagnau, der deswegen aber nicht weniger wichtig ist, gibt es aktuell aber noch keine Planfeststellung.

 Botschaft in Berlin angekommen

Mit einem Betonmischer und einer Lärmbox ist es der Delegation aus dem Bodenseekreis gelungen, in Berlin ein Ausrufezeichen zu setzen. „Die Botschaft ist angekommen“, erklärt Sabine Becker. Sie geht davon aus, dass der Auftritt auf der Spreebrücke in Berlin bei Staatssekretär Odenwald, der familiäre Beziehungen nach Immenstaad habe und die Region kenne, einen starken Eindruck hinterlassen hat. „Er hat uns gegenüber bekräftigt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit die erforderlichen Mittel für den Ausbau der B 31 bereit gestellt werden“, so die Oberbürgermeisterin.

Keine Konkurrenz in der Region

Sabine Becker erklärt: „Die Region braucht die Straße – ein Konkurrenzdenken zwischen Friedrichshafen und Überlingen sehe ich nicht.“ Beide Städte hätten dasselbe Interesse. Die Stadt Überlingen rechne mit einem Baubeginn rechtzeitig vor dem Landesgartenschaujahr 2020. Die Stadt Überlingen brauche den Stadtring und die Stadt werde ihre Hausaufgaben machen. Als Beispiel nennt die Oberbürgermeisterin den Anschluss Rengoldshausen in Nußdorf.

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