Offener Brief ohne Konsequenzen für Konstanzer Ärzte

Klinikum verbreitet nichtssagende Medienmitteilung – Nur Chefarzt Gert Müller-Esch bekam Kündigung

Klinikum KonstanzKonstanz. Am Mittwochnachmittag hat die Geschäftsführung des Konstanzer Klinikums eine nichtssagende Medienmitteilung verschickt. Was das Klinikum verklausuliert ausdrückte: Ein von 25 Ärzten unterschriebener offener Brief bleibt ohne Konsequenzen für 24 Unterzeichner. Nur der Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin (ZIM), Gert Müller-Esch, musste deswegen die Klinik verlassen. Fest steht bereits: Müller-Esch akzeptiert die Kündigung nicht. Die Konstanzer Spitalstiftung und der ehemalige Chefarzt treffen sich vor dem Arbeitsgericht wieder.

Zentrum für Innere Medizin blickt nach vorn

Wegen des offenen Briefes, den insgesamt 25 Ärzte unterschrieben hatten, erhielt nur Chefarzt Gert Müller-Esch seine Kündigung. Anschließend trat der gesamte Personalrat des Klinkums zurück. In dem Brief hatten die Mediziner Stellung zu geplanten strukturellen Änderungen im Zentrum für Innere Medizin am Klinikum genommen. In der aktuellen Mitteilung des Klinikums heißt es: „Die Mitglieder des Krankenhausausschusses, die Geschäftsführung, die Krankenhausleitung und der Kommissarische Ärztliche Leiter des ZIM, Dr. Thomas Hannemann, waren sich darin einig, dass das Klinikum und damit auch das ZIM den Blick nach vorne richten muss.“ Konkret dürfte das bedeuten: Sanktionen für die 24 anderen Unterzeichner neben Müller-Esch gibt es nicht.

Hier geht es zu der Medienmitteilung pm_2011_06_15_krankenhausausschuss-zim-1 (1)

Foto: Klinikum Konstanz

Ein Kommentar to “Offener Brief ohne Konsequenzen für Konstanzer Ärzte”

  1. Metapha
    17. Juni 2011 at 11:57 #

    Dieser – doch etwas dürftigen – Medienmitteilung ist zu entnehmen, dass sich die Mitglieder des Krankenhausausschusses, der Geschäftsführung und der Krankenhausleitung in der Vergangenheit offensichtlich damit beschäftigten, den Blick nach hinten zu richten ? Kein Wunder, dass man „kommende oder bestehende Probleme“ nicht im Fokus hatte und die Situation aufgrund kritischer Anteilnahme von Seiten einiger Mitarbeiter so eskalierte.

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