Opfer zahlte Geld für okkulte Handlungen

Angeblich lastete Fluch auf der Frau – Polizei warnt vor ähnlichen Straftaten

PolizeiberichtKonstanz. Die Konstanzer Polizei sucht nach Opfern, die in Konstanz möglicherweise Geld für okkulte Handlungen bezahlt haben. In mindestens einem Fall ist eine Frau von einer Betrügerin abgezockt worden. Die Polizei ermittelt. Die Betrügerin hatte dem Opfer eingeredet, dass ein Fluch auf ihr laste. Etwa 30.000 Euro soll das Opfer in der Folge an die Betrügerin bezahlt haben, um sich vom Fluch zu befreien.

Erster Kontakt in Geschäft in Konstanzer Altstadt

Mitte Juli vergangenen Jahres wurde die Frau mittleren Alters in einem größeren Geschäft in der Konstanzer Altstadt von einer ihr vollkommen fremden Frau angesprochen. Die Frau die, etwas 18 Jahre alt gewesen sein soll, teilte dem Opfer mit, dass es von einem Fluch befallen sei.

Betrügerin kassierte für okkulte Handlungen ab

Bis heute seien in Anwesenheit des Opfers mehrere okkulte Handlungen vorgenommen worden, um die Frau vom angeblichen Fluch zu befreien. Bargeld in einer Höhe von mehreren Tausend Euro sei vor den Augen des Opfers verbrannt worden. Mit den insgesamt 30.000 Euro, die sich das Opfer teilweise auch geliehen hatte, sollen zudem Gegenstände wie ein Talisman oder geweihtes Wasser bezahlt worden sein.

Ähnliche Fälle in Stuttgart

Weitere gleichgelagerte Fälle sind der Polizei aus dem Großraum Stuttgart bekannt. Der Einstieg erfolgte oft durch „aus der Hand lesen“ für zunächst geringere Beträge. Aufgrund der Gesamtkonstellation geht die Polizei von weiteren ähnlichen Fällen im Raum Konstanz aus.

Serientäterinnen aus dem Raum Köln

Die Polizei vermutet hinter den Taten Frauen, die in unterschiedlichen Besetzungen bundesweit tätig seien. Es handle sich um einen „Familienbetrieb“ aus dem Raum Köln, derzeit würden offenbar die Töchter „angelernt“. Bevorzugte Opfer seien alleinstehende Frauen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.

Beschreibung der drei gesuchten Frauen

In Konstanz traten drei Frauen auf, die sich als Mutter und ihre zwei Töchter ausgaben. Die Mutter soll etwa 45 Jahre alt, 1.60 Meter groß und dick sein. Sie trug dunkle, glatte meist zurück gekämmte Haaren mit Zöpfen. Die angebliche ältere Tochter sei etwa 30 Jahre alt, 1.55 Meter groß, kräftig, mit gefärbten, braunen welligen Haaren, rundem Gesicht und wulstigen Lippen. Die jüngere Tochter soll noch unter 20 Jahre alt, etwa 1.65 Meter groß sein und eine normale bis athletische Figur haben. Alle drei Personen seien augenscheinlich südosteuropäischer Herkunft.

Mögliche Opfer werden gebeten mit der Kriminalpolizei Konstanz, Tel. 07531 / 9950, Kontakt aufzunehmen.

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