Orkantief zerfetzte Hütte auf Friedrichshafener Christkindlesmarkt

„Joachim“ richtete nur Sachschäden an – Keine Verletzten im Bodenseekreis

PolizeiberichtFriedrichshafen/Konstanz. Eine Sturmböe hat auf dem Friedrichshafener Christkindlesmarkt eine Hütte regelrecht zerfetzt. Da der Markt aus Sicherheitsgründen genauso wie auch der Konstanzer Weihnachtsmarkt geschlossen war, gab es nach Angaben der Stadt und der Polizei keine Verletzten. Auch die Katamarane, die zwischen den beiden größten Städten am Bodensee verkehr, waren aus Sicherheitsgründen den ganzen Tag über in den Häfen geblieben. In Konstanz veranlasste die Stadt, dass auch die Vorstellungen des Weihnachtszirkusses abgesagt wurden.

100 Notrufe in zwei Stunden

Am Nachmittag erreichte Sturmtief „Joachim“ den östlichen Bodensee. In der Zeit zwischen 16.30 und 18.30 Uhr gingen allein beim Polizeirevier Friedrichshafen in etwa 100 Notrufen. Hauptsächlich ging es um umgestürzte Bäume, die Verkehrswege blockierten. Die Polizei zählte insgesamt etwa 25 umgestürzte Bäume.

Baum krachte in Hochspannungsleitung

In Meckenbeuren-Lochbrücke fiel ein Baum in eine Hochspannungsleitung und riss diese zu Boden und auf ein Fahrzeug. Dabei entstand sichtbarer Funkenflug und Sachschaden an einem VW-Bus.

B 31 für 45 Minuten gesperrt

Aufgrund umgestürzter Bäume war die B 31 für etwa 45 Minuten zwischen FN-Ost und Oberdorf vollständig gesperrt. Zeitgleich kam es zu Behinderungen im Schienenverkehr.

Dach in Fischbach abgedeckt

In Fischbach wurden mehrere Dachziegel auf die B 31 und den angrenzenden Gehweg geschleudert. Durch umherfliegende und herabfallende Teile wurden im Zuständigkeitsbereich des Friedrichshafener Polizeireviers mehrere Autos beschädigt. Den Schaden schätzte die Polizei am Abend auf etwa 20.000 Euro. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Durch den starken Regen stieg, wie die Stadt mitteilte, auch der Pegel der Rotach von 1,12 Meter (um 13 Uhr) auf 1,87 Meter (um 18 Uhr) an.

60 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen rückte mit insgesamt 60 Mann und zwölf Fahrzeugen aus, um die Sturmschäden zu beseitigen. Bei den Einsätzen wurde sie von der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Ailingen unterstützt. Das Baubetriebsamt war mit zehn Männern im Einsatz. Sie wurden in der Hauptsache zu Einsätzen gerufen, bei denen Kanäle durch den starken Regen überliefen.

Zehn Polizeieinsätze in Überlingen

Das Polizeirevier Überlingen rückte zu zehn Einsätzen aus. Sechs Bäume und Bauzäune wehte der Sturm um. An einem Gebäude blies es Ziegel von einem Dach. Außerdem ereignete sich ein Verkehrsunfall im Zusammenhang mit dem Sturm. Dabei entstand nur geringer Sachschaden.

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