Osterferien beginnen mit Platzverweisen in Konstanzer Seestraße

Schon wieder Konflike zwischen Anwohnern und Feiernden am Konstanzer Ufer

Konstanz. In Konstanz hat es in der Nacht auf Gründonnerstag erneut Konflikte zwischen Anwohnern und Feiernden am Ufer gegeben. Brennpunkt war dieses Mal nicht die Stadt am Seerhein, sondern die Seestraße und später das Musikerviertel. Dort hatten sich Bewohner durch an der Schmugglerbucht Feiernde gestört gefühlt. Die Polizei reagierte mit Platzverweisen.

Polizei beendet Party an der Seestraße

Die Polizei berichtete von Problemen mit „lärmenden Jugendlichen“ und von „Scherben von zertrümmerten Flaschen“. Am Mittwochabend seien bereits vor 21 Uhr mehrere Beschwerden bei der Polizei eingegangen, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Die Anrufer störte, dass Jugendliche in der Seestraße in die Osterferien hinein feierten. Polizeibeamte trafen am Ufer auf etwa 250 feiernde Jugendliche. Ansprachen seien zunächst „fruchtlos“ geblieben, weshalb ab 22.30 Uhr Platzverweise ausgesprochen worden seien, teilte die Polizei mit.

Jugendliche ziehen an Schmugglerbucht weiter

Um 1 Uhr beschwerten sich dann mehrere Anwohner der Mozartstraße. Sie beklagten sich über „viele lärmende Jugendliche“ im Bereich der Schmugglerbucht. Polizeibeamten trafen dort auf eine Gruppe Jugendlicher, gegen die teilweise zuvor schon in der Seestraße Platzverweise erteilt worden waren. Die Polizei sprach erneut Platzverweise aus. Von der Schmugglerbucht begab sich eine Jugendgruppe laut Polizeibericht daraufhin wieder zur Seestraße. Die Polizei nahm die Personalien von fünf 16-Jährigen und zwei 17-Jährigen auf. Sie hatten sich laut Polizei auf eine Bank gesetzt und sich geweigert, die Seestraße zu verlassen.

Polizei fürchtet viele Nachteinsätze

Die Polizei erwartet offenbar „Problemlösungsansätze“ für die kommende Saison. Es müssten für alle Beteiligten „annehmbare Strukturen“ geschaffen werden. Im vergangenen Sommer  hatte es noch einen Jugendgrillplatz abseits von Wohnquartieren nahe der neuen Rheinbrücke gegeben. In diesem Sommer entstehen auf dem Freigelände Klein-Venedig eine Grill- und eine Feuerstelle. In der Vergangenheit gab es zum Beispiel auch Glas- und Alkoholverbote. Diese sind aber rechtlich so nicht zulässig. Denn sie schränken die Freiheitsrechte aller Nutzer des in Konstanz an vielen Stellen frei zugänglichen Ufers dramatisch ein. Auffällig ist meist nur eine kleine Gruppe von Störern.

Foto: Martin Schemm PPIXELIO www.pixelio.de

 

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