„Papa, was soll ich trinken?“

Kritik an alkoholischen Getränken an der Eisbahn

weigelt ausschnitt P1020668 (1)Überlingen (wak) Alle Jahre wieder beschert Reinhard A. Weigelt die Überlinger. Schlittschuhläufern schenkte der private Veranstalter in diesem Jahr eine 300 Quadratmeter große Eisfläche auf dem Landungsplatz. Für die Großen schenkt er Prosecco und Glühwein aus. Für die Kleinen gibt’s an seiner Hütte Fanta oder Kinderpunsch. Manche Eltern aber stört, dass es ihrer Meinung nach zu viel Alkohol und wenig alkoholfreie Getränke an der Eisbahn gibt. Reinhard A. Weigelt weist die Kritik zurück und erklärt, dass Jugendliche von ihm am „s’Glühweinhaus“ keinen Alkohol ausgeschenkt bekommen.

Keine heiße Schokolade

Darum aber ging es einem Vater gar nicht, der See-Online.info auf einen Missstand aufmerksam machen wollte. Als er am Sonntag mit seiner 13-jährigen Tochter auf der Eisbahn war, fragte sie ihn: „Papa, was soll ich trinken?“ Die Auswahl sei nicht sehr groß gewesen. „Wieso gibt es eigentlich keinen Kakao“, hakte der Vater nach. „75 Prozent der Besucher waren am Sonntagnachmittag Kinder und Jugendliche“, sagte er. Er findet, dass diese Zahl im krassen Gegensatz zum Verhältnis alkoholischer zu nicht alkoholischen Getränke stand.

Sechs Glühweine und nur ein Kinderpunsch

Während die Erwachsenen zwischen sechs verschiedenen Glühweinen, klassischem und weißem Glühwein, Glühwein in den Geschmacksrichtungen Kirsch und Heidelbeer oder sogar Glühwein mit Schuss wählen könnten, gebe es für Kinder nur eine Sorte Kinderpunsch. Ein paar heiße Getränke mehr wären schön, so der Überlinger. Dass – neben Bier, Prosecco und Weinen – auch Cola, Fanta und Apfelschorle auf der Karte des Glühweinhauses stehen, reiche nicht aus, meinte der Vater. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene würden an der Eisbahn zum Trinken von Alkohol verführt, behauptete er.

Eisbahnbetreiber bleibt cool

Reinhard A. Weigelt hält solche Vorhaltungen keinesfalls für gerechtfertigt. Auf der Eisbahn gelten die Jugendschutzbestimmungen, sagte der Event-Manager und private Veranstalter der Eisbahn, der in diesem Jahr ohne einen städtischen Zuschuss auskommen muss und auf eigenes Risiko ohne Netz und doppelten Boden arbeitet. Weigelt bleibt angesichts der Kritik an seinen Heißgetränken cool. Jugendliche bekommen von ihm keinen Glühwein ausgeschenkt, so Weigelt.

Ein Kommentar to “„Papa, was soll ich trinken?“”

  1. idefix
    9. Dezember 2009 at 17:26 #

    Einfach nicht hingehen. Vielleicht kommt Herr Weigelt dann zur Besinnung, dass Kinder lieber Kakao als Punsch trinken wollen!

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