Papst sitzt bald im Glashaus in der Steiermark

Österreicher holen Lenk Skulptur in Konstanz mit Papamobil ab

Konstanz (wak) Mitte August steht den Konstanzern offenbar eine allerletzte Performance beim Bahnhof bevor, bei der die Papst Skulptur des Bodmaner Bildhauers Peter Lenk eine Hauptrolle spielt. Das Kunsthaus Weiz in der Steiermark möchte das runzelige Päpstlein, das 700 Kilo schwere Kunstwerk, in diesem Sommer mit einem Papamobil in Konstanz abholen. Mit dieser Nachricht meldete sich heute Peter Lenk heute zu Wort.

Papst im Glashaus

In der Steiermark wird das Päpstlein dann in einem Glashaus sitzen, genauer in einem transparenten Glas-Körper, dem neuen Kunsthaus in der historischen Weizer Altstadt. Das unweit von Graz gelegene Städtchen hat samt seines Bürgermeisters offenbar keinerlei Berührungsängste mit dem in Konstanz als anstössig empfundenen angeblich kirchenkritischen Kunstwerk. Johan Maden, freier Mitarbeiter des Hauses und selbst Kunstschaffender, dürfte vor Freude, jetzt, da alles in trockenen Tüchern ist, laut jauchzen. Es ist so: Die Österreicher wollten den Papst und die bekommen ihn. Auch Peter Lenk dürfte der spektakuläre Abtransport der Figur, der Schluss-Akkord im Geschrei um den Papst, mutmaßlich genauso großes Vergnügen bereiten.

Papamobil mit vier Puppen

Aufladen werden die Österreicher den Papst auf einen zum Papamobil umgebauten Tieflader. Das sagte Lenk. Auch Georg Köhler, Abteilungsleiter des Kulturbüros in Weiz, scheint angetan. Fest steht außerdem, dass der Papst auf seiner wohl mehrtägigen Reise in die Steiermark tatsächlich von vier Schweizer Gardistinnen beschützt wird. Allerdings werde es sich um Puppen und keine Frauen handeln. Dass es nicht aber irgendwelche Puppen sein werden, sondern vielleicht solche, die mit eher auffälligen sekundären Geschlechtsmerkmalen ausgestattet sind, liegt nahe. Dass sich die Papst Skultptur fernab des Bodensees einsam fühlen könnte, ist ausgeschlossen. Denn die Figur wird von weiteren Exponaten, die der Bildhauer Lenk geschaffen hat, begleitet. Zu sehen gibt es in der Steiermark eine Art Lenk Doku. Das „Asyl“, das die Österreicher der Figur gewähren, ist nach Aussage von Lenk etwa auf den Zeitraum von einem halben Jahr befristet.

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