Parkschützer-Gründer Klaus Gebhard in Radolfzell: „Stuttgart 21, was geht uns das an“

Montags-Mahnwache und anschließend Vortrag im Scheffelsaal – Viele Menschen in der Bodensee-Region wollen oben bleiben

Aktion zu Stuttgart 21 in RadolfzellRadolfzell/Kreis Konstanz. Klaus Gebhard, Gründer der Parkschützer, kommt am Montag kommender Woche, 15. November,  nach Radolfzell. Zuvor soll es erneut eine Mahnwache auf dem Radolfzeller Marktplatz geben, bei der Kritiker von Stuttgart 21 in Radolfzell gegen das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ protestieren.

Mahnwachen seit Oktober

Die gewaltsame Auflösung einer angemeldeten, friedlichen Demonstration im Stuttgarter Schlossgarten vor gut einem Monat, hat auch in der Region Menschen auf die Straße getrieben. Am Montag nach dem Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten trafen sich rund 120 Menschen in Radolfzell auf dem Marktplatz, um sich in einer Mahnwache mit den Opfern der, wie es hieß, „unverhältnismäßigen Gewalt“ zu solidarisieren.

„Schwabenstreich“ in Baden

Die Teilnehmer der Kundgebung machten damals deutlich, dass dies keine einmalige Veranstaltung bleiben werde. Tatsächlich hat sich seither nicht nur die Mahnwache auf dem Radolfzeller Marktplatz etabliert, die, seit sie zum zweiten Mal stattfand, mit einem sogenannten „Schwabenstreich“ beendet wird. Eine Minute lang wird Lärm gemacht, mit Glocken, Trillerpfeifen oder der eigenen Stimme.

Organisatoren suchten kompetenten Redner

„Damit wenden sich die Demonstrierenden konkret gegen die kostspielige Baumaßnahme, die vorsieht, den Bahnhof in Stuttgart um 90° zu drehen und in der Erde zu versenken“, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. „Ermutigt durch die große Resonanz bei den Mahnwachen, suchte eine der Initiatorinnen den Kontakt nach Stuttgart. Das Ziel war, jemanden zu finden, der bei einem Vortrag mit anschließender Diskussion den Menschen hier in der Region die tieferen Zusammenhänge des Milliardenprojektes erläutern kann“, so der Wortlaut Mitteilung weiter.

Klaus Gebhard stellt sich der Diskussion

Am 15. November kommt nun Klaus Gebhard in den Scheffelsaal nach Radolfzell. Dipl. Ing. Klaus Gebhard war anfangs von der Präsentation des Tiefbahnhofes fasziniert, seine Bedenken wuchsen aber. Er befasste sich intensiv mit dem Thema, studierte Akten und erlangte dabei ein profundes Hintergrundwissen, das er in Gesprächen, Diskussionen und Vorträgen weitergibt. „Wo immer er in den letzten Wochen Vorträge hielt, waren die Zuhörer gebannt von seinen Ausführungen, unabhängig davon, ob der Vortrag in Stuttgart oder weit außerhalb stattfand“, so die Initiatoren der Veranstaltung. Dem Redner sei es wichtig, dass er nicht ausschließlich vor Menschen spricht, die sich selbst als erklärte Gegner des Bahnprojektes sehen. „Es wäre also wünschenswert, wenn auch Unentschiedene oder Befürworter den Weg in den Scheffelsaal fänden“, so die Initiatoren aus Radolfzell. Den Abend haben die Veranstalter unter den Titel „Stuttgart 21, was geht uns das an“ gestellt. Beginn der Veranstaltung im Scheffelsaal in Radolfzell ist um 19.30 Uhr, Saalöffnung um 19.00 Uhr. Zuvor findet eine Mahnwache am Marktplatz statt. Diese beginnt um 18.30 Uhr und endet um 19:01 Uhr mit dem Schwabenstreich. Eder Scheffelsaal befindet sich in fußläufiger Entfenrung. Die Vortragsveranstaltung wird unterstützt vom Bund für Umwelt und Naturschutz, der Deutschen Umwelthilfe und vom NABU. Der Eintritt ist frei.

Ein Kommentar to “Parkschützer-Gründer Klaus Gebhard in Radolfzell: „Stuttgart 21, was geht uns das an“”

  1. Sibylles Stimme
    10. November 2010 at 21:42 #

    Ein Fotograf, ein Schauspieler, ein Regisseur und ein alter KPD-Mann. Dazu ein junger Greenpeacer, die alte-neue Linke im Verein mit Campact und den Grünen. Alt 68iger und eine willfährige Presse.
    Sie zündeln, sie hetzen, sie heizen auf. Sie schaffen starke Bilder und provozieren die Konfrontation mit der Staatsmacht, auf die sie dann mit Fingern zeigen können.
    Es geht um die Macht, nicht um einen Bahnhof.
    „Die Merkel, die muß weg“, das ist da Ziel.
    Der Rechtsstaat soll ausgehebelt werden.
    „Die Sieger der Geschichte“?

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