Patrick Schimanski inszeniert „Janis Joplin – Ein Stück Rock ’N’ Roll“ am Konstanzer Theater

Premiere am 3. Dezember im Stadttheater – Paul Amrod spielte in Vorgruppe bei vier Konzerten Joplins

Konstanzer Stadttheater inszeniert Janis Joplin Konstanz. Janis Joplin taugt als Bühnenfigur. Am Konstanzer Theater inszeniert Patrick Schimanski Thomas Guglielmettis „Ein Stück Rock ’N’ Roll“. Premiere ist am Freitag, 3. Dezember, um 20 Uhr im Stadttheater. Mit von der Partie ist auch Paul Amrod. Er spielte viermal in der Vorband von Janis Joplin.

Thomas Guglielmettis Stück

Regisseur Schimanski verspricht dem Publikum eine „Doku-Fiction“. Szenen streut er wie Spots ein. Das Wichtigste sei die Musik, sagt der Regisseur. Die Hauptrolle spielt Monika Vivell. Das ist schnell klar gewesen. Ihr werde das Theaterpublikum die Janis Joplin abnehmen. Die Vorlage für das von Schimanski inszenierte Stück „Janis Joplin – Ein Stück Rock ’N’ Roll“ stammt vom gerade in Winterthur arbeitenden Thomas Guglielmetti, der das das kurze Leben der manisch-depressiven Sängerin erzählt.

Weibliche Ikone der Hippie-Bewegung

Es geht um Janis Joplin bei ihren Konzerten, at Monterey und in Woodstock, was ihr weniger wichtig war. Und es geht um das Lebensgefühl einer Generation, um das Durchbrechen von Schranken und darum, Freiheit zu leben. Janis Joplin war die weibliche Ikone der Hippie-Bewegung überhaupt: In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1970 starb die damals 27-jährige Sängerin Janis Joplin während der Aufnahmen zu ihrem dritten Album in Los Angeles an einer Überdosis Heroin.

Janis Joplins Konzertstationen

In knappen, eindringlichen Szenen, getragen von ihren bekanntesten Songs, erzählt Thomas Guglielmetti das kurze, schillernde Leben der „Pearl“ in einem mitreißenden, musikalischen Porträt: Ausgehend von Janis Joplins Elternhaus in Port Arthur, Texas, beginnt eine Jagd quer durch Amerika – eine Reise auf der Suche nach Erfolg, Anerkennung und Liebe. Eine exzessive Suche, bei der Alkohol und harte Drogen die treuesten Begleiter der Sängerin waren.

Annäherung an die Legende

Regisseur Patrick Schimanski, der nach „Revolution No.9“ in der Spielzeit 2007/2008 zum zweiten Mal in Konstanz inszeniert, ist selbst Schlagzeuger und kennt das harte Tourleben mit verschiedenen Bands aus eigener, langjähriger Erfahrung. Mit einfachen, abstrakten Bildern möchte sich die Inszenierung an die einzigartige Sängerin, die keine Kompromisse kannte und deren exzessive Live-Auftritte bis heute legendär sind, annähern. Wie kaum eine andere Sängerin beeinflusste Janis Joplin nicht nur die Rolle von Frauen im Musikbusiness, sondern revolutionierte auch die Musikwelt, indem sie den Blues der Schwarzen als Weiße übernahm und ins Extrem führte.

Paul Amrods Geschichte

Der Abend, der eintaucht in die Atmosphäre der damaligen Zeit, die geprägt war von Sinnsuche und Aufbruchstimmung, Drogenexperimenten und freier Liebe. Monika Vivell ist als Janis Joplin mittendrin. Die von Paul Amros neu arrangierte Musik macht eine fünfköpfige Band – Janis Joplin trat am Anfang mit einer fünfköpfigen Band auf. Der in Konstanz lebende Musiker Paul Amrod hat an die Zeit und an Janis Joplin eine ganz eigenen Beziehung. Als junger Musiker war er mit dabei, als Janis Joplin Konzerte gab. Viermal spielte Paul Amrod in der Vorgruppe. Weitere Musiker neben Paul Amrod sind bei der Konstanzer Aufführung von „Janis Joplin – Ein Stück Rock ’N’ Roll“, Frank Denzinger, Matthias Fröhlich, Stefan Gansewig, Albert „Arpi“ Ketterl und Mitglieder des Konstanzer Theaterchores

Weitere Termine: 11.12., 18.12., 22.12., 25.12., 30.12.10, 08.01., 11.01., 12.01., 06.02.11 um 20.00 Uhr; 09.12., 17.12.10, 01.02., 04.02., 10.02.11 um 19.30 Uhr; 29.12. um 15.00 Uhr, 31.12. um 20.30 Uhr, 09.01.11 um 18.00 Uhr, 22.01. und 23.01.11 um 17.30 Uhr Gastspiel in Schaffhausen

Information und Reservierung unter 07531/900 150 oder theaterkasse@stadt.konstanz.de

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