Peinliche Veranstaltung in Konstanz provozierte heftige Debatte im Netz

Konstanzer Piraten nehmen jetzt Stellung: Jungen, Mädchen, post-gender und ein abgebrochener Vortrag

Konstanz. Dass ein Vortrag über Jungenförderung zu einem echten Aufreger geworden ist, hat anscheinend auch die Veranstalter von der Piratenpartei überrascht. Den Wirbel im Netz und bei Twitter ausgelöst hat am Wochenende aber nicht das Thema, sondern das Unvermögen des Referenten. Wer den Vortrag schlecht fand, hat deswegen noch lange nichts gegen Jungenförderung. Am Montag hat die Piratenpartei Stellung genommen.

 

Stellungnahme der Piraten im Wortlaut

„Die Piratenpartei steht für die Gleichberechtigung aller Menschen ein. Deshalb hatte der Konstanzer Piratenstammtisch beschlossen, das Thema Jungenförderung aufzugreifen und Herrn Dr. Bruno Köhler vom Verein Manndat für einen Vortrag im Rahmen der Piratenakademie einzuladen.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung, welche am 27. Mai stattfand, gab es Diskussionen und auch Kritik an der Wahl des Themas und des Referenten. Dr. Bruno Köhler war bereits 2007 zu diesem Thema Referent bei einer Anhörung der Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg.

Unbestritten war im Auditorium die Tatsache, dass es Probleme speziell bei Jungen gibt, sei es bezüglich schlechterer Schulleistungen oder fehlender Schulabschlüsse. Ebenso einig waren sich Teilnehmer und Referent, dass sich daran etwas ändern muss.

Die Piraten haben das Ziel, post-gender zu sein und setzen sich für die Gleichstellung aller Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, Religion, Herkunft usw. ein. Dazu gehört auch Problemstellungen von Jungen in unserer Gesellschaft anzusprechen und etwaige gesellschaftliche Missstände offen und transparent zu diskutieren. Der Referent konnte in seinem Vortrag diesbezüglich jedoch nicht überzeugen.

Immer wieder stellte er Stereotypen in den Vordergrund und erklärte, dass Jungenförderung bedeute, mehr lesende Jungs mit themengebundenen Büchern über Fußball, Autos und Comics zu erreichen. Viele seiner Statistiken bezogen sich nur auf Teilbereiche und waren für die Bildung eines ganzheitlichen Verständnisses ungeeignet. Rückfragen des Auditoriums zu den Statistiken wurden vom Vortragenden meist unzureichend beantwortet. Mehrfach kritisierten Teilnehmende, dass der Aufbau der Argumentation nicht schlüssig sei.

Die Mehrheit der Diskutierenden wies immer wieder darauf hin, dass geschlechtsspezifische Förderung bedeute, die Unterschiede zu manifestieren und eine individuelle Entwicklung von Kindern erheblich stören. Ein Anspruch der Piratenpartei ist: ,Gesellschaftsstrukturen, die sich aus Geschlechterrollenbildern ergeben, werden dem Individuum nicht gerecht und müssen überwunden werden.‘

Jungenförderung, Gleichstellung und post-gender sind hochemotionale Themen, die sicher nicht leicht in Ruhe zu diskutieren sind. Das Publikum blieb jedoch sachlich und am Thema dran. Der Referent brach nach mehreren kritischen Rückfragen seinen Vortrag vorzeitig ab.

Die Piratenakademie des Kreisverbands Konstanz hat nicht das Ziel einseitig Thesen darzustellen, sondern soll Austausch und Information fördern. Dazu gehört bei solch einem Thema auch die kontroverse Diskussion.“

 

 

 

 

 

 

 

28 Kommentare to “Peinliche Veranstaltung in Konstanz provozierte heftige Debatte im Netz”

  1. Bernd
    30. Mai 2011 at 13:39 #

    Wo wurde denn diese Stellungsnahme veröffentlicht und wer hat sie zu verantworten?
    Auf der piraten-konstanz.de Webseite ist davon nichts zu sehen. Namen stehen keine drunter.
    Ist see-online.info jetzt das offizielle Presseorgan der Piraten?

    Beim Lesen des Inhalts dieser Stellungsnahmen kann man eigentlich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ebenso wie bei den Artikeln zu dem Thema zuvor. Kein Wunder, dass hierfür keine ihren Namen hergibt.

    Bernd

  2. wak
    30. Mai 2011 at 13:59 #

    @Bernd Die Pressemitteilung kam von Piratenpartei Deutschland Kreisverband Konstanz. Die Mail war unterzeichnet von Ute Hauth – sie mailte die PM im Namen des Kreisverbands. Redaktionell bearbeitet wurde sie von „wak“ – so steht es auch da. Der Zwischenruf am Samstag war ein Meinungsbeitrag von mir und namentlich gekennzeichnet. Meinen Namen findest Du außerdem im Impressum. Anonym, oder teilweise anonym, bleiben nur Kommentatoren wie zum Beispiel Du.

  3. Bernd
    30. Mai 2011 at 14:03 #

    Den Beschluß zur Freigabe dieser PM des Vorstandes möchte ich gerne sehen, interessiert mich schon wer von unseren Vorständen das noch zu verantworten hat. Ein Lob an see-online.info, dass hier die Piraten PM schneller veröffentlich werden als auf der eigenen Piraten Homepage.

    Bernd

  4. Ute Hauth
    30. Mai 2011 at 14:45 #

    @Bernd die Stellungnahme steht auch auf der Seite http://www.piratenpartei-konstanz.de/
    Dort nutzen wir einen sogenannten Wikiviewer, weshalb die aktuellen Meldungen leicht verzögert auf der Seite erscheinen.
    Im Wiki selbst wurde die PM um 8:55 Uhr eingestellt, also eine halbe Stunde eher, als dieser Artikel: http://wiki.piratenpartei.de/Kreisverband_Konstanz/Aktion/Stammtisch_Newsletter

    Wenn du dir alle anderen Pressemitteilungen der Piraten Konstanz ansiehst, wirst du feststellen, dass niemals Namen drunter stehen.

    Freigegeben werden Pressemitteilungen des Kreisverbands, wenn es mindestens eine Mehrheit im Vorstand gibt. In diesem Fall war es einstimmig.

    Wenn du von „unseren Vorständen“ sprichst, dann nehme ich an, dass ich weiß wer du bist und die obigen Ausführungen wären für dich überflüssig gewesen. Da das jedoch nicht für alle Leser gilt, habe ich es erklärt.

    Der Vorstand ist im Übrigen für direkte Anfragen leicht zu erreichen, die Kontaktmöglichkeiten sind überall veröffentlicht.

    Ute Hauth
    Stellvertretende Vorsitzende
    Kreisverband Konstanz der Piratenpartei

  5. Bernd
    30. Mai 2011 at 14:49 #

    #Freigegeben werden Pressemitteilungen des Kreisverbands, wenn es mindestens eine Mehrheit im #Vorstand gibt. In diesem Fall war es einstimmig.

    Diese Regelung kenne ich, deswegen werde ich nach dem Wahlverhalten der einzelnen Vorstandsmitglieder fragen. Das Ergebnis beeinflusst dann meine Wahl bei den nächsten Parteitagen.

    Bernd

  6. Ute Hauth
    30. Mai 2011 at 14:56 #

    @Bernd Einstimmig meinte nicht, es gab _eine_ Stimme für die PM.

  7. wak
    30. Mai 2011 at 15:03 #

    Aha, Wahlkampf wg. Landesvorstandswahl bei der Piratenpartei. Ute Hauth möchte am Samstag in Kehl kandidieren, steht im Piraten-Wiki. Nur, falls hier auch Nicht-Piraten mitlesen sollten. http://wiki.piratenpartei.de/BW:Landesparteitag_2011.1/Kandidaten.

  8. Bernd
    30. Mai 2011 at 15:08 #

    Ja richtig,

    mit dem Verhalten beim Jungenvortrag und dieser PM weiß ich nun wen ich ganz sicher NICHT wählen werde.

    Bernd

  9. wak
    30. Mai 2011 at 15:08 #

    Hätte da auf Facebook noch was Passendes zum Thema entdeckt. http://www.facebook.com/photo.php?fbid=213084188723636&set=a.114335021931887.10956.100000661695441&type=1&theater

  10. wak
    30. Mai 2011 at 16:55 #

    So, nachdem mich jetzt mehrere Leute darauf aufmerksam gemacht haben, dass man das Schild nur sehen kann, wenn man einen Facebookaccount hat, habe ich einen Screenshot gemacht und stelle in es unter den Beitrag.

  11. wak
    30. Mai 2011 at 17:00 #

    Ach so, geht ja gar nicht wg. Bildrechten. Sorry. Aber auf dem Schild steht: Private Stellplätze Parken nur für Männer Bei unbefugtem Benutzen erfolgt Anzeige nach § 12 LOWiG.

  12. suchenwi
    30. Mai 2011 at 19:17 #

    Das ist doch Gleichstellung, ist es nicht? Frauentoiletten – Männertoiletten, Frauenparkplätze – Männerparkplätze

    :^)

  13. dk
    30. Mai 2011 at 20:20 #

    Peinlich ist eigentlich auch, dass alle befragten Landtags-Kandidaten am Bodensee ihre Frage nach „ihrer Empathie“ mit JA beantwortet haben: eigentlich doch ein sehr weibliches Rollen-Merkmal und gar nicht männlich cool. So sehen moderne „Realpolitiker“ aus?
    Da musste man diesen unbekannten Begriff erst einmal nachgoogeln und war doch sehr erstaunt: haben ein paar Frauen im Landtag eine solche Wirkung?

    In ländlichen Gegenden im Osten, wo Besserwessis eher nur kurz verweilen, erinnert man sich noch eher an die „sozialistische Gleichmacherei“ … und hat keinerlei Kommunikations-Probleme untereinander, wobei das „Kapital“ von Karl Marx wegen miserablen Deutsch eher verpönt ist. Rätselhaft ist geblieben, weswegen dort „die Linke“ etwa zur SPD gleichziehen kann: eine Harmonie-Frage der Geschlechter?
    Vermutlich fangen erst die Probleme richtig an, wenn Besserwessi länger zu Besuch bleibt, man angestrengt den Vortragenden lauscht und nach der Abreise versucht, diese Weisheiten umzusetzen.

    Mich hat etwas erstaunt, dass Piraten ohne Fehlerroutinen solche Veranstaltungen vorbereiten.

  14. suchenwi
    30. Mai 2011 at 20:36 #

    Empathie bedeutet einfach Verständnis (oder wenigstens der Versuch dazu).

    Es gab natürlich eine Fehlerroutine, auch wenn sie spontan improvisiert wurde: nach dem eklat-mäßigen Ausstieg des Referenten rief der Piraten-Kreisvorsitzende zur Fortführung der Diskussion auf, und die wurde dann auch recht lebhaft, und selbst der Referent nahm daran teil.

    Diese Diskussion war lebhaft bis leidenschaftlich, und damit der deutlich bessere Teil des Abends. Manchmal ist es besser, man nimmt schwierige Fragen heim, als einfache Antworten.. :)

  15. Franklin
    30. Mai 2011 at 20:51 #

    Fassen wir also zusammen:

    Der Kreisverband der Piraten (Vorstand) in Konstanz hat eine Veranstaltung organisiert, bei der er nicht wusste was vorgetragen wird, und damit ist er auf die Schnauze gefallen. Nun ja, dann übt mal weiter.

  16. Markus
    30. Mai 2011 at 20:52 #

    Aha, der Vorstand, hauptsächlich wohl Ute Hauth, drescht jetzt auf den Refernten ein, den man zuvor selbst eingeladen hat. Ich war auf der Veranstaltung, und mir kam das Ganze ehrlich gesagt ziemlich getürkt vor. Haben die Piraten hier ihren eigenen Referenten gemeuchelt? Ist das normal bei denen? Ich war auch nicht ganz einer Meinung mit dem Referenten, aber das, was da ablief, war mir zuviel.

  17. suchenwi
    30. Mai 2011 at 21:04 #

    @franklin
    Die Powerpoint-Präsentation war den Vranstaltern bekannt. Der (improvisierbare) „soundtrack“ dazu jedoch nicht.

    @Markus
    Das war nicht „unser eigener“ Referent. Das war ein Auswärtiger, der eingeladen wurde, auf Wunsch wenigstens eines Mitglieds.

    Und er wurde auch nicht „gemeuchelt“, sondern hat sich selbst deutlich disqualifiziert.

  18. wak
    30. Mai 2011 at 21:23 #

    Schade, dass es kein Video und keinen Podcast gibt, damit sich alle, die nicht da gewesen sind und fröhlich mitreden, zuvor hätten auch ein Bild machen können. Falls es interessiert, ich (nicht Piratin, sondern Journalistin) war da und habe das Desaster miterlebt. Die Redakteurin des Südkurier hat sich noch während des Vortrags verdrückt. Redakteure bleiben nur ungern, wenn sie merken, dass es keine Geschichte gibt, sprich nichts Berichtenswertes passiert. Ich habe mir auch überlegt, zu gehen, bin aber noch ein bisschen geblieben und habe mich aufgrund der Diskussion und des peinlichen Abbruchs des Vortrags dazu entschieden, das Ganze zu kommentieren. http://www.see-online.info/28663/zwischenruf-benachteiligtes-geschlecht/ Der Vortrag war inhaltlich so dünn, dass ich sonst hätte sicher nichts berichten können. Ich will meine Leser ja nicht mit wenig fundierten, nicht nachprüfbaren Aussagen und Plattitüden langweilen. Die in Kommentaren vorgetragene Kritik an Ute Hauth interpretiere ich als Stimmungsmache vor der Vorstandswahl des Landesverbands der Piratenpartei. Herabwürdigende Äußerungen werde und muss ich aus presserechtlichen Gründen löschen. Das lese ich auf meinem Blog nicht so wahnsinnig gern. Was Euch Piraten fehlt, sind mutmaßlich Profis, die Kommunikation können.

  19. suchenwi
    30. Mai 2011 at 21:36 #

    „Was Euch Piraten fehlt, sind mutmaßlich Profis, die Kommunikation können.“
    Ja klar. In meinem Verständnis bedeutet „Profi“:
    (1) Für den Job ausgebildet
    (2) Für den Job bezahlt

    Beides trifft auf #Piraten nicht zu. Wir sind nicht bezahlt (ausser vielleicht Sitzungsgelder für einige #Kommunalpiraten), und ausgebildet sind wir auch nicht.

    Piraten sind Amateure (frz.: Liebhaber) in der Politik. Wir „können“ Kommunikation so gut wie jeder andere. Wir arbeiten uns ein. We are legion (ausser vielleicht im KV Konstanz). Expect us :)

  20. Franklin
    31. Mai 2011 at 06:16 #

    @19 suchenwi

    Sie müssen erkennen, daß die Piraten sich professionalisieren müssen. Leider hat das der Vorstand des KV Konstanz nicht erkannt. Auch von einem Amateur, nicht nur in der Politik, kann ich verlangen, daß er ein paar Regeln in der Kommunikation kennt, wenn er schon eine Veranstaltung durchführt. Leider wurde hier von Seiten der Piratenpartei versäumt sich mit einem Thema zu beschäftigen und eine Diskussion in Gang zu bringen, die mehrere Seiten beleuchtet. So wie es gelaufen ist, würde vorschlagen: Macht das mit den Fähnchen weiter. Das könnt Ihr!

    @17 suchenwi

    Wieso schreibt dann die Presse, der Kreisverband Konstanz lädt ein, und nicht ein einzelnes Mitglied der Piraten lädt ein?
    Die Präsentation war den Veranstaltern vorher bekannt? Nicht wahr? Das kann ich mir nicht vorstellen.

    @wak
    Es geht nicht um den Inhalt, es geht darum, daß der KV Konstanz der Piratenpartei (die Mitglieder dürften Ihnen bekannt sein), eine Veranstaltung durchführt, die weder sachlich noch kompetent vorbereitet wurde.
    Ich möchte dort kein Referent sein.

    Die Kommentare zu Frau Hauth interpretieren Sie so, ist Ihr gutes Recht, und Sie haben hier Hausrecht.
    Aber Sie müssen auch mir zustimmen, daß Frau Hauth Mitglied des Vorstandes des KV Konstanz ist, und für solche Veranstaltungen mit verantwortlich ist. Im Rahmen der Meinungsfreiheit (welche die Piraten hochhalten) muss sich u.a. Frau Hauth den Vorwurf gefallen lassen, daß hier geschlampt wurde.

    Übrigens, was interessiert mich, was parteiintern gewählt wird? Letztlich geht es darum, daß die Piraten in Konstanz auf einem guten Weg waren, und jetzt sich förmlich disqualifizieren, und da gehört der KV Konstanz dazu. Aber wenn Sie es schon ins Spiel bringen: geht es auf Landesebene nun so weiter? Dann Gute Nacht!

  21. dk
    31. Mai 2011 at 09:51 #

    @ Franklin … ein paar Regeln in der Kommunikation kennt …

    Es dürfte nicht nötig sein, die Ansprüche so hoch anzusetzen und eine Werbeagentur zu bemühen.

    Da ein Teil der Piraten beruflich IT-Literatur liest, dürfte auffallen, wie Autoren ausführlich beruflich und auch kurz privat dargestellt werden, auch um etwas Community-Feeling zu erzeugen; meistens gibt es dazu eine Website. Bei Faltblätter oder Anzeigen in Zeitschriften (bzw. Newsletter) wird bei Veranstaltungen oder Kongressen intensiv mit Stichworten über das Anliegen oder den Inhalt und Art (Workshop, Vortrag) berichtet.

    Wahrscheinlich haben die regionalen Piraten auf Erfahrungswerte anderer vertraut und sind etwas nachlässig gewesen. Als häufiger Internet-Nutzer sollte man allerdings von Beruf aus misstrauisch sein: Viren, Trojaner, Pishing usw. und die Anti-Schadsoftware-Industrie finanziell fördern.

  22. Gast
    1. Juni 2011 at 23:11 #

    Offenbar sind die Piraten von Feministinnen gekapert worden. Dabei hatte ich bis vor kurzem noch geglaubt, in den Piraten die einzige wirkliche Alternative zu den gleichgeschalteten großen Parteien zu sehen; die 2 % bei der letzten Wahl verdankte sie auch meiner Stimme. Danke für diesen die Gesinnung offenbahrenden „Bericht“, damit trete ich nun definitiv der Partei der Nichtwähler bei.

  23. Goofos
    2. Juni 2011 at 04:32 #

    Eine Stellungnahme wäre auch angebracht, wenn man solche Tweets liest:

    „miradlo Ute Hauth
    von tessarakt
    Unsere Veranstaltung war gut, weil oder obwohl sich der Referent von #Manndat blamiert hat. #Piraten #Konstanz #Jungen #Jungenförderung #fb

    miradlo Ute Hauth
    von tessarakt
    Es hat sich gelohnt gezielt auch anderes Publikum als Befürworter von #Manndat einzuladen. :) #Piraten #Konstanz #Jungenförderung #fb

    Demnach war die Störung des Vortrags eine geplante Sache wenn „gezielt“ anderes Publikum eingeladen wird welches das vorgetragene schon vorher nicht befürwortet (nennt man auch Vorurteile oder Stereotype, nur so zur Info …).

    Eine ziemlich schäbige Sache, vor allem wenn ein Vorstandsmitglied dabei involviert war. Genau so schäbig ist dann auch die Überraschung über den Aufreger von den „Veranstalter von der Piratenpartei“.

  24. Chris
    2. Juni 2011 at 10:20 #

    „Es hat sich GELOHNT GEZIELT (!!!) auch anderes Publikum als Befürworter von #Manndat einzuladen. :) “

    Und DAS hat die Veranstalterin, Ute Hauth, geschrieben ?? GEZIELTE Einladungen von MANNdat-Gegnern, und das Ergebnis zeigt, dass sich das GELOHNT hat ?

    Inzwischen drängt sich der Eindruck auf, dass der Referent von Anfang an keine Chance hatte und der Abbruch des Vortrages wohl das intendierte Ziel der Veranstalterin Ute Hauth war.

    Und diese ganze Farce wird dann von Frau Kässer („wak“) medial verwertet, die scheinheilig von „überraschten“ Veranstaltern spricht. In der Tat – schäbiger geht es nicht mehr.

  25. Franklin
    2. Juni 2011 at 18:53 #

    Da geht wohl jemand für seine politische Karriere über Leichen. Tja.

  26. Stephan Beyer
    2. Juni 2011 at 22:21 #

    Ich frage mich gerade, was das „gezielte“/bewusste Einladen Andersdenkender mit „keiner Chance des Referenten“ und „über Leichen gehen“ zu tun hat und warum das schäbig sein soll.

    Ich gehe ganz bewusst auch zu Vorträgen und Diskussionsrunden, wo Veranstalter und Themenwahl darauf schließen lassen, dass das Thema bzw. die vorgetragene Richtung nicht meiner Meinung entgegenkommt. Alles andere wäre für die Diskussion auch viel zu langweilig und liefert keinen Input.

  27. Franklin
    3. Juni 2011 at 06:12 #

    @26 darum ging/geht es doch nicht. Es geht darum, daß Referenten (egal welche Meinung sie haben) von den Veranstaltern (hier Vorstand KV Piratenpartei, und dort hauptsächlich eine Mitglied), diesen zwar eingeladen, ihn aber auch vorgeführt haben. Und das ist das eigentlich Ungeheuerliche. Jede Meinung ist wichtig für den Meinungsbildungsprozess, aber diese soll auch in einem fairen Rahmen stattfinden. Wer ein politisches Amt in der Piratenpartei bekleidet, und sich anscheinend für weitere Ämter zur Verfügung stellt, darf die o.g. Aussagen nicht ohne Zusammenhang machen.

  28. wak
    3. Juni 2011 at 08:14 #

    Erstens: Hier noch ein Link zu einem Blogbeitrag http://ur1.ca/4bxib. Zweitens: Schade, dass das wichtige Thema Benachteiligung von Jungs so zerredet worden ist und zu viele Nebenkriegsschauplätze eröffnet worden sind. Drittens: Klarstellung: Ute Hauth hat den Vortrag weder moderiert – so habe ich es im Hörsaal an der Uni Konstanz erlebt – noch hatte sie vor der Veranstaltung die Pressemitteilung verschickt – ich habe sie gerade noch einmal herausgesucht – , sie saß im Auditorium und eröffnete – so wie ich mich erinnere – noch nicht einmal die Debatte. Viertens: Es wäre zu hoffen, dass der Referent seinen Vortrag vor seinem nächsten Auftritt überarbeitet und es nicht noch einmal zu so vielen Missverständnissen und Anwürfen kommt, die eher dazu führen, Gräben aufzureißen statt neue Perspektiven zu eröffnen. Fünftens: See-Online bedankt sich für die Beiträge und Kommentare zu diesem Thema und schließt eine Woche nach der Veranstaltung die Diskussion.