Pfandflaschen aus Plastik mit Antialkoholischem in Konstanz bei Rock am See erlaubt

Countdown fürs Open Air Festival mit den Toten Hosen im Konstanzer Bodenseestadion

Headliner am Samstag sind die Toten HosenKonstanz (wak) Zuerst kommen die Trucks und dann die Fans. Im Konstanzer Bodenseestadion haben die Aufbauarbeiten fürs Open Air Festival Rock am See für Samstag, 28. August, begonnen. Die Wetterprognosen mit angesagten Temperaturen um die 20 Grad sind eher ideal. Noch können Fans Karten im Vorverkauf kaufen. Gute Nachrichten gibt es außerdem für alle, die antialkoholische Getränke mit ins Stadion bringen möchten: Der Konstanzer Konzertveranstalter KOKO Entertainment ist großzügig. Plastikpfandflaschen mit bis zu 1,5 Litern mit nicht alkoholischen Durstlöschern sind erlaubt.

32 Trucks bringen Bühne, Licht und Ton

In Konstanz hat der Countdown für Rock am See begonnen. Produktionsleiter Michael Mantau ist bereits vor Ort. Insgesamt werden 32 Trucks Richtung Stadion rollen. So lange wie möglich soll der Parkplatz am Freibad Horn für Strandbadbesucher geöffnet bleiben, sagt Monika Kolar von KOKO. 20 Trucks bringen Material wie Bühnenteile, Rasenschutznetz, Zäune und Gitter, Garderobe, Zelte oder Theken für die Gastronomie. Sechs Brummis bringen die Bühnentrailer. Das sind mehr als 50 Tonnen Stahl. Außerdem fahren sechs Produktionstrucks mit Licht- und Tontechnik zum Gelände. Zum ersten Mal wird es links und rechts von der Bühne auch 25 Quadratmeter große Video Walls geben. Shuttles für die Künstler sind eingerichtet. Der Headliner, die Toten Hosen kommen oft schon früh ins Stadion, so Monika Kolar. Die Ansprechpartnerin für Medien erinnert sich außerdem an legendäre After Show Partys mit den Hosen. Sie haben in Konstanz nach dem Konzert auch schon Fußball gespielt.

KOKO erwartet 25.000 Fans im Stadion

Mit 25.000 Besuchern wäre das Konstanzer Bodenseestadion ausverkauft. KOKO rechnet damit, dass das Festival bei seiner 25. Auflage an der 25.000 Besucher Grenze vorbei schrammen könnte. Es könnte „volles Haus“ geben, sagte Monika Kolar drei Tage vor dem Festival. Auf alle Fälle gebe es aber noch Tickets an der Tageskasse.

Plastikpfandflaschen und Fotohandys erlaubt

Nett ist KOKO zu den Fans. Pfandflaschen aus Plastik mit bis zu 1,5 Litern, die mit Limo oder Wasser gefüllt sind, sind kein Problem. Alkoholische Mixgetränke sind aber genauso wie Glas verboten. „Wodka geht nicht“, so die Sprecherin von KOKO. Auch Vesperbrote in Tupperware sind erlaubt. Draußen bleiben müssen dagegen Tetrapacks wegen des Müllproblems. Wie bei allen Open Airs sind Bild und Tonaufnahmen im Stadion verboten. Kleine Digitalkameras und Fotohandys dürfen die Fans aber mitbringen.

Busshuttle zum Konstanzer Stadion

Zwischen dem Parkplatz beim Flughafen, der Fähre, dem Bahnhof und dem Stadion verkehren kostenlose Shuttlebusse. Besuchern von Rock am See, die mit der Autofähre nach Konstanz kommen, empfiehlt der Konzertveranstalter das Auto in Meersburg stehen zu lassen und zu Fuß überzusetzen. Die An- und Abreise sei so bequemer. Die Eichhornstraße ist am 28. August für den Autoverkehr gesperrt. Für alle Kurzentschlossenen gibt es noch Karten für 58 Euro im Vorverkauf und für 65 Euro an der Tageskasse (am Veranstaltungstag ab 10 Uhr geöffnet). Einlass ins Bodenseestadion ist am 28. August ab 11 Uhr; Beginn von Rock am See ist um 13 Uhr.

ROCK AM SEE DIE TOTEN HOSEN * THE KOOKS * WIZO * SKUNK ANANSIE * KATE NASH * FRISKA VILJOR * STATE RADIO 28. August 2010 Konstanz, Bodenseestadion

Hier geht es zu einem Beitrag über 25 Jahre Rock am See und einem Überblick über die Headliner und das Programm mit Hörproben auf YouTube.

4 Kommentare to “Pfandflaschen aus Plastik mit Antialkoholischem in Konstanz bei Rock am See erlaubt”

  1. dk
    25. August 2010 at 12:43 #

    @ Plastikpfandflaschen mit … nicht alkoholischen Durstlöschern sind erlaubt.

    Dann sind moderne Jugendliche und junge Erwachsene wenig kreativ.

    Vor etwa 25 Jahren ist man in einen „roten Studentenzug“ hineingerutscht, der Sardinen-eng war und man auf einem Bein stehen musste, was dann auch kribbelnd eingeschlafen ist.
    Kleinkinder wurden über 5-10 m Entfernung über die Menge hinweg gereicht; die anonyme Studentin hatte die Aufgabe, an der Toilette dem Kind behilflich zu sein. Heutige „Street Partys“ wirken stimmungsmässig etwas bemüht.

    In meinem Umkreis wurde eine Thermosflasche mit „Braunem“ herumgereicht und jeder nahm einen Schluck daraus. Nur der Polizist neben mir antwortete: Nein danke, ich bin noch im Dienst. Auf die gleiche Frage antwortete ich in gelöster Stimmung „danke, ich habe schon“ und alles grinste leicht.
    Im Ziel bei Bekannten wurde man aufgeklärt, dass „Brauner“ eigentlich Wodka ist.

    Erst später im Zug als man sich zwischen Personen durchquetschen konnte, hat mich einer der Ober-Spassmacher ausgequetscht und man musste offenbaren, dass man kein „Einheimischer“ ist.
    Das Gespräch wurde danach schnell sachlich und informativ: ohne Witze, aber trotzdem freundschaftlich.
    Das sind Momente, wo man stockbesoffen trotzdem glasklar denken und handeln kann (aber kein Fahrrad oder Auto fahren sollte).

  2. wak
    25. August 2010 at 12:55 #

    Vorsicht vor alkoholischen Mixgetränken. Die Security hat einen ganz guten Riecher.

  3. dk
    25. August 2010 at 13:40 #

    Zusatzinfo:
    den Begriff „Brauner“ sollte man durch „Russ.Cola“ ersetzen;
    statt “danke, ich habe schon” sollte es heissen “danke, ich habe AUCH schon”.

    Es lag eine zeitliche Verwechslung vor, was meine Naivität in der Situation etwas mindert.
    Beim Schreiben war man zwar nüchtern, aber Finger und Hirn nicht ganz im Einklang.

  4. dk
    25. August 2010 at 21:16 #

    @ Die Wetterprognosen mit angesagten Temperaturen um die 20 Grad sind eher ideal.

    Nach dem Internet von heute abend soll es ab Freitag regnen.
    Es kommen Zweifel auf, ob man das Wort „Sommer“ in seinem Wortschatz behalten soll.

    Um einen mittelgrossen Haufen Erdreich durchzusieben, benötigt man einige Tage Sonne für trockene Erde; dieses ist scheinbar schon seit Wochen nicht mehr möglich.

    Die Tourismusbetriebe dürften ins Grübeln kommen und ihr Wohl eher bei den kurzfristigen Tagesurlaubern suchen, sofern dieses Jahr beispielhaft für die Zukunft sein sollte.

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