Piratenpartei ruft zum „Tag des GEZ-Hausverbots“ auf

Bundesvorsitzender Sebastian Nerz meldet sich mit praktischem Tipp

Berlin/Konstanz. Wem es heute zu heiß ist, der könnte entweder zum Abkühlen ins Wasser springen oder aber sich mit der GEZ anlegen. Zumindest weist darauf die Piratenpartei hin.

Hausverbot für GEZ-Gebührenbeauftragten

Vor einem Jahr stellte das Amtsgericht Bremen fest, dass das Hausrecht über dem Recht der GEZ- „Gebührenbeauftragten“ steht. Damit ist es möglich, den Mitarbeitern der GEZ ein generelles Hausverbot für die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück zu erteilen. Auf diese noch weitgehend unbekannte Tatsache weist die Piratenpartei alle Bürger hin, die unter den weiter andauernden GEZ-Schnüffeleien leiden.

Piraten sprechen von Hausfriedensbruch

Vielen ist nicht bewusst, dass die Mitarbeiter der GEZ kein Recht haben, sich in ihrer Wohnung oder auf ihrem Grundstück umzuschauen«, stellt Sebastian Nerz, Vorsitzender der Piratenpartei, klar. »Sollte ein GEZ-Mitarbeiter uneingeladen und ohne ihre Erlaubnis so etwas tun, so ist das Hausfriedensbruch.« Hausfriedensbruch ist eine Straftat, die mit bis zu einem Jahr Haftstrafe geahndet werden kann. Noch bis zu drei Monaten nach dem Vorfall kann Strafanzeige erstattet werden.

Piraten stellen Formular bereit

Man kann solchem Verhalten einen Riegel vorschieben«, so Nerz weiter, »indem man vorsorglich der GEZ mitteilt, für ihre Mitarbeiter gelte ein generelles Hausverbot. Das geht formlos und muss sofort von der GEZ befolgt werden.«

Vorformulierte Musterschreiben an die Gebühreneinzugszentralen in den jeweiligen Bundesländern können aus dem Netz heruntergeladen werden.

Foto: wak/Bundesvorsitzender Sebastian Nerz (links) und André Martens, der Landesvorsitzende, und Ute Hauth aus Konstanz, Mitglied des Landesvorstands der Piratenpartei.

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