Piratiges Weihnachten: Konstanzer Kinder singen Gema frei

Merry Christmas Verwertungsgesellschaft Musikedition – 41 Liederbücher zum Kopieren in Konstanz verteilt

Konstanz. Konstanzer Kinder sollen GEMA frei singen. Noch rechtzeitig vor Heiligabend hat die Piratenpartei am Mittwoch in Konstanz Liederbücher mit Weihnachtsliedern an Konstanzer Kinder und Kindergärten verteilt.

Fortsetzung mit Kinderliedern

Die Weihnachtslieder dürfen allüberall gesungen und kopiert werden. Sie sind linzenzfrei. Ute Hauth, Landtagskandidatin der Piraten im Wahlkreis Konstanz, sagte bei einer symbolischen Übergabe der Weihnachtsliedersammlung auf dem Konstanzer Münsterplatz, sie wünsche sich, dass jetzt auch die Eltern aktiv werden. Konstanzer Eltern, die GEMA freie Kinderlieder sammeln möchten, können sich an die Piratenpartei wenden. Ute Hauth versprach den piratigen Eltern mit Links und Tipps zu helfen.

Hier geht es zum GEMA freien Liederbuch zum kostenlosen Download:

http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/nachrichten/gemeinfreie_notenblaetter_fuer_advents-_und_weihnachtslieder_3_update-588

4 Kommentare to “Piratiges Weihnachten: Konstanzer Kinder singen Gema frei”

  1. CDU Wähler
    22. Dezember 2010 at 23:43 #

    Die Piratenpartei will wohl verhindern das die Urheber von Musik vertreten durch die gema für ihre harte Arbeit enlohnt werden. Das finde ich einfach nicht richtig, solche Aktionen untergraben nur das Vertrauen der Bevölkerung in unser bewährtes Urheberrecht. Das kann und darf nicht sein.

  2. Wanred
    23. Dezember 2010 at 10:14 #

    @CDU Wähler
    Ich hoffe einfach das das was sie geschrieben haben Ironie darstellt.
    Im Fall der Kindergärten wird nicht etwas das Recht der der Musiker vertreten, die sind bei den klassischen Weihnachtslieder alle mehr als 70 Jahre verschieden. Das Liedgut an sich ist also gemein-frei. Die GEMA zieht die Gebühren für die Notenblätter ein und für die sogenannte GEMA-Vermutung, die ihr erlaubt Gebühren einzuziehen, wenn nicht bewiesen ist, das nur GEMA freie Musik aufgeführt wird.
    Durch das neu setzen der Notenblätter und das Lizenzfreie Veröffentlichen nimmt also niemand auch nur einem Künstler verdientes Geld weg.
    Auch die CDU sollte sich lieber mal überlegen ob die GEMA hier nicht die kulturelle Entwicklung unserer Kinder beeinträchtigt. Bildung, auch kulturelle Bildung muss in unserem Land kostenfrei sein, alles andere können wir uns nicht leisten.

  3. Hinterwäldler
    23. Dezember 2010 at 10:21 #

    In einem irrst du lieber CDU-Wähler: Die in den KiGa und auf den Weihnachtsmärkten erhobenen Gebühren bekommen nicht die hart arbeitenden Künstler, denn die sind meist schon verblichen und hat das zeitliche gesegnet, sondern allein die freundlichen Mitarbeiter der GEMA und stillen Teilhaber des Unternehmens als zusätzliches Weihnachtsgeld.

    Immerhin hat die Partei der Ikone für Kinderfreundlichkeit (Layen, Guttenberg, Schröder, Maizière) mit Zustimmung der Partei der 3% Wählerschaft die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen und im Gegenzug das Kindergeld auch für KiGa-Kinder um ein paar €us erhöht. Da wird es wohl noch machbar sein, das geschäftsunfähigen Kinder (siehe BGB) ihren GEMA-Beitrag ordnungsgemäß und in voller Höhe entrichten, wenn sie schon die speziell für sie erfundenen Lieder zum Fest singen wollen? Oder? Lassen wir das Fest wegen dieser Kleinigkeit etwa ausfallen?

    Für mich bekommt der Begriff „Wutbürger“ eine zusätzliche Bedeutung. Eine alte deutsche Volksweisheit lautet und ist absolut Gema-frei:
    „Dort wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder.“
    (Kann zusätzlich ins Liederbuch der Piratenpartei als Untertitel aufgenommen werden.)

  4. dk
    23. Dezember 2010 at 22:19 #

    Für kurzweiligen Zeitvertreib sind Puzzles gut geeignet, wobei keine Lärmbelästigung entstehen kann: erst kräftig „shuffeln“ und dann auf ein Teil neben der „Lücke“ klicken, damit es in die „Lücke“ verschoben wird. Die Anzahl der Zeilen, Spalten, „Shuffles“ u.a. kann verändert werden.

    http://www.2meter3.de/jqPuzzle/#howto

    Wenn Piraten Klangnoten abschreiben, dürften sie auch hierbei ihre Hilfe anbieten.
    Vielleicht wird dann auf der grossen Medien-Podiums-Diskussion „geshufflet“.

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