Platz vier bei Ranking „Mittelstandsbank des Jahres“

Internationales Bankhaus Bodensee AG: Erfolgreich in schwierigen Zeiten

Friedrichshafen (sig) Die Internationales Bankhaus Bodensee AG (IBB) ist sicher durch das „Jahr eins“ nach Ausbruch der internationalen Finanzkrise gekommen und hat das Jahr 2009 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. In seiner jährlichen Bilanzpressekonferenz präsentierte der Vorstand gestern eine erneute Gewinnsteigerung sowie Volumenszuwächse im Unternehmens- und Immobilienkundengeschäft. Auch in das neue Geschäftsjahr ist das mit frischem Kapital ausgestattete Bankhaus gut gestartet; der Vorstand blickt daher recht optimistisch in die Zukunft.

Im Branchenvergleich gut geschlagen

Die beiden Vorstände Klaus Gallist und Dr. Axel Storck blickten sehr zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Vor dem Hintergrund der nach wie vor angespannten Wirtschaftslage habe sich die IBB — auch im Branchenvergleich — außerordentlich gut geschlagen. Das Betriebsergebnis (vor Steuern) konnte um 34,6 Prozent auf 3,5 Millionen Euro gesteigert werden. Der Bilanzgewinn (in Höhe des Jahresüberschusses) legte um über 17,6 Prozent auf 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: 1,7 Millionen Euro) zu. Zudem wurde erstmals ein Betrag von 1,0 Millionen Euro als offene Rücklage in den so genannten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ eingestellt.

Bank ohne Liquiditätsprobleme

Storck berichtete, dass der Bank durch ihre Gesellschafter zum Jahresende 2009 – aus einem mehrere Maßnahmen umfassenden Eigenkapitalerhöhungspaket in Höhe von insgesamt 15,0 Millionen Euro – neues Eigenkapital zugeführt worden sei. Für 2010 seien weitere Kapitalmaßnahmen, zum Beispiel eine Grundkapitalerhöhung, vorgesehen bzw. schon abgeschlossen worden. Deshalb werde der Jahresüberschuss 2009 ausnahmsweise vollständig ausgeschüttet. Storck betonte: „Die IBB hat keine Liquiditätsprobleme. Vielmehr sollen durch die Stärkung des Eigenkapitalpolsters das für die nächsten Jahre geplante Kreditwachstum und die damit verbundenen Erträge ermöglicht werden.“

Bilanzsumme nur bedingt Indikator für Wachstums- und Vertriebskraft

Die Bilanzsumme, bei der IBB allerdings nur bedingt als Indikator für ihre Wachstums- und Vertriebskraft geeignet, nahm um 8,7 Prozent auf 756,9 Millionen Euro zu. Nach wie vor lagere die Bank — so Gallist – ihre Hypothekendarlehen aus dem „Vermittelten Kapitalanlegergeschäft“ zum Zweck der Eigenkapitalentlastung an Bankenpartner aus (2009: 113,7 Millionen Euro). Daher schlage nur ein Teil des gesamten Kreditneugeschäfts dauerhaft zu Buche. Die tatsächlich akquirierten und betreuten Forderungen – einschließlich der ausplatzierten Darlehen – lägen bei 1,149 Milliarden Euro (ein Plus von 12,3 Prozent). Das hiervon bilanzierte Forderungsvolumen sei mit 706,7 Millionen Euro um 9,4 Prozent angewachsen.

Anstieg beim Zinsüberschuss

Der starke Anstieg beim Zinsüberschuss des Vorjahres konnte mit einer Zunahme von 5,2 Millionen Euro oder 31,5 Prozent sogar noch übertroffen werden. Der Vorstand führte dies auf den weiteren Ausbau des gewerblichen Immobilienkundengeschäfts und des Derivate-Geschäfts sowie den erneut gesteigerten Margenbarwert aus Forderungsverkäufen (4,7 Millionen Euro) zurück.

Vierte bei Ranking „Mittelstandsbank des Jahres“

Positiv bestätigt wird diese Geschäftsstrategie durch das Ergebnis des Wettbewerbs „Mittelstandsbank des Jahres“ (ausgerichtet vom Wirtschaftsmagazin „Markt und Mittelstand“). Aus dem Stand hatte das Bankhaus den vierten Platz von 100 teilnehmenden Banken erreicht. Basis für dieses erfreuliche Ergebnis waren die positiven Kundenvoten, die in einer anonymisierten Fragebogenaktion erhoben wurden. Die mittelständischen Firmenkunden schätzen an der IBB demnach: kurze Entscheidungswege, hohe Gesprächskompetenz, individuelle Betreuung und innovative Finanzierungslösungen.

Zahl von Kundendepots steigt

In den Kurseinbrüchen des Vorjahres sah Storck begründet, dass die Anlagekunden im Jahr 2009 bei Investments in Aktien, Fonds und Zertifikaten noch recht verhalten agierten. Dennoch konnten die Provisionserlöse im Bereich Anlagemanagement, der sich mit der Wertpapierberatung vermögender und vermögensaufbauender Privatkunden befasst, ebenfalls leicht gesteigert werden. Dem Trend der steigenden Zahl von Kundendepots — 1.699 im Vergleich zu 1.625 im Vorjahr – habe auch das betreute Anlagevolumen mit einer Zunahme von 20,1 Prozent auf 439,2 Millionen Euro folgen können. Auch einer jährlichen, repräsentativen Benchmark-Studie (Performance-Vergleich von siebzehn Privatbanken) zufolge liege die IBB bei Anlagevolumina und -erträgen deutlich über den Vergleichswerten und stets im Vorderfeld.

Erfreulichen Ergebnisse in schwieriger Zeit

Trotz der äußerst erfreulichen Ergebnisse, die die IBB in einer für viele Kreditinstitute recht problematischen Zeit erzielen konnte, kündigen die beiden IBB-Vorstände für 2010 die grundsätzliche Beibehaltung des eingeschlagenen Konsolidierungskurses an. Dazu Storck: „Aufgrund unserer Investitionen in Personal und Bankinfrastruktur ist die Bank organisatorisch gut aufgestellt und kann ihre Kapazitäten effizient nutzen. Mit unserem Projekt ,IBB-Kostenmanager‘ wurden zudem intelligente und nachhaltige Kosteneinsparungen auf den Weg gebracht.“

Vorsichtiger Optimismus

Insgesamt zeigte sich der Vorstand vorsichtig optimistisch. „Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die unsicheren Konjunkturaussichten lassen keine übermütigen Planungen zu“, so Gallist. „Dennoch streben wir weiterhin ein gesundes Wachstum im Anlagemanagement, im Unternehmenskundengeschäft und insbesondere bei den Immobilienfinanzierungen an.“ Für die nächsten Geschäftsjahre sei, verbunden mit einem leichten Personalaufbau sowohl in der Beratung als auch in der Marktfolge, eine Verstetigung des sehr guten Betriebsergebnisses geplant.

Historie des Internationalen Bankhauses Bodensee

Die Internationales Bankhaus Bodensee AG (IBB) wurde 1996 von einem internationalen Gesellschafterkreis in Friedrichshafen gegründet. Ihre Aktionäre sind zu 90 Prozent die Würth Finanz-Beteiligungs-GmbH, Künzelsau, und zu 10 Prozent die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Bregenz (Österreich). Die IBB setzt ihre Schwerpunkte in den beratungsintensiven Bereichen Unternehmenskunden (Mittelständisches Firmenkundengeschäft und Financial Engineering), Anlagemanagement (für vermögende und vermögensaufbauende Kunden) und Immobilienfinanzierungen (Kapitalanleger und Gewerbliche Immobilien).

Foto: Siegfried Großkopf/Die Vorstände des Internationalen Bankhauses Bodensee (IBB), Klaus Gallist (links) und Dr. Axel Stork, legten ihre Bilanz vor.

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