Polizei schließt weitere Morde am Bodensee nicht aus

Noch keine Spur vom Mörder der Taxifahrerin – Keine Entwarnung nach Gewaltverbrechen

Konstanz/Singen/Hagnau/Friedrichshafen (wak) Die Polizei am Bodensee gibt nach den Überfällen auf zwei Taxifahrerinnen und dem Mord an einer der beiden Frauen noch keine Entwarnung. Die Polizei befürchtet, dass sich der Täter noch in der Region aufhält und weitere Taten begehen könnte. Markus Sauter, Sprecher der Polizeidirektion Friedrichshafen, sprach von einer „hohen Gefährlichkeit“ des Täters. Er bittet die Bevölkerung, insbesondere Taxi- und Autofahrer, sehr vorsichtig zu sein.

Weitere Verbrechen nicht auszuschließen

Offenbar befürchtet die Polizei weitere Taten. Online-Medien zitieren heute einen Sprecher der Polizeidirektion Konstanz, der offenbar sagte, die Polizei müsse nach den zwei brutalen Verbrechen damit rechnen, dass „noch etwas kommen könnte“. Markus Sauter, Sprecher der Polizei in Friedrichshafen sagte See-Online.info: „Wir können nichts ausschließen“. Die Polizei wolle aber auch nicht „den Teufel an die Wand malen“. Bild-Online bezeichnete den Täter mittlerweile als den „unheimlichen Taxi-Ripper“. Der SWR fragte Kriminalpsychologe Udo Frank vom Zentrum für Psychiatrie Weissenau nach. Auch er sagte laut SWR, da die Verbrechen innerhalb von 24 Stunden stattfanden, müsse der Druck des Unbekannten enorm hoch sein. Das mache die Gefahr groß, dass er erneut handele.

Spur des Mörders verliert sich in Friedrichshafen

Die Polizei arbeitet unter hohem Fahndunsgdruck. Eine etwa 40-köpfige Sonderkommission ermittelt. Die Polizeireviere haben ihren Streifendienst erhöht. Heute Nachmittag erwartet die Polizei weitere Verstärkung durch Beamten der Bereitschaftspolizei. Die Polizei plant den Weg des Täters von Hagnau bis nach Fischbach, wo er mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Radgruppe aus den Niederlanden traf, noch einmal zu Fuß abzugehen. „Fast von Haus zu Haus“, sagte Polizeisprecher Sauter. Die Polizei hofft, dass Zeugen möglicherweise entscheidende Beobachtungen gemacht haben könnten. In Friedrichshafen hat sich die Spur des Mörders verloren, so der Polizeisprecher.

Keinerlei Hinweise auf das Fahrrad

Keinerlei Hinweise gibt es bisher auch auf das Fahrrad, mit dem der mutmaßliche Täter unterwegs war. Ein solches Fahrrad wurde offenbar weder als gestohlen gemeldet noch ist es bisher gefunden worden. Fest steht nur, dass der Mörder, nachdem er die Taxifahrerin in Hagnau erstochen  hatte, höchst wahrscheinlich mit dem Fahrrad in Richtung Friedrichshafen fuhr. Ins Taxi gestiegen war der Täter am Friedrichshafener Bahnhof. „Wir werden damit noch gezielt an die Öffentlichkeit gehen“, so Sauter.

Täter kann sich überall aufhalten

Zunächst hatte die Polizei vor allem in Hagnau und Kirchberg nach dem brutalen Mörder gesucht, der zuvor schon das Verbrechen im Kreis Konstanz begangen hatte. Nachdem die niederländischen Radreisenden am Nachmittag von ihrer Begegnung mit dem mutmaßlichen Täter berichteten, konzentrierte sich die Suche der Polizei auf die Stadt Friedrichshafen. Zwischen den beiden Verbrechen hatte der Mörder die Insel Mainau besucht und anschließend im Taxi seines zweiten Opfers und noch zusammen mit der Frau mit der Autofähre Konstanz-Meersburg den See überquert. In die Taxis seiner Opfer gestiegen war der Täter in Singen und Friedrichshafen. Der Bodenseeradweg, auf dem der Mörder offenbar nach der zweiten Tat unterwegs war, führt rund um den Bodensee.

Hier noch einmal die Warnmeldung der Polizei.

Ein Kommentar to “Polizei schließt weitere Morde am Bodensee nicht aus”

  1. Heinz-Werner Geisenberger
    11. Juni 2010 at 09:19 #

    Schrecklich, diese beiden Verbrechen. Hoffentlich wird (werden) der (die ?) Täter geschnappt, bevor weitere Frauen in Gefahr kommen.
    Zum Thema Taxifahrt, Mord, Mörder, Strafvollzug und Hafturlaub eines Mörders habe ich ein Stück für den Hessischen Rundfunk geschrieben. Daran muss ich spontan denken:
    http://www.youtube.com/watch?v=MobGxa7DDgc&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=inYuioHzDw0&feature=related

    Heinz-W. Geisenberger, Duisburg

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