Polizei sucht nach Taxi-Mord jetzt in Waldstücken und Schrebergärten

Mutmaßlicher Mörder und Vergewaltiger bleibt nach Verbrechen am Bodensee abgetaucht

Kreis Konstanz/Bodenseekreis (red) Der gefährliche Täter, der in Singen eine 44 Jahre alte Taxifahrerin vergewaltigt und lebensgefährlich verletzt hat und einen Tag später eine 32 Jahre alte Taxifahrerin in Hagnau ermorderte, bleibt verschwunden. Polizeibeamte suchen jetzt auch in Waldstücken und Kleingartensiedlungen. Die Polizei am Bodensee hat deswegen auch noch keine Entwarnung gegeben. Sie bittet die Bevölkerung weiterhin um Vorsicht. Nicht auszuschließen ist, dass der mutmaßliche Mörder noch eine weitere Tat begeht.

Sonderkommissionen zusammengelegt

Auf Grund der hohen Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Verbrechen in Singen im Kreis Konstanz und in Hagnau im Bodenseekreis von ein und demselben Täter begangen wurden, sind die Ermittlungsgruppe „Hohentwiel“ der Polizeidirektion Konstanz und die Sonderkommission „Taxi“ der Polizeidirektion Friedrichshafen zu einer gemeinsamen Sonderkommission zusammen gelegt worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Konstanz und die Polizeidirektion Friedrichshafen am Freitagabend mit.

Polizei durchkämmt Wälder und Kleingartensiedlungen

Um weiterer Erkenntnisse zu gewinnen, hält die Polizei den Fahndungsdruck hoch und überprüft seit Freitagvormittag im gesamten Bodenseekreis auch mögliche Verstecke wie zum Beispiel Waldstücke, Schrebergärten oder landwirtschaftliche Gebäude. Hierbei nehmen die Beamten auch gezielt Kontakt zu Landwirten und deren Erntehelfer auf und verteilen Flugblätter auch in polnischer und rumänischer Sprache. Die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um ihre Aufmerksamkeit und weist auf die Gefährlichkeit des gesuchten Verbrechers hin.

Polizei geht mehr als 400 Spuren nach

Zwischenzeitlich geht die Sonderkommission „Taxi“ mehr als 400 Spuren und Hinweisen nach. Bislang gibt es jedoch keine neuen Erkenntnisse zum derzeitigen Aufenthaltsort des mutmaßlichen Mörders und Vergewaltigers. Wie bereits berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Konstanz für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Sonderkommission Taxi unter Tel. 07541/701-2029 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Die Polizei hat bereits am Donnerstag ein Phantombild des mutmaßlichen Mörders auf ihrer Website und auf Flugblättern veröffentlicht.

3 Kommentare to “Polizei sucht nach Taxi-Mord jetzt in Waldstücken und Schrebergärten”

  1. logo
    11. Juni 2010 at 19:38 #

    Es ist schrecklich wie die Polizei logisches Denken vermissen läßt, trotz Hinweisen schwere Versäumnisse begeht während eine ganze Region in Angst und Schrecken lebt.
    Ich bitte nun jeden Leser nur unvoreingenommen auf Logik und Plausibilität zu achten und nicht darauf ob es vorstellbar ist dass die Polizei irrt und ein anonymer Kommentator hier einen Volltreffer landet.

    Wenn man die Informationen und Fakten analysiert kristalisiert sich folgendes heraus:

    1.) Der Täter scheint nicht aus der Region zu kommen sondern touristisch unterwegs zu sein, die Taten sind Gelegenheitstaten.
    2.) Um dem Täter näher zu kommen, muss man den touristischen Aspekt verstehen.
    3.) Er hat sowohl viel Zeit, als auch ein ursprüngliches Ziel.
    4.) Ich vermute sein Ziel war die geplante aber abgesagte Beachparty Hagnau. (Genau dort endete auch die tödliche Taxifahrt.)
    5.) Weil er viel Zeit hat, kam er Tage früher.
    6.) Ich tippe auf Psychodrogen, z.B. Extasy, AUCH deshalb das ausrasten.
    7.) ER HAT EINEN STARKEN BEZUG ZU BAHNHÖFEN, ZUR BAHN, beide Taten begannen dort. Ich vermute, er reist mit einem Bahn-Pauschalticket.
    8.) Nach der Tat wollte er nach Manzell, dort war der nächste Bahnhof.
    9.) Meine Meinung: Er ist wieder zu Hause jetzt, weiter gefährlich aber die Spur brach ab.
    Ohne überbrückende richtige Hypothese (die sich beim Überprüfen als Volltreffer erweist), wird es schwer, weil die Spur abbrach.

    Es war richtig zur Vorbeugung Taxifahrer und Autofahrer zu warnen, aber zur FAHNDUNG ist was die Polizei veröffentlicht nicht ausreichend.
    Viel stärker hätten da Bahnreisende in den Zeugenaufruf einbezogen werden müssen, die Bedeutung des Themas BAHN kommt in den Medien überhaupt nicht rüber.

    Es ist für mich sehr wahrscheinlich: Der Verrückte sitzt seit Mittwochabend zu Hause und lacht sich kaputt über die Suche in den Schrebergärten von FN. Diese Suche ist richtig, aber die öffentliche Fahndung daneben ist katastrophal falsch, es gibt bisher in keinstem Fall einen ausreichenden Blick in die wahrscheinlichste Richtung, es gibt keinen Fahndungsdruck auf einen Täter der längst irgendwo in Deutschland oder Schweiz oder gar darüberhinaus wieder zu Hause ist.
    Es braucht den Aufruf, dass überall in Deutschland etc. Leute auf die diese Beschreibung passt und die zu einem Kurzurlaub weg waren sich in ihrem Umfeld dezent einen gewissen Anlass nahegelegt bekommen, von sich aus Argumente zu erwähnen, warum sie unverdächtig sind. Soviele Leute sind das nicht und sowas soll ja auch freundlich und unhysterisch ablaufen, aber bisher wird an diese wichtigen Dinge überhaupt nicht gedacht.
    Für eine Soko ist das ein Armutszeugnis, hier fehlt es an Intelligenz, logischem Denken und Instinkt.

  2. Seeblicke
    12. Juni 2010 at 08:21 #

    @logo: Aua ………
    Wo bleibt denn da die geforderte Logik und Plausibilität?
    Ich will jetzt nicht in die Details einsteigen, aber dieser Kommentar ist diletantische Kaffesatzleserei und versteigt sich in seiner Schlussfolgerung in polemischen Unterstellungen.

  3. Klaus
    15. Januar 2011 at 23:33 #

    Seeblicke,
    Ich habe ein gutes Archiv und das gut verteilt, örtlich und im Internet.
    Ich speichere nach jedem Beitrag den ich schreibe die ganze Seite und ich habe zusätzlich noch ein Gedächtnis.

    Hello again!

    Heute weiß man mehr, damit das Dir auch so geht, schau einfach hier
    http://www.schwaebische.de/forum/showthread.php?p=7070#post7070
    und hier
    http://www.see-online.info/24552/verteidiger-im-taximordprozess-mandant-psychisch-krank/comment-page-1/#comment-1152

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