Promptes Dementi aus Stuttgart „Mappus mit der Papstfigur nicht befasst“

Peter Lenk schreibt Offenen Brief an Konstanzer Oberbürgermeister

Konstanz (wak) Das Staatsministeriums Baden-Württemberg hat die Behauptung zurückgewiesen, Ministerpräsident Stefan Mappus wolle, dass die satirische Papstfigur aus dem Konstanzer Bahnhof entfernt werde. So sagte es ein Mappus-Sprecher am Dienstag See-Online. Die Behauptung aufgestellt hatte am Montagabend der Bildhauer Peter Lenk und sich auf eine Aussage bezogen, die laut Lenk der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank ihm gegenüber gemacht habe.

Mappus-Sprecher weist Verdacht zurück

Auf die Frage ist es richtig, dass Herr Mappus Kenntnis von den Vorgängen in Konstanz hat und dass er möchte, dass die Papstfigur entfernt wird, gab es ein klares Dementi aus Stuttgart. „Dazu sagen wir nur Folgendes: Das weisen wir komplett von uns“, sagte ein Pressesprecher des Staatsministeriums gegenüber See-Online. Ministerpräsident Stefan Mappus sei mit dem Punkt nicht befasst gewesen. Damit stellte der Mappus-Sprecher auch klar, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen finanziellen Zuwendungen des Landes anlässlich des Konziljubiläums und dem Verbleib der Papstfigur im Konstanzer Bahnhof gebe.

Künstler von Offenheit des OB überrascht

Derweil schrieb Lenk am Dienstag einen offenen Brief an den Konstanzer Oberbürgermeister. „Ihre Offenheit bei unserem gestrigen Gespräch hat mich positiv überrascht“, ließ Lenk Horst Frank wissen. „Sie bestätigten meinen Verdacht, dass Sie von führenden CDU Politikern dieser Landesregierung (Mappus &Co) dazu genötigt werden, meine Figur entfernen zu lassen.“

Hoffmann und Fehrenbach nur Handlanger

Lenk weiter: „Generalsekretär Strobel und Innenminister Rech lieferten in der Bildzeitung vom 29.4. über unseren ,splitterfasernackten Papst Benedikt XVI.‘ ja schon einen Vorgeschmack. Die hiesigen CDU Vertreter Hoffmann und Fehrenbach sind nur Handlanger.“ Die Episode der Provinzposse, in der die Bildzeitung eine wenig rühmliche Rolle spielte, wiederum war auch dem Sprecher des Staatsministeriums bekannt, wie er See-Online sagte.

Nicht rechtswidrig handeln

Weiter appellierte Lenk in seinem offenen Brief an den OB: „Ich verstehe, dass Sie die Stadt bezüglich der Konzil-Feiern vor  Schaden bewahren wollen, doch bedenken Sie die Rechte der Künstler. Einen Eingriff in das Kunstwerk und sei es zum Zwecke der Entfernung ist ohne meine Zustimmung nicht zulässig ( §§ 97ff,,,14 ff UrhG, §§ 823 Abs.1 und 2, 1004, 985ff.BGB). Die Bedingungen für meine Zustimmung habe ich Ihnen mitgeteilt und ich empfehle Herrn Henneberger nicht rechtswidrig zu handeln. Gerade im Hinblick auf das Konzil.

Fotos: Staatministerium/wak

Ein Kommentar to “Promptes Dementi aus Stuttgart „Mappus mit der Papstfigur nicht befasst“”

  1. dk
    19. Mai 2010 at 00:19 #

    Zum Jahreswechsel wurden Verwandte in einer 160.000 Einwohner-Stadt im Ruhrgebiet besucht.

    Beim Stadtrundgang wurde auch eine alte Kirche/Dom besichtigt: ziemlich dunkel und sehr alt und massiv; keinesfalls vom Stil des KNer Münster oder Kölner Doms. Auf einem gepflasterten Platz stand die Figur des Ehrenbürgers: des verstorbenen Erzbischofs von Köln.

    Das Stadtbild war architektonisch durch historische „Brüche“ stark gemischt; ebenso die Leute auf den Strassen, „multi-sozial“ und „multi-kulturell“.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass jemand bei einem Besuch in KN „geschockt“ sein würde; weder religiös noch menschlich.

    Eher dürfte man irritiert sein, dass der rheinische Karneval in Köln, Düsseldorf usw. sehr verschieden zur KNer Fasnacht sein muss. Insofern dürfte sich die Spannung erhöhen, was man zum Thema „Konzil“ jenseits des Bahnhof erwarten darf. Lediglich weitere Lenk-Werke wäre etwas enttäuschend.

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