Pssst! Die pfiffigste Antwort

SWÜ kontert EnBW

soi Klaus Eder Pressefoto 1 ausschnitt(wak) Ausgerechnet im Überlinger Amtsblatt „Hallo Ü“ hat die EnBW mit einer ganzseitigen Anzeige um Stromkunden in der Großen Kreisstadt Überlingen geworben. Das ist nicht verboten, doch dass der Energie-Riese EnBW in der Anzeige den günstigsten EnBW-Tarif mit dem teuersten der SWÜ verglichen hat, ärgerte die Überlinger Stadtwerke sehr. Dem Geschäftsführer der SWÜ, Klaus Eder, hat diese Art der vergleichenden Werbung sogar so sehr missfallen, dass er seinerseits mit einer ganzseitigen Anzeige konterte. Eder ließ eine geistreiche, täuschend ähnlich aussehende originelle Persiflage der EnBW-Anzeige abdrucken. Mit der Parodie hat er sich das Prädikat besonders pfiffig verdient.

Kracher-Angebot: 141 Euro sparen

Am Anfang war die Anzeige der EnBW. Eine Frau sitzt lesend auf einem kuscheligen Sofa. An der Tür hängt ein Schild mit dem Hinweis: „An alle, die genug haben von hohen Energiekosten: Pssst! Ich genieße gerade günstigen Strom.“ Dann folgt in fetten Lettern: „Einfach zur EnBW wechseln. Entspannter leben“ und „Jetzt wechseln und bis zu 141 Euro sparen“.

SWÜ: Schluss mit Lockangeboten

In der Anzeige der SWÜ sitzt ebenfalls eine Frau lesend auf einem kuscheligen Sofa. Ins Bild geschlichen hat sich in der Persiflage neu nur „Stromerle“, das Maskottchen der SWÜ. An der Tür hängt wieder dasselbe Schild wie in der Anzeige der EnBW. Zu lesen ist dieses Mal aber die Botschaft: „An alle, die genug haben von üblen Lockangeboten: Pssst! Ich genieße gerade den günstigen Strom der SWÜ.“ Und weiter geht’s mit dem Slogan „Wir haben noch lange nicht genug! Die SWÜ versorgt Sie gerne!“ In fetten Lettern folgt: „Lassen Sie uns darüber reden. Wir sind immer vor Ort und jederzeit persönlich für Sie ansprechbar.“

Tarif ist nicht gleich Tarif

Einwände gegen einen ehrlichen Preisvergleich hätte Klaus Eder gar nicht gehabt. Dass die EnBW aber um Überlinger Stromkunden werben und in großer Schrift verprechen: „Jetzt wechseln und bis zu 141 Euro sparen“, akzeptiert er so nicht. Den EnBW Duo Plus Tarif lediglich im Kleingedruckten mit dem Grundversorgungstarif der Stadtwerke Überlingen, der der teuerste überhaupt ist, zu vergleichen, helfe Stromkunden nicht weiter. Welcher Preis da mit welchem verglichen wird, ist vollkommen undurchsichtig. „Wir bieten unseren Kunden sehr günstige Sondertarife an“, stellt Eder deswegen erst einmal klar.

SWÜ-Strompreise ab Januar günstiger

Swü_soi Stromerle_BildUnd er hat für seine Kunden auch noch eine richtig gute Nachricht. Ab 1. Januar gibt’s bei den SWÜ neu den Schlau-Strom – Stromkunden erhalten dann immer automatisch den günstigsten Tarif, verspricht Eder. Falsch machen können SWÜ-Kunden deswegen bei den SWÜ nichts mehr. Während die Strompreise bei Sondertarifen der EnBW ab Januar um 7,5 Prozent steigen, machen die SWÜ ihren Strom zusätzlich sogar noch günstiger – zumindest sinken die Preise für einige Tarife. „Mehr als 90 Prozent der Überlinger Haushalte beziehen ihren Strom von uns“, sagt Eder. Auch rund um Überlingen könnten die Stadtwerke mit ihrem Angebot immer öfter punkten. Spätestens wenn es auch um den Service gehe sieht Eder den örtlichen Versorger klar im Vorteil. Die Kunden wünschten sich Ansprechpartner. Die Karawane anderer Anbieter ziehe durchs Land und wer persönlich nach fragen will, habe es schwerer, meint Eder.

Parodie amüsiert die Oberbürgermeisterin

Die Persiflage auf die En-BW-Anzeige kam in Überlingen bei den Kunden der SWÜ gut an, so Eder über Rückmeldungen, die er bisher erhalten hat. Auch Oberbürgermeisterin Sabine Becker hat sich über die Parodie, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht, amüsiert.

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