Rassenwahn, geächtete Komponisten, zerstörte Musik

Vortrag über „entartete Musik“ anlässlich einer Ausstellung in Konstanz

Konstanz. Anlässlich der Ausstellung „Verfolgt – verfemt – entartet. 1933 – 1945 “ in der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz referiert Prof. Dirk Pette am Dienstag, 25. Januar, um 19 Uhr zum Thema „entartet“ Musik. Unter dem Vorwand einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der sogenannten Neuen Musik wurde 1938 in Düsseldorf eine Ausstellung „Entartete Musik“ eröffnet.

Verunglimpfte Komponisten, verlorene Werke

Getrieben von deutschtümelndem Rassenwahn und Antisemitismus, stand sie im Dienst der Ächtung jeglicher Art von Neuer Musik und ihrer Protagonisten. Unvorstellbar die Infamie der öffentlichen Verunglimpfung jüdischer und nichtjüdischer Komponisten, Dirigenten, Musiker, Kritiker, Verleger und Agenten. „Erschütternd ihre Schicksale, tragisch der Verlust vieler ihrer Werke. Erschreckend das akademische Spektrum der Hauptakteure dieses Prozesses, beschämend die Willfährigkeit ihrer Helfer in Publizistik und Wissenschaft“, heißt es in einer Vorankündigung.

Der Vortrag findet in den Räumen der Wessenberg-Galerie statt. Eintritt 3.- Euro. Um telefonische Anmeldung unter 07531/900 913 wird gebeten.

Foto: Städtische Museen Konstanz

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