Rennradfahrer sieht Mängel auch auf Bodensee-Radweg

FDP-Abgeordneter Wetzel will Verbesserungen im Radwegenetz

Bodenseekreis (red) Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel, selbst begeisterter Rennradler seit über 30 Jahren, macht sich Sorgen um die Sicherheit der Radfahrer, den Zustand des Radwegenetzes sowie den zunehmenden Radverkehr. Deshalb fragt er nun bei der Landesregierung nach.

Rennradfahrer im Politiker fragt

So will Wetzel wissen, wie viele Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, die Polizei in den Jahren 2007 bis 2009 im Bodenseekreis registrierte. „Wie viele Radfahrer wurden in diesen Jahren verletzt oder getötet?“, fragt Wetzel weiter. Außerdem möchte er, wenn möglich, etwas über die Unfallursachen sowie Unfallschwerpunkte erfahren. Außerdem bohrt Wetzel nach: „Plant die Landesregierung konkrete Maßnahmen, um die Unfallhäufigkeit mit Beteiligung von Radfahrern zu reduzieren?“ Und ganz konkret: „Plant die Landesregierung, die Fördermaßnahmen für den kommunalen Radwegebau zu verbessern?“ Als Begründung für seine Anfrage schreibt Wetzel: „Der Bodenseeradweg gehört zu den meist befahrenen Radwegen in Europa. Immer wieder wird berichtet, dass es zu Unfällen von Radfahrern kommt, die teilweise auch verletzt werden.“ Wetzel fordert: „Da nicht absehbar ist, dass sich die Anzahl der Radfahrer am Bodenseeradweg und im Bodenseekreis reduziert, ist zu prüfen, welche Maßnahmen möglich sind, um diese Situation zu verbessern.“

Tour de Friedrichshafen mit ADFC

Auch der Bodenseekreis selber sei in der Pflicht und müsse sich besser um das Thema Radverkehr kümmern. Darin ist sich Wetzel einig mit Bernhard Glatthaar, dem Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Bodenseekreis. Wetzel: „Man kann nicht einerseits die Leute dazu auffordern, das Auto öfter mal stehen zu lassen und sich aufs Rad zu schwingen, was ja auch der Umwelt zugute kommt, und dann aber keine Anreize dafür schaffen.“ Wetzel selbst will weiter aktiv fürs Radfahren werben: So wird er am 2. Oktober 2010 mit dem ADFC sowie FDP-Mitgliedern per Rad durch Friedrichshafen fahren und sich von sachkundiger Seite über positive und negative Aspekte aufklären lassen. Wetzel: „Interessierte Bürger sind zu dieser Tour natürlich ebenfalls herzlich eingeladen.“

5 Kommentare to “Rennradfahrer sieht Mängel auch auf Bodensee-Radweg”

  1. H.J.Faupel
    29. August 2010 at 13:03 #

    Grundsätzlich begrüße ich Veröffentlichungen, die die katastrophale Lage der radelnden Bevölkerung im Bodenseekreis beleuchten. Ob dies nun als Privileg des FDP Landtagsabgeordneten veröffentlicht werden muss , bleibt für mich angesichts anderer Nachrichten eher zweifelhaft.
    Unser MdL hat doch eigentlich zu viele Baustellen als dass er noch radeln könnte. Ich bin gerne bereit Ihnen aus meiner Sicht , der ich mit Familie , allein und Besuch regelmäßig in und um Überlingen radele , die Schwerpunkte des Gefährdungspotentials aller Radler zu zeigen.
    Kennen Sie einen durchgehenden Radweg in Überlingen ?
    Haben Sie mal einen Ortsunkundigen begleitet, wenn er aus Überlingen nach Salem radeln möchte ? Die Führung des Bodenseeradwegs durch Überlingen ist eine Katastrophe.
    Und Herr Dr. Wetzel muss nicht das Ministerium einschalten , um zu erfahren , das tägliche Stürze von Radfahrern an der Tagesordnung sind. Ich weise auf den Geh- und Radweg entlang des Ostbades hin. Fahren Sie mal an einem schönen Tag in die Straße „ Zum Hecht „…

  2. wak
    29. August 2010 at 13:06 #

    Die Redaktion hat die Pressemitteilung von Hans-Peter Wetzel veröffentlicht, weil sie die Missstände gerade auch in Überlingen aus eigenem Er-Radeln kennt. Jeder Hinweis auf die Situation des Radverkehrs kann nur helfen, auf die Probleme aufmerksam zu machen. Dazu auch: http://www.see-online.info/2010/08/tour-der-leiden-des-adfc-im-bodenseekreis/

  3. St. Pauli
    30. August 2010 at 19:53 #

    das ist doch nur wieder der Knöllchen-Hermann.
    Der meckert nicht nur über die Radwege, die Autofahrer, die Brötchenholer, den Bäcker in der Aufkircher Strasse, der denunziert auch seine Nachbarn dauernd.
    Den nimmt doch sowieso niemand mehr ernst.

  4. sparring
    31. August 2010 at 21:37 #

    Es gibt Sportradler/Biker, Freizeitradler, Ramboradler und konfuse Radler. Zu welchen gehört Herr Wetzel, zu welchen zählt sich Herr Faupel ? Der kollegialen Maulschelle nach zu urteilen ist letzterer ein Rad-Dominator (so wie er mit Hiwi-Hilfe auch versucht, den Verkehr in der engen Aufkircher Straße Ecke Friedhofstraße zu dirigieren und dominieren). Die Sorge um
    andere ist nur vorgeschoben.
    Ein altes Sprichwort paßt dazu : „Schuster, bleib‘ bei Deinen Leisten“, in
    diesem Falle „bleib‘ besser hinter dem Schreibtisch und den Akten“. Alles andere könnte schnell das vorhandene Potential überfordern.

    — sparring —

  5. Zocher
    21. Juni 2011 at 20:17 #

    die Leute sollen keine Fahrräder (wie Licht, Reifen, Bremsen) und Sachen kaputt machen und stehlen

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