Revoluzzer aus dem hochbadischen Karlsruhe am Bodensee

Strassenfasnacht mit neuen Stützpunkten im Stadtzentrum

Konstanz (gro) Sie haben sich in den Butzenlauf gemischt und sie wollen ihre politische Wühlarbeit am westlichen Bodensee in den kommenden Tagen fortsetzen: Mitglieder einer Karlsruher Revolutionsgarde, die 162 Jahre nach Friedrich Hecker erneut für eine allgemeine Umwälzung eintreten. Dass die Revoluzzer nach Konstanz kamen, kommt nicht von ungefähr. Denn hier hatte Hecker erstmals öffentlich dazu aufgerufen, gegen die verknöcherte Obrigkeit zu Felde zu ziehen. Die Karlsruher werden es allerdings schwer haben, im Konstanzer Bermudadreieck zwischen Kaiserbrunnen, Christuskirche und Pulverturm heute nicht unterzugehen.

Livemusik im „Barbarossa“ am Obermarkt

Man kann nur hoffen, dass sich die Karlsruher Revolutionäre nicht ins Hotel „Barbarossa“ verirren. Denn dort würden sie sich wahrscheinlich so wohl fühlen, dass sie die Revolution ganz einfach Revolution sein liessen, um sich ganz der Musik eines Live-Ensembles hinzugeben, dem neben einem gewissen Leader Steckeler unter anderem auch ein mindestens ebenso gewisser Jürgen Waidele angehören wird. Dazu kommt es, weil Jürgen Wiedemann seine leider letzte Fasnacht als „Barbarossa“-Wirt nicht einfach so an sich vorüber ziehen lassen will…

Angeblich grösste Fasnachtsparty und allerschönste Latino-Bar

Die angeblich grösste Fasnachtsparty des Bodenseeraums steigt im leeren Woolworth an der Konstanzer Marktstätte. Mag ja sein, aber noch ist nicht klar, wo (Pardon!!) die vielen harten Trinker pinkeln sollen. Es ist schliesslich saukalt in diesen Tagen.  (Schon kurz nach 9 Uhr am Vormittag pisste das erste Mäschgerle an unsere Hausfassade in der Hohenhausgasse, beim nächsten Mal  schütten wir einen Kübel Wasser aus dem zweiten Obergeschoss als Spülung hinterher.) Sei’s drum, die schönsten Latino-Fasnachts-Bars stellen Donath Heppeler (Café Konzilstrasse, ohne Probleme) und Meister Giesssen („Latinos“) auf die Beine. Es ist – ehrlich – echt mexikanisch in den einstigen Bankerräumen am Fischmarkt. Die „Latinos“-Macher dürften es aber einigermassen schwer haben, mit dem zeitweise gratis angebotenen Service des „Südkuriers“ zu konkurrieren.

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