Risiko „Fracking“: Ministerium unterstützt OB Frank bei Ablehnung

OB Horst Frank mit Bedenken zur umstrittenen Methode der Erdgasgewinnung nicht allein – Unterstützung von der Bundesregierung

Konstanz. In einem Schreiben an die Stadtverwaltung bestätigt das Bundesminsterium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die ablehnende Haltung von Oberbürgermeister Frank gegen die umstrittene Technik zur Erdgasförderung am Bodensee. „Bei dieser Technologie sind noch nicht alle Risiken restlos aufgeklärt“, heißt es in dem Schreiben des BMU wörtlich. Mit Hilfe einer wissenschaftlichen Studie will das Ministerium dieses Defizit so schnell wie möglich aufklären. Ergebnisse sollen bereits diesen Sommer vorliegen.

 Ministerium will kein Fracking

Das BMU teilt insbesondere OB Franks Forderung nach einem Moratorium und einem generellen Verbot des „Frackings“ am Bodensee. So lange es offene Fragen gibt, empfiehlt das Ministerium den Ländern, „zunächst auf Genehmigungen für das Fracking bei der Suche nach Gas aus unkonventionellen Vorkommen zu verzichten“. Das gelte vor allem – wie von OB Frank Mitte Mai in einem Schreiben an die zuständigen Ministerien und die Abgeordneten aus dem Landkreis angemahnt – für besonders sensible Gebiete wie den Bodensee, der unter anderem als Trinkwasserspeicher für rund 4,5 Millionen Menschen dient. „Hier wäre ein genereller Verzicht auf Bohrungen nach unkonventionellen Erdgasvorkommem anzuraten“, schreibt das BMU.

OB Horst Frank kompromisslos

Das Ministrium weist weiter darauf hin, dass für die Erteilung von Bohrgenehmigungen zur Gewinnung von Gasvorkommen die Bergbehörde unter Beteiligung der Wasserbehörde zuständig ist. Beide Behörden sind wiederum dem Bundesminsterium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zugeordnet. OB Frank hat deshalb die Konstanzer Position zur umstrittenen Erdgasfördertechnik bei diesem Ministerium erneut bekräftigt und die Abgeordneten aus dem Landkreis um Unterstützung gebeten.

Widerstand des Gemeinderats

Die Stadt Konstanz lehnt angesichts der Risiken eine Gewinnung von Erdgas mittels „Fracking“ in der Bodenseeregion ab. Der Konstanzer Gemeinderat hat diese Haltung bereits in seiner Sitzung am 1. März 2012 zum Ausdruck gebracht.

Ein Kommentar to “Risiko „Fracking“: Ministerium unterstützt OB Frank bei Ablehnung”

  1. Fafnir
    14. Juni 2012 at 19:37 #

    Und sie klopfen sich auch noch alle auf die Schulter. Die Verhinderer und Rückschrittler. Ein paar Hysteriker und Bioschamanen tanzen vor und alle machen mit.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.