Rückgang bei Krötenwanderung bei Killenweiher im Bodenseekreis

Viel weniger Amphibien in diesem Sommer zwischen Grasbeuren und Mühlhofen unterwegs

Salem/Uhldingen-Mühlhofen (red) In diesem Sommer ist die Jungtierwanderung der Amphibien fast ausgefallen. Die in früheren Jahren zu beobachtende Massenwanderung der Kröten, Frösche und Molche blieb aus. Das teilte das Landratsamt im Bodenseekreis jetzt mit. Nicht einmal die sonst übliche Sperrung der Kreisstraße zwischen Grasbeuren und Mühlhofen sei notwendig gewesen.

Wo sind die Kröten geblieben

Die Kreisstraße K 7782 verläuft zwischen Winterquartieren der Amphibien und dem Laichgewässer Killenweiher. Bei der Laichwanderung im Frühjahr ist die Straße eine große Gefahr für die Kröten. Ein Großteil der Kröten würde beim Überqueren der Straße überfahren, wenn diese nichts nachts gesperrt würde. Besonders hoch zu verunglücken, ist die Gefahr nach Mitteilung des Landratsamtes offenbar für männliche Tiere, da sie auch an übersichtlichen Stellen ausharren, um auf die ankommenden Weibchen zu warten. Die Ursachen für den dramatischen Rückgang der Amphibienpopulationen untersuchen derzeit noch Landratsamt und Amphibienschützer.

Vorfahrt für Amphibien

Trotz und auch gerade wegen des zahlenmäßigen Rückgangs der wandernden Jungtiere in diesem Sommer sei nach wie vor eine Straßensperrung im Herbst und vor allem im kommenden Frühjahr notwendig, um wandernde Kröten, Frösche und Molche zu schützen. Auf die Sperrzeiten werde das Landratsamt frühzeitig hinweisen. Zudem bestehe die Möglichkeit, sich in eine Email-Liste eintragen zu lassen, um direkt über die tagesaktuellen Sperrzeiten informiert zu werden. Die Adresse lautet gerd.odenwaelder@bodenseekreis.de

Foto: Harry Hautumm PIXELIO www.pixelio.de

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