Sabine Reiser will Oberbürgermeisterin in Konstanz werden

Am Freitagnachmittag erklärte sich die Volljuristin bei einer Medienkonferenz – Offenheit und Wirtschaft sind Hauptthemen der Kandidatin

Konstanz. Sabine Reiser (50) will Konstanzer Oberbürgermeisterin werden. Sie erklärte ihre Kandidatur am Freitagnachmittag bei einer Medienkonferenz in der Hafenmeisterei. „Konstanz ist eine spannende Stadt mit vielen Herausforderungen und Chancen“, sagte Sabine Reiser. Ihr großes Thema ist die Offenheit in einer der Zukunft zugewandten Stadt. Die Volljuristin tritt bei der Wahl am 1. Juli als unabhängige Bewerberin an. In den kommenden Wochen setzt sie vor allem auf die persönliche Begegnung mit dem Menschen.

 Sabiner Reiser über ihren Politikstil

Im Links- und Rechtsschema zu denken, sei heute nicht mehr zeitgemäß, sagte Sabine Reiser. „Ich möchte eine Oberbürgermeisterin für alle Konstanzerinnen und Konstanzer werden“, erklärte die Bewerberin, die bewusst ohne die Nominierung einer Partei antritt. Gewinnen will sie die Konstanzer mit einem Politikstil, der auf die Nähe zu den Bürgern, auf Teilhabe, direkte Kommunikation und auf Transparenz setzt. Große Projekte ließen sich nicht mehr gegen die Menschen, sondern nur noch zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern verwirklichen. Das hätte das Land aus Stuttgart 21 und Konstanz aus dem Aus für ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein-Venedig gelernt.

Sabine Reiser über Transparenz und Kommunikation

Mit der Transparenz und Offenheit will die Regierungsdirektorin in ihrem eigenen Wahlkampf beginnen. Sollte eine Spende eingehen, die zehn Prozent oder mehr ihres Budgets ausmacht, will sie den Namen des Spenders auf ihrer Website veröffentlichen. Über ihre politischen Ziele und ihren Wahlkampf informieren wird Sabine Reiser die Konstanzer auch über Social Media. Sie sagt, sie möchte die Menschen dort treffen, wo sie sich aufhalten.

Sabine Reiser über Wirtschaft

Sabine Reisers zentrales Thema ist die Wirtschaft. Die OB-Kandidatin erklärte, nur wenn es Konstanz gelinge, die Einnahmesituation der Stadt dauerhaft auf ein sicheres Fundament zu stellen und verantwortungsvoll zu wirtschaften, könne sich Konstanz auch in Zukunft die Lebensqualität leisten, die die Stadt ausmache. „Solide Finanzen haben für mich sehr viel mit Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit zu tun“, sagte Sabine Reiser.

Die Stadt brauche eine vernünftige Wirtschaftspolitik. Sie sieht Konstanz auch in Zukunft als Standort der Biowissenschaften. Als weitere wichtige Standbeine nennt Sabine Reiser, die Solarwirtschaft und Firmen aus dem Bereich IT und Kommunikation. Hier könnten attraktive Arbeitsplätze für die Absolventen der beiden Hochschulen entstehen. Benötigt würden dazu Räume, die den Anforderungen entsprechen. Konstanz habe frische Ideen verdient. Die Aufgabe der Stadt sei es, den Standort für die Ansiedlung neuer Unternehmen und für Startups interessant zu machen und gleichzeitig den Bestand an Gewerbe sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen in der Stadt zu sichern.

„Entscheidend bei großen Projekten sind die Machbarkeit und die tatsächliche Umsetzung“, sagte Sabine Reiser. In der komplexer werdenden Gesellschaft sei es nötig, dass eine Stadt ein professionell arbeitendes Rathaus, ein gut aufgestelltes Management habe. „Wir müssen wissen, wo wir anklopfen müssen, wenn wir zum Beispiel an Fördermittel für einen Innovationspark kommen wollen.“

Sabine Reiser über Verkehr

Eines der drängendsten Probleme, auf das Konstanz eine Antwort braucht, sei der Verkehr. Die Stadt benötige zukunftsfähige Konzepte. „Wir müssen den Stau auflösen“, sagte Sabine Reiser. Die Schaffung von Parkraum am Rande der Altstadt, zum Beispiel auf dem Döbele, will sie ergebnisoffen mit den Bürgern und dem Handel diskutieren. Eine wichtige Rolle spielen müsse in Konstanz nach Überzeugung von Sabine Reiser in Zukunft auch der ÖPNV, der Radverkehr, Carsharing, Projekte, wie Car2Go und E-Mobilität. Sabine Reiser setzt hier auf den starken Partner Stadtwerke Konstanz.

Sabine Reiser über Wohnen

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auch für Studierende und Normalverdiener sei eine Aufgabe, der sich die Stadt stellen müsse. „Auch junge Familien brauchen Plätze“, so Sabine Reiser. Die Nachverdichtung stoße – im Paradies genauso wie in Petershausen – an ihre Grenzen. Die Menschen benötigten auch Freiräume in der Stadt. Das Gewann Hafner sei eine Reservefläche, bei der wohl überlegt sein müsse, wie sie die Stadt entwickeln wolle. Auch das möchten sie mit den Bürgern diskutieren, damit diese ihre Wünsche und Anregungen für zeitgemäßes, urbanes Wohnen einbringen.

Zu weitere Themen wie Soziales, Bildung, Schulen, Kinderbetreuung, Sport und Kultur will Sabine Reiser in den kommenden Wochen Stellung nehmen. Konzepte will sie im Dialog erarbeiten.

Sabine Reiser über ihre Verwaltungserfahrung

Sabine Reiser leitete von 1999 bis 2010 mehr als zehn Jahre lang beim Landratsamt in Friedrichshafen das Dezernat für Recht und Ordnung und war auch Pressesprecherin des Landratsamtes Bodenseekreis. Zum Dezernat der Regierungsdirektorin gehörten in dieser Zeit unter anderem auch auch das Baurechtsamt und der Denkmalschutz, das Verkehrs- und Schifffahrtsamt und der Katastrophenschutz. Seit 2010 ist sie beim Regierungspräsidium Stuttgart für Städtebauförderung zuständig. Sie leitet dort das Referat Stadtsanierung, Gewerberecht, Preisrecht. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört die Stadterneuerung, der Ausbau der touristischen und wirtschaftlichen Infrastruktur sowie die Stärkung regionaler Cluster im Regierungsbezirk Stuttgart.

Sabine Reiser über Persönliches

Die Woche über lebt Sabine Reiser in Stuttgart. Die Wochenenden verbringt sie mit ihrem Mann, Klaus Reiser, in Überlingen. Sie haben einen erwachsenen Sohn, der Jura studiert. Persönliche Beziehungen hat Sabine Reiser nach Freiburg, wo sie Rechtswissenschaften studierte, und auch nach Konstanz, wo sie Teile ihres Referendariats absolvierte und ihr zweites Staatsexamen ablegte. Ehrenamtlich engagiert sich Sabine Reiser für die Deutsche Kinderkrebsnachsorge Stiftung für das chronisch kranke Kind mit dem Förderprojekt Nachsorgeklinik Tannheim und die Stiftung zis, die Reisestipendien für Schüler und Auszubildende von 16 bis 20 Jahren vergibt.

Sabine Reiser unterwegs in Konstanz

Sabine Reiser ist Mitglied der CDU. In den vergangenen beiden Wochen hat sie viele Gespräche in Konstanz geführt, um die Stadt besser kennen zu lernen. Am Freitag vergangener Woche nahm sie am Mobilitätsforum für das linksrheinische Konstanz teil. Am Samstag besuchte sie die Nachhaltigkeitstage auf dem Campus der HTWG am Seerhein und dem Campingsplatz Klausenhorn in Dingelsdorf. Am selben Abend stellte sie sich bei der Piratenpartei vor. Am Montag war sie Gast bei der Jahreshauptversammlung des Treffpunkts Konstanz. In der zweiten Maiwoche stellt sie sich den Mitgliedern der FDP vor. Auch mit den Freien Wählern und der CDU führte sie Gespräche. Sabine Reiser sagt, sie fühle sich in Konstanz willkommen und wolle die kommenden neun Wochen nutzen, um mit möglichst vielen Konstanzerinnen und Konstanzer ins Gespräch zu kommen.

Links:

Website: www.Sabine-Reiser-fuer-Konstanz.de (im Aufbau)

Facebook: www.facebook.com/sabine.reiser.fuer.konstanz

Twitter: https://twitter.com/#!/SabineReiser

 

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