Schlau-Einkäufer Eder

Swü senken Strompreise

strommast(wak) Ja, wie geht denn das Herr Eder? Während Millionen von Haushalten demnächst deutlich mehr für ihren Strom zahlen müssen, senken die Stadtwerke Überlingen (Swü) ab dem 1. Januar 2010 die meisten ihrer Strompreise und das sogar spürbar. Zusätzlich führen die Swü ihre neuen „Schlau Tarife“ ein, mit denen der regionale Energieversorger seinen schlauen Kunden die Bestabrechnung garantiert. Wie das alles geht? Offenbar hat Meister Eder geschickter als andere eingekauft und gibt den Preisvorteil weiter.

Klaus Eder ermuntert zum Wechseln

Gestern kündigten einige Versorger drastische Preiserhöhungen von mehr als 10 Prozent an. Heute verkündeten die Überlinger Stadtwerke, dass Swü-Kunden durch die Bestabrechnung innerhalb des Swü Schlau Tarifs gewaltig sparen können. Denn die schlauen Kunden, die sich in Überlingen für den Schlau Tarif entscheiden, rutschen automatisch immer in den für sie günstigsten Tarif, „Nicht-Swü-Kunden können bei angekündigten Preiserhöhungen ihres derzeitigen Energieversorgers ihren Stromvertrag jetzt kündigen und unseren günstigen Schlau Tarif nutzen“, sagt Swü-Geschäftsführer Klaus Eder.

Swü-Strom wird günstiger

Im Vergleich zum bisherigen Spartarif der Stadtwerke Überlingen, spart ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden (kWh) bis zu 25 Euro jährlich im neuen Swü Schlau Tarif. „Die Kunden, die noch in der Grundversorgung sind, sollten schlau sein und unseren neuen Stromtarif nutzen“, erklärte Swü-Mitarbeiter Helmut de Francisco. Diese Kunden sparen im Vergleich zur Grundversorgung sogar jährlich rund 84 Euro bei einem Stromjahresverbrauch von 3.000 kWh. Dass die Swü mit einem attraktiven Preis auf den Markt gehen kann, ist so, weil die Swü gut und richtig eingekauft hätten, sagte Eder. Gekauft werde der Strom bereits zwei bis drei Jahre im voraus.

Konzerne zocken ab

Ganz anders sieht es – obwohl die Großhandelspreise für Strom zuletzt drastisch gesunken sind – denn auch bei Kunden des EnBW-Konzerns aus: Mehrere Hunderttausend Privatkunden mit Sonderverträgen müssen demnächst 7,5 Prozent mehr für ihren Strom zahlen. Vattenfall Europe und EWE kündigten ebenfalls Preiserhöhungen an. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 600 Stromversorger, darunter viele kleine Stadtwerke wie die Swü. Das Verbraucherportal Verivox beziffert die Zahl der Stromkunden, die zu einem anderen Anbieter gewechselt haben, mit gerade einmal 1,6 Millionen. Bisher ist die Wechselbereitschaft der Verbraucher offenbar noch nicht sehr groß – bei etwa 80 Prozent der Kunden kommt denn auch noch immer der Strom von RWE, Eon, Vattenfall und EnBW aus der Steckdose.

Vorauskasse bei einigen Billiganbietern

Ein Vergleich des noch aktuellen SWÜ Familiy Tarifs bei einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden (kWh) bei Verivox zeigt, dass es momentan einige Anbieter – wie zum Beispiel Flex Strom AG, Stromio, oder E wie Einfach – gibt, die Strom derzeit zu günstigeren Preisen als die Stadtwerke Überlingen anbieten. Einige Anbieter verlangen von ihren Kunden im Gegenzug aber auch zwölf Monate Vorauskasse.

Swü setzten auf Kundennähe

Die Stadtwerke Überlingen GmbH, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Überlingen ist, sehen sich ungeachtet der Liberalisierung des Strommarktes als der Energiedienstleister für Überlingen und Umgebung. Die Swü bieten ihren Kunden außer Strom auch Gas, Wasser und Fernwärme und betreiben die drei Überlinger Parkhäuser. Punkten wollen die Swü bei ihren Kunden – auch beim Strom – vor allem auch durch die Nähe und den Service.

Stromrechner und Tarifvergleich gibt’s kostenlos unter www.verivox.de.

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