Schlechte Nachrichten: Barcamp Bodensee ist obdachlos

Unkonferenz sucht Räume für ein Wochenende– Erste beiden Barcamps an Zeppelin Universität und Hochschule Konstanz

Konstanz. Das Barcamp Bodensee 2011 ist obdachlos. Die Veranstalter des Barcamps verhandelten offenbar mit einer Location in Lindau. Doch die Verhandlungen sind geplatzt. Jetzt steht die Unkonferenz am Bodensee ohne Räume da. Der Organisator des letztjährigen Barcamps, Oliver Gassner, sagte das bei der Pl0gbar, die am Mittwochabend in Konstanz stattfand. Jetzt könnte vielleicht noch die Uni Konstanz der Unkonferenz aus der Patsche helfen. Es wäre, wenn es klappen würde, das erste Barcamp an der Uni und das dritte am Bodensee.

Barcamp sucht dringend Dach überm Kopf

Barcamps sind vor wenigen Jahren in Kalifornien erfunden worden. Sie sind Treffpunkte, an denen Menschen, die im Bereich Medien, Web 2.0, Kommunikation oder Informatik unterwegs sind, zusammen kommen. Das letzte Barcamp fand im Juni vergangenen Jahres an der Hochschule (HTWG) in Konstanz und das vorletzte an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen statt. Fest steht, dass das Barcamp 2012 wieder in Friedrichshafen stattfinden kann. In diesem Jahr wissen Blogger und Techies erstmals aber nicht wohin.

Menschen teilen ihr Wissen

Finanziert werden Barcamps, die die Teilnehmer selbst organisieren, von Sponsoren. Die Räume dürfen die Teilnehmer von Barcamps, wie zum Beispiel an Hochschulen oder dem Literaturhaus in Stuttgart, kostenlos nutzen. Die Idee ist es Wissen zu teilen. Jeder, der dabei ist, lädt selbst zu einer Session ein. Thema können Blogs genauso sein wie Apps oder die Frage, wie emotional eine Website sein soll. Gebraucht werden für die Veranstaltung etwa sechs bis acht Seminarräume mit WLAN. Außerdem müsste es einen Treffpunkt wie zum Beispiel einen Eingangsbereich geben, wo die Organisatoren Kaffee ausschenken und sich die Teilnehmer begegnen können. Ein größerer Raum, zum Beispiel ein Hörsaal, in dem sich die Teilnehmer am Morgen treffen, um sich zu Sessions zu verabreden, wäre ideal. An der Konstanzer HTWG fand die Einführungsveranstaltung aber zum Beispiel direkt im Eingangsbereich statt. Ein Problem war das nicht. Die Infrastruktur wie Kabel, Laptops, iPads bringen die Teilnehmer selbst mit.

Notfalls auch auf ein Bodensee Schiff

Barcamps gehören wie WLAN oder Open Access zum 21. Jahrhundert. Die Teilnehmer, die aus ganz Deutschland, der Schweiz und noch ein paar anderen Ländern an den Bodensee reisen, um ihr Wissen zu teilen, haben sich in einer Mixxt Community organsiert. Als Treffpunkt in Frage kämen wahrscheinlich Räume an der Konstanzer Universität genauso wie ein Bodensee Schiff. Einziges Problem: Geld für Miete hat die Unkonferenz nicht. Die Organisatoren, die gern Ende Mai oder Anfang Juni ein Barcamp auf die Beine stellen möchten, können 2011 nur noch darauf hoffen, dass sich ein Sponsor findet, der ihnen Räume kostenlos überlässt.

Foto: Archiv wak

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