Schluss mit Karussells und Fahrgeschäften auf Konstanzer Döbele?

Konstanzer FDP und CDU wollen Rummel vom Döbele verbannen – Anwohnerparkplätze sind Thema

Fahrgeschäfte runter vom Konstanzer DöbeleKonstanz. In dieser Woche entscheidet der Konstanzer Gemeinderat darüber, ob es in Zukunft noch eine Frühjahrs- und Herbstmesse auf dem Döbele gibt oder nicht. Die Konstanzer FDP und die CDU möchten den Rummel vom Platz verbannen. Beide Fraktionen haben einen Antrag gestellt, über die der Gemeinderat in dieser Woche abstimmt.

Döbele als ganzjährige Parkfläche

Bereits bei der Debatte über die Erweiterung des Lago Parkhauses hatte Stadtrat Heinrich Everke (FDP) den Vorschlag gemacht, einen Ersatzplatz für die Messe zu suchen. Die FDP möchte offenbar lieber an 365 Tagen im Jahr den Parkplatz Konstanzer Stadtbesucher und Bewohnern des Quartiers als überirdischen Parkplatz anbieten als zweimal im Jahr den Parkplatz zu sperren und einen Rummel mit Fahrgeschäften und Bratwurstduft auf dem Döbele zu dulden.

Knöllchen-Stress für Anwohner am Morgen

Auch Anwohner beklagen sich regelmäßig, wenn Stellplätze auf dem Döbele wegfallen und sich der Parkdruck im Quartier während der Messen erhöht. Wolfgang Müller-Fehrenbach kennt die Problematik aus eigener Erfahrung. Besonders geärgert hat sich der CDU-Stadtrat darüber, dass Anwohner am Abend keinen Stellplatz für ihr Auto finden und am Morgen der städtische Ordnungsdienst Knöllchen verteilt. Auch die CDU zieht deshalb mit der FDP an einem Strang, will die Messe verlagern und hat einen Antrag gestellt.

Alternativer Festplatz Klein-Venedig

CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Fecker sagte, die Verwaltung müsse sich äußern, auf welchen Platz die Messe umziehen könnte. In Frage käme das Areal am nördlichen Brückenkopf der neuen Rheinbrücke oder Klein-Venedig, sagte Fecker. Gegen eine Messe nahe der rechtsrheinischen Auffahrt zur Rheinbrücke protestierten bereits Anwohner. Dass die Messe auf Klein-Venedig bei schlechtem Wetter in der Sumpfwiese versinken könnte, glaubt Fecker nicht. Auch während des Oktoberfestes seien dort Fahrgeschäfte aufgebaut.

Foto: TiM Caspary PIXELIO www.pixelio.de

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.