Schnappschuss: „Aufsässige“ in Überlingen

Stadt parkt „rotes Sofa“ für Verkehrsdialog in der Franziskanerstraße

Überlingen (wak) Das rote Sofa der Stadt Überlingen steht derzeit vor einem Haus in der  Franziskanerstrasse 15. Während am vergangenen Samstag Palmen in Pflanzkübeln die Straße verschönerten, lädt heute und am Montag ein Sofa zum Verweilen ein. Getestet hat es neben anderen Stadtrat Oswald Burger, die sich schon einmal darauf setzten.

Fortsetzung der Verkehrsdebatte auf dem Sofa

Angekündigt hatte das Sofa, das zum Diskurs einladen soll, das Sekretariat von Bürgermeister Ralf Brettin. Er sei erstaunt über die Geschwindigkeit gewesen, in der die Stadt das Sofa aufstellte, so Hermann-Josef Faupel, hartnäckiger Kritiker der Verkehrsbelastung in der Innenstadt. Als er das Sofa fotografieren wollte, gab es allerdings erneut einen „Aufreger“: „Eine  angstvolle Mutter, die ihre  Kinder  beim Passieren  des Busses schützt“, so Faupel. Der Anwalt, der selbst in der Aufkircherstraße wohnt und sich in der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt engagiert,  dokumentierte die Szene mit der Digitalkamera.  Misstrauisch verfolgen derzeit allerdings Anwohner von an die Innenstadt grenzenden Wohngebieten die Aktivitäten des streitbaren Anwalts und seiner Mitstreiter. Sie fürchten, dass eine Beruhigung der Innenstadt vom Verkehr eine Mehrbelastung  ihrer  Wohngebiete zur Folge haben könnte.

5 Kommentare to “Schnappschuss: „Aufsässige“ in Überlingen”

  1. sparring
    29. Mai 2010 at 11:08 #

    Hier geht es nicht um Possen in einem Komödienstadel !! Der
    Umgang der Franziskaner-Sofa-Besetzer mit den Sorgen der Mit-
    menschen um den zunehmenden Verkehr zeigt einen hohen Grad von
    sozialer Verantwortungslosigkeit.

    Zum aktuellen Vergleich : Die Flutwelle an der Oder wird auf
    deutscher Seite durch einen (funktionierenden) Deich in Schach
    gehalten. Das bedeutet, daß die gegenüberliegende Seite (Polen)
    die volle Überschwemmung abbekommt (allerdings spricht man sich
    hier ab und hilft einander, so wie es unter vernünftigen Men-
    schen üblich ist). Im Falle einer Verkehrsflut, die sich bei alleiniger Absperrung der Innenstadt in die Wohnbezirke ergießen würde, wäre die Situation nicht viel anders.

    Die Franziskaner-Komödianten sind vom Gedanken menschlichen Miteinanders und nachbarschaftlicher Kooperation leider weit entfernt. Daß sie sich jetzt auch noch politische Sympathisan-ten auf ihre Seite ziehen, macht die Sache nur noch schlimmer. Man sollte allen Beteiligten die rote Karte zeigen und sie dann isolieren.

    — sparring —

  2. sparring
    29. Mai 2010 at 11:12 #

    (2.Sendeversuch)

    „Aufsässige“ in Überlingen

    Hier geht es nicht um Possen in einem Komödienstadel !! Der
    Umgang der Franziskaner-Sofa-Besetzer mit den Sorgen der Mit-
    menschen um den zunehmenden Verkehr zeigt einen hohen Grad von sozialer Verantwortungslosigkeit.

    Zum aktuellen Vergleich : Die Flutwelle an der Oder wird auf
    deutscher Seite durch einen (funktionierenden) Deich in Schach
    gehalten. Das bedeutet, daß die gegenüberliegende Seite (Polen)
    die volle Überschwemmung abbekommt (allerdings spricht man sich
    hier ab und hilft einander, so wie es unter vernünftigen Menschen üblich ist). Im Falle einer Verkehrsflut, die sich bei alleiniger Absperrung der Innenstadt in die Wohnbezirke ergießen würde, wäre die Situation nicht viel anders.

    Die Franziskaner-Komödianten sind vom Gedanken menschlichen Miteinanders und nachbarschaftlicher Kooperation weit entfernt. Daß sie sich jetzt auch noch politische Sympathisanten auf ihre Seite ziehen, macht die Sache nur noch schlimmer. Man sollte allen Beteiligten die rote Karte zeigen und sie dann isolieren.

    — sparring —

  3. loewe
    29. Mai 2010 at 15:10 #

    leider ist bei dieser Initiative keinerlei „Wir sind Überlingen“ – Gefühl erkennbar. Es scheint sich der Verdacht, dass es sich hier um aufsässige Haustür-Egoisten handelt, immer mehr zu bestätigen. Weshalb sonst diese Alleingänge kurz vor Beginn des Bürgerbeteiligungsprozesses?
    Das komplexe Verkehrsthema wird derart verniedlicht, dass es ein tiefer Stich in die Herzen der vielen wirklichen Opfer dieser Stadt ist.

  4. langgasse
    1. Juni 2010 at 21:54 #

    Als Anwohner eines Wohngebietes, das vielleicht nicht ganz nah zur Innenstadt liegt,und bereits jetzt mit viel Abkürzungsverkehr und unermüdlich Auto fahrenden Schulmüttern zu kämpfen hat, möchte ich eine Lanze brechen für die Innenstadtinitiative. Sehr lustig, dieses Engagemant mit Komödianten zu vergleichen.Lieber sparring: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.Ihr ausufernder Vergleich der Verkehrsflut in Üb mit der Flut im Oderbruch entbehrt jeder Sachlichkeit.Geistige Ergüsse sind willkommen, aber doch bitte als fundierte Alternative, die das Gespräch sucht und nicht die Konfrontation.
    Stellen Sie doch erst einmal etwas Vergleichbares auf die Beine und dann reden wir auf gleicher Ebene weiter.Ohne Polemik,ohne Misstrauen,zum Wohle aller!

  5. sparring
    7. Juni 2010 at 14:01 #

    Lieber Langgassen-Bewohner, ich bin etwas spät mit der Antwort
    dran. Deshalb auch nur kurz : Stellen Sie sich vor, daß die ca.
    5.000 Kfz, die 2008 vom „Dorf“ zusätzlich in die Zahnstraße verschoben wurden, heute in Ihren Beritt verlagert würden.
    Ich wette, Sie würden nichts anders reagieren als die Zahn-
    sträßler. Große Ideen auf fremden Schultern austragen, so wie es z.B. die Innenstadtinitiative praktiziert, ist verd…. leicht. Schauen Sie sich mal das WOGE Konzept richtig an !

    Beste Grüße Ihr — sparring —

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