Schönes Wochenende Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute lassen wir die Seele noch ein bisschen baumeln. Wir plaudern über Champagner, künstliche Fingernägel, ein geheimes Tagebuch und sprechen über Flattr. Nur noch Samstag und Sonntag bleiben uns. Dann endet jäh  jene merkwürdige Zeit, die mit Christbäumen und Weihnachtsplätzchen begonnen hat und mit Freunde besuchen, spazieren gehen, ausschlafen, twittern und vom Sofa aus  relaxt eine DVD schauen erträglich weiter ging.

Wir werden uns also ab Montag wieder nach der Decke strecken und schauen, dass wir PR-Aufträge angeln. Wir suchen uns wie so viele eine Nische. Andere wie ein gewisser Gerhard Eichelmann schreiben Bücher. Der Autor hat, wie wir lesen, schon das vierte Buch über Champagner verfasst.

Das Champagner-Handbuch stelle die wichtigsten Champagnererzeuger in ein- oder zweiseitigen Portraits vor, die kleinen und großen Champagnerhäuser und Champagnerwinzer kämen vor. Die Leser erfahren, im bei Mondo Heidelberg verlegten Buch, zum Beispiel auch, welche Champagner zu welchen Gerichten passen könnten. Wir selbst lesen heute erst einmal Anton Simons, Journalismus 2.0 zu Ende.  Es fehlen noch zwanzig Seiten.

Nachrichtenmäßig halten wir Sie nebenbei auf dem Laufenden. Ergiebig dürfte gelegentlich auch in diesem Jahr wieder der Polizeibericht sein. Gestern haben wir bei der Lektüre zum Beispiel erfahren, was heutzutage so alles entwendet werden kann: Künstliche Fingernägel zum Beispiel. In einem Supermarkt in Singen haben zwei junge Frauen, wie die Polizei berichtet, je eine Packung künstliche Fingernägel mitgehen lassen. An der Kasse bezahlten sie die Nägel nicht, und prompt schnappte ein Ladendetektiv, der vermutlich selbst keine künstlichen Fingernägel besitzt, die Fingernageldiebinnen. O Jeminie, sagen wir, künstliche Fingernägel mopsen, bis die Polizei kommt. Da kann das neue Jahr fast nur noch besser werden.

Neulich haben wir ein bisschen über eine Panne mit einem elektronischen, geheimen Tagebuch geplaudert. Vielleicht erinnern Sie sich. Statt der Siebenjährigen sagte zuerst ein Freund der Familie laut un deutlich das Passwort ins Mikro. Das Tagebuch lernte schnell. Die Folge: Klein-Sophie konnte ihr persönliches, pinkfarbenes, Sprache erkennendes, geheimes Tagebuch fortan nur noch im Beisein des Erwachsenen öffnen. Das Zurücksetzen des Passworts war zunächst an der Nichtauffindbarkeit einer Reset-Taste im Batteriefach des elektronischen Tagebuchs gescheitert.

Einen Tag später kam dann aber glücklicherweise ein anderer Freund der Familie, ein Physiker, zu Besuch. Er entdeckte zwar auch keine Reset-Taste, aber wenigstens ein winziges Loch, in das er mit einer Büroklammer stach. Sophie konnte dann nach dem erfolgreichen Zurücksetzen des Passworts endlich doch noch mit ihrer eigenen Stimme ihr eigenes, neues Passwort ins geheime Tagebuch sprechen.

Wissen Sie eigentlich schon was Flattr ist? Nein. Unsere Lieblingsinformatikerin und Webmistress hat neben dem Flattr Button, den Sie unter jedem unserer Beiträge finden, einen Link zu einem deutschsprachigen Erklärvideo gesetzt. Schauen Sie doch bitte einmal. Wer also freiwillig für einen Beitrag bezahlen möchte, der auf dem Blog steht, kann das mit einem Klick tun.  Die Redaktion erhielte dann eine Art Anerkennungshonorar.

Um Unterstützung bittet übrigens auch Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia. Er schreibt: „Stellen Sie sich eine Welt vor, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem frei zugänglich ist. Das ist unser Ziel!“ Auch die freie Enzyklopädie, welche in Gemeinschaftsarbeit mit Hilfe eines Wikis erstellt wird, wünscht sich ein sicheres Budget, damit die Unkosten gedeckt sind.

Spätestens am Montagmorgen sind wir dann wieder mit frischen, lokalen Nachrichten aus der Bodensee-Region und dem täglichen Guten Morgen! für Sie da.

Genießen Sie das freie Wochenende!

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