Schüler bitte im Vorzimmer der OB melden

Oberbürgermeisterin antwortete wieder mündlich auf Bürgerfragen

becker P1010641Überlingen (wak) Bei der Bürgerfragestunde, die Oberbürgermeisterin in „Anfragen von Überlingerinnen und Überlingern“ umbenannt hat, antwortete Sabine Becker am Mittwochabend auf die Fragen von zwei Fragestellern wieder direkt. Bei der vorletzten Gemeinderatssitzung hatte sich die OB noch geweigert, einem Überlinger Schüler, der allerdings nicht in der Stadt wohnt, in der Sitzung mündlich zu antworten. Sie wolle sich schriftlich äußern, hatte Sabine Becker damals gesagt. Überlinger Stadträte hatte das empört. Sie hatten protestiert und erklärt, sie erwarteten, dass die OB einem Fragesteller, der sich zu Wort meldet, auch in der Sitzung antworte. Auf Fragen von Bürgern, die nicht in Überlingen wohnen, will die OB aber nicht mehr antworten.

Schülersprecher dürfen nicht mehr fragen

Am Mittwochabend meldeten sich zwei Überlinger zu Wort, die jeweils eine Frage an die Oberbürgermeisterin stellten. Einer von ihnen war der in Überlingen wohnende Schüler Johannes Rauch. Er fragte stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium, der Zörg-Zürn-Gewerbeschule sowie der Constantin-Vanotti-Schule, wie die Schülermitverwaltungen der OB eine Frage stellen könnten, wenn die in die SMVs gewählten Schülervertreter nicht in der Stadt wohnen. Das Gymnasium sowie die beruflichen Gymnasien besuchen in der Schulstadt Überlingen auch viele Schüler, die aus dem Umland kommen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker antwortete dem Schüler, dass sich die Schulsprecher ins Rathaus kommen und sich direkt an sie wenden könnten. Die Schüler sollten sich in ihrem Vorzimmer melden. Je nach Wichtigkeit wolle sie sich dann des Anliegens annehmen. Ein Fragerecht in der Gemeinderatssitzung will die OB Überlinger Schülervertretern aber nicht wieder einräumen. Ihre Vorgänger waren da großzügiger. Sie antworteten allen Fragestellern, die sich in der Bürgerfragestunde zu Wort meldeten.

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