Schweizer Atommüll-Endlager betrifft auch Kreis Konstanz

„Anhörung zum Schweizer Tiefenlager“ – Unterlagen öffentlich ausgelegt

Konstanz/Bern (red) Die Schweiz befindet sich auf der Suche nach Standorten für ein Tiefenlager für die Lagerung radioaktiver Abfälle. Das Standortauswahlverfahren ist im „Sachplan Geologische Tiefenlager“ geregelt. Es umfasst drei Etappen und soll dazu führen, dass Standorte für Lager von schwach- und mittelaktiven sowie von hochaktiven Abfällen festgelegt werden können.

Zwei Standorte nahe des Kreises Konstanz

In der laufenden ersten Etappe werden sechs Standorte untersucht, die alle vom Eidgenössischen Sicherheitsinspektorat (ENSI) hinsichtlich Sicherheit und bautechnischer Machbarkeit überprüft und befürwortet wurden. Dieser Bewertung hat sich die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) eingesetzte deutsche Expertengruppe Schweizer Tiefenlager (ESchT) im Ergebnis angeschlossen. Somit kommen auch die beiden grenznahen Standortgebiete Zürcher Weinland und Südranden grundsätzlich für ein Tiefenlager in Betracht.

Dokumente liegen öffentlich aus

Bevor der Schweizer Bundesrat voraussichtlich im Sommer 2011 über Etappe eins befindet, führt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vom 1. September bis 30. November 2010 eine Anhörung durch. Hierzu können Dokumente bei den deutschen Landkreisen Konstanz, Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis sowie bei verschiedenen Schweizer Kantonen, u. a. Zürich, Schaffhausen, Thurgau, eingesehen werden.

Stellungnahmen bis 30. November

Landrat Frank Hämmerle sagte dazu: „Es ist mir wichtig, Bürgerinnen und Bürgern eine möglichst ortsnahe Einsicht zu ermöglichen. Ich habe deshalb veranlasst, dass die Dokumente im Landratsamt Konstanz ausgelegt werden“. Die Unterlagen liegen vom 1. September bis 30. November im Landratsamt Konstanz, Benediktinerplatz 1 in Konstanz, Zimmer B 207 (2. OG) von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis16 Uhr öffentlich aus. Äußerungen können bis zum 30. November 2010 direkt gegenüber dem BFE – Bundesamt für Energie, CH-3003 Bern – abgegeben werden. Alternativ können schriftliche Stellungnahmen bis zum 31. Oktober 2010 auch beim Landratsamt Konstanz eingereicht werden; das Landratsamt wird diese an das BFE weiterleiten.

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