Schweizer Franken: Der Konstanzer Preis ist heiß

Bodensee Wirtschaftsforum diskutiert über Preise, Wettbewerb, Fairness und Konsumentenschutz

Konstanz/Kreuzlingen. Der Franken-Kurs hat den Detailhandel jenseits der Grenze in Kreuzlingen in Schwierigkeiten gebracht. Der Handel in Konstanz profitiert. Bodensee Wirtschaftsforum debattiert über das heikle Thema.

Detailhandel unter Druck

Aufgrund der starken Aufwertung des Schweizer Frankens in Folge der so genannten internationalen Finanzkrise und der Eurokrise erledigen Schweizerinnen und Schweizer zunehmend ihre Einkäufe in Deutschland. Die Preise in Euro sind mehr als attraktiv. Dies bleibt nicht ohne Folgen: Vor allem der Detailhandel auf Schweizer Seite gerät unter Druck. Der Einzelhandel auf deutscher Seite profitiert von einem Wettbewerbsvorteil, der auf Schweizer Seite teilweise als unfair empfunden wird.

Deutsche Preise noch fair?

Wann sind Preise aber zu hoch oder unfair? Diese Frage wird im Rahmen des Bodensee Wirtschaftsforums am Montag, 7. Mai 2012, im Schweizer Kreuzlingen in der Aula der Kantonsschule diskutiert. Die Veranstaltung des Thurgauer Wirtschaftsinstituts (TWI), einem An-Institut der Universität Konstanz, beginnt um 17.30 Uhr und dauert bis zirka 20 Uhr.

Podium mit Schweizern und Deutschen

Diskutieren werden Hansjörg Walter, Nationalratspräsident und Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, mit seiner Expertise für Fragen des Wettbewerbs und der Preisbildung auf den Märkten für Landwirtschaftsprodukte; Dr. Stefan Meierhans, der als „Preisüberwacher“ der Schweiz Preisentwicklungen professionell beobachtet, um Missbrauch zu verhindern, sowie Prof. Dr. Urs Fischbacher, Professor für Angewandte Wirtschaftsforschung an der Universität Konstanz und Leiter des TWI, der sich aus der Perspektive der wirtschaftswissenschaftlichen Verhaltensforschung und der experimentellen Wirtschaftsforschung intensiv mit Fairness beschäftigt. Stefan Borkert, Wirtschaftsredakteur für die Ostschweiz bei der Thurgauer Zeitung, moderiert die Diskussion.

Teilnahme und Anmeldung

Das Bodensee Wirtschaftsforum ist öffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Wegen der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung per E-Mail an info@twi-kreuzlingen.ch oder telefonisch unter +41 71 677 05 10 erforderlich. Das 2002 gegründete Thurgauer Wirtschaftsinstitut (TWI) ist als An-Anstitut der Universität Konstanz ein grenzübergreifendes, deutsch-schweizerisches Projekt. Der wissenschaftliche Schwerpunkt des TWI liegt in der experimentellen Wirtschaftsforschung.

Ein Kommentar to “Schweizer Franken: Der Konstanzer Preis ist heiß”

  1. Kinay
    4. Mai 2012 at 19:12 #

    Interessanter Bericht, bleibt abzuwarten wie sich das ganze noch weiter entwickeln wird. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

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