Schweizer werfen mit Weihnachtsbäumen

Entsorgungsbetriebe holen Christbäume nur ab

christbaumkugelKonstanz (wak) Autsch! Wer in diesen Tagen nicht nach oben schaut, dem könnte ein Christbaum auf den Kopf fallen. Bei Ikea krachen sie gleich reihenweise neben Fußgängern auf den Gehsteig. In Konstanz passiert das zum Glück nur gelegentlich. Besondere Vorsicht ist aber in der Schweiz geboten. Denn dort, wo es zwar keine Elche aber viele schwedische Möbelhäuser gibt, findet demnächst die erste Schweizer Meisterschaft im Weihnachtsbaum-Weitwurf statt. Wer keinen eigenen Christbaum hat oder wem’s draußen zu kalt ist, könnte sich übrigens auch beim virtuellen Christbaum-Weitwurf im Internet versuchen.

Viel Ehre für König Knut

Zu Ehren von König Knut (1068 n. Chr.) feiert man in Schweden, wie es immer besonders schön bei Ikea heißt, einen ganz speziellen Brauch. Am 13. Januar tanzen die Schweden um den Weihnachtsbaum. Danach wird der Christbaum von allem Schmuck, Lametta, Glitzerkugeln und Schokogenuss befreit und aus dem Fenster geworfen. Mit dem schwedischen Möbelhaus hat die alte schwedische Tradition aber erst einmal gar nichts zu tun – sondern vielmehr mit der Rückkehr des Tageslichts. Weil in den Wohnungen nach dem Rauswurf des Christbaums wieder viel Platz für Neues ist, feiert auch der schwedische Möbelhersteller Ikea diesen Brauch. Und damit es auch alle Nicht-Schweden wissen, macht Ikea alle Jahre wieder ein mords Spektakel aus dem Brauch.

Gesucht der Schweizermeister

Als ob all das nicht schon ziemlich viel Brimborium um König Knut und um schwedische Bräuche wäre: Am 12. Januar findet auch gleich noch ein Christbaum-Weitwerfen in Zürich, Lausanne und Lugano statt. Gesucht wird der Schweizermeister im Christbaum-Weitwurf, wie es Ikea dieser Tage vermeldet, in den Kategorien „Kinder“, „Jugendliche“, „Frauen“ und „Männer“. Mehr zum Christbaum-Weitwurf finden Interessierte übrigens unter www.ikea-family.net.

Auch so eine Art Brauch

Die Konstanzer machen sicher weniger Aufhebens und die nadelnden Gesellen und tanzen nicht unbedingt zu Ehren Knuts um den Christbaum: Aus den Wohnungen – wenn auch nicht zwingend aus den Fenstern – fliegen die Edeltannen, Fichten, Nordmanntannen und Kiefern aber auch bei uns. Die Entsorgungsbetriebe der Stadt Konstanz holen die abgeschmückten Christbäume anschließend in der Stadt und in den Vororten ab. Auch das ist so eine Art Brauch.

Abfuhrtermine für Konstanzer Christbäume

Am längsten behalten dürfen ihre Bäume übrigens die Litzelstetter und die Bewohner der Stadt. In Dingelsdorf dagegen werden die Bäume schon sehr früh, am Dienstag, 12. Januar, abgeholt. In Dettingen und Wallhausen findet die Abfuhr am Donnerstag, 14. Januar, statt. Im Stadtgebiet ist es dann erst am Freitag, 15. Januar, soweit und in Litzelstetten ist das Einsammeln der Christbäume am Donnerstag, 21. Januar, geplant.

Weitwerfen im Internet

Die Entsorgungsbetriebe bitten die Konstanzer übrigens, ihre Christbäume nicht etwa nur aus dem Fenster auf die Straße zu werfen, sondern sie bis 7 Uhr morgens am Abfuhrtag ohne Schmuck und Lametta an Sammelplätzen abzulegen oder sie während der Öffnungszeiten auf den Konstanzer Wertstoffhöfen abzugeben. Die Sammelplätze sind im Internet unter www.ebk-konstanz.de zu finden. Mehr über König Knut und das online Weihnachtsbaum-Weitwurfspiel zum sofortigen Christbaumwerfen gibt’s unter http://www.ikea-family.net/switzerland/knut/knut.html?sprache=de&phase=1.

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