Selbsthilfe nach sexuellem Missbrauch in Konstanz

Frauen nach sexuellem Missbrauch Konstanz gründen im Januar neue Gruppe

Logo der Selbsthilfegruppe InniferKonstanz. Frauen, die sich erstmals in einer Gruppe mit der Aufarbeitung ihrer eigenen Erfahrungen zu sexueller Gewalt befassen wollen, sollen die Chance dazu auch in Konstanz wieder haben. Die seit 1992 bestehende Selbsthilfegruppe Frauen nach sexuellem Missbrauch Konstanz nimmt jedoch seit einigen Jahren keine neuen Frauen mehr auf, heißt es in einer Pressemitteilung von „Frau von innifer.de“.

Opfer leiden noch als Erwachsene

Schätzungen zu Folge werden 10 bis 15 Prozent aller Frauen und 5 bis 10 Prozent aller Männer in ihrer Kindheit sexuell missbraucht. Viele Fälle bleiben unbemerkt. Missbrauch wird verdrängt – auch auf Grund gesellschaftlicher Tabus. Missbrauchserlebnisse können aber niemals vergessen werden. Viele missbrauchte Frauen  leiden anfangs unter dem Nicht-darüber-reden-können. Traumatische Erfahrungen fügen den Opfern seelische und körperliche Schäden zu. Die Folgen können psychischen Störungen sein, unter denen die Opfer noch als Erwachsene leiden und die das soziale Miteinander erschweren.

Aufnahmestopp bei bestehenden Selbsthilfegruppen

Bereits 2004 regten die Frauen, die auch die Webseite innifer.de betreiben, die Gründung einer Gruppe in Konstanz an. Mittlerweile hat sich die 2004 gegründete Gruppe ebenfalls entschlossen keine neuen Frauen mehr aufzunehmen, daher wollen Frauen nach sexuellem Missbrauch Konstanz im Januar interessierte Frauen bei einem Ersttermin unterstützen wieder eine Gruppe zu gründen.

Erstkontakt und Anmeldung per Mail

Am Mittwoch, 19. Januar 2011, ist ein Einführungsabend geplant. Er beginnt um 19:30 Uhr. Treffpunkt ist das Büro für Bürgerschaftliches Engagement beim Landratsamt Konstanz, Benediktinerplatz 1. Frauen, die zu diesem Termin kommen wollen, melden sich bitte vorher, entweder per Mail unter: fragen@innifer.de oder telefonisch über die Selbsthilfekontaktstelle im Landratsamt Konstanz unter: 07531/800-1787.

Missbrauchte Frauen zurück in einem neuen Leben

Mit einer Ausstellung, Vorträgen und einer Lesung hatten sich Frauen in Konstanz im Spätsommer mit den Themen sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalterfahrung befasst und in einer Ausstellung im Bildungsturm beim Kulturzentrum am Münster Wege aus der Gewaltspirale aufgezeigt. Die gemalten Bilder zeigten brutale Szenen aber auch Wege aus der Gewalt und Portraits betroffenen Frauen, die es zurück ins Leben geschafft haben.

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