Selbsthilfegruppe „Sexueller Missbrauch bei Männern“

Selbsthilfenetzwerk „kommit“ im Landkreis Konstanz bietet neue Gruppe an

Konstanz (red) Im Selbsthilfenetzwerk „kommit“ im Landkreis Konstanz soll eine neue Gruppe entstehen: Sie wird sich mit der Thematik „Sexueller Missbrauch bei Männern“ beschäftigen und wird von einem Betroffenen initiiert.

Erfahrungsaustausch und Gespräch  zwischen Betroffenen

Angedacht ist, Männern, die in der Kindheit oder zu einem späteren Zeitpunkt sexuellen Missbrauch erfahren mussten, die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch sowie zum Gespräch miteinander anzubieten. Ziel ist vor allem, Vertrauen zu vermitteln. Betroffene, die bisher aus Scham geschwiegen haben oder sich nicht mit der Vergangenheit auseinander setzen wollten und konnten, sollen Raum bekommen, mit denen in Kontakt zu kommen, denen Ähnliches widerfahren ist. Das gemeinsame Durchleben von Gefühlen und Erinnerungen soll Mut und Kraft geben, sich dem Widerfahrenen zu stellen. Sobald sich ausreichend Teilnehmer gefunden haben, sind regelmäßige Treffen angedacht.

Betroffene können sich an die Selbsthilfekontaktstelle am Landratsamt Konstanz wenden (Tel.: 07531/800-1787, eMail: info@selbsthilfe-kommit.de) und werden von dort an den Ansprechpartner weitervermittelt.

Ein Kommentar to “Selbsthilfegruppe „Sexueller Missbrauch bei Männern“”

  1. dk
    26. April 2010 at 09:27 #

    Es ist lobenswert, dass (red) eingrenzend von „sexuellem Missbrauch“ schreibt.

    In den vergangenen Wochen habe ich als Schnell-Leser immer die Überschriften und ersten Zeilen gelesen und unter „Missbrauch“ automatisch diese Form verstanden; auch unter dem Eindruck der Kampagne „Internet-Sperren gegen Kinder-Pornographie“.

    Es ergab sich eine katastrophaler Eindruck der Gesellschaft, der sich etwas erhellt hat, als man doch einen Artikel über die kath. Kirche ganz gelesen hat: seitdem rede ich mir intensiv ein, 90% der Fälle sind nur „einfache Ohrfeigen“.

    Sofern eine Statistik im Internet veröffentlicht wird, die eine Zahlen-Darstellung aufschlüsselt, dürfte der Goggle-Pagerank automatisch Bestnoten erreichen.

    Bei einer morgigen Versammlung (Volksbank KN, Lutherplatz) will der Stadtsportverband auch über Ehrenamts-Pauschalen reden:

    Trainer dürfte in Sportvereinen in manchen Gebieten zum „defakto Frauenberuf“ werden, obwohl Kinder (10-13 Jahre) sich gerne mit Gleichaltrigen und umgänglichen Trainern (m) zum Bewegungs-Training treffen (freiwillig, ohne autoritärem Führungsstil inkl. Ohrfeigen); sicher teilweise auch als Erholung von der Familie.

    Ganz so krass muss der Unterschied von Mann und Frau doch nicht sein, dass ein „Konkurrenz-Verhalten“ als „gesellschaftliche Selbstanzeige“ angesehen wird.

    Da weicht Mann lieber auf einen ausgewiesenen Leistungsverein mit Nebenjob aus (sofern man genügend Freizeit hat).

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