Silvesterfeuerwerk in Teilen der Konstanzer Altstadt verboten

Konstanz. In Konstanz gibt es ein Verbot von Feuerwerkskörpern in Teilen der Altstadt. Darauf weist die Stadt hin. Einschränkungen gibt es aber auch auch in allen anderen Stadtteilen. Zum ersten Mal gab es ein solches Verbot nach dem verheerenden Altstadtbrand am Tag vor Heiligabend 2010. Das Verbot war eine kurzfristige Reaktion auf das Feuer, bei dem ein Haus eingestürzt war und zwei schwer beschädigt wurden.

Verbot von Feuerwerkskörpern in Konstanz

In weiten Teilen der Altstadt dürfen weiterhin an Silvester keine Feuerwerkskörper gezündet werden. Dies hatte der Gemeinderat im März 2011 beschlossen. Die Stadt Konstanz hat dem Beschluss entsprechend auch für den Jahreswechsel 2012/2013 wieder eine Allgemeinverfügung erlassen. Danach ist das Abschießen und Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen – insbesondere Feuerwerkskörpern – der Kategorie II auch am 31. Dezember 2012 und am 1. Januar 2013 in Teilen der Altstadt verboten. Konkret heißt das: An Silvester und in der Nacht auf den 1. Januar 2013 ist das Zünden von Kleinfeuerwerken wie Raketen, Schwärmer, Knallkörpern und  Batterien in Teilen der Konstanzer Altstadt verboten.

Die Feuerwerkverbotszone

Das Verbotsgebiet ist so definiert: Es wird umgrenzt von Rheinsteig im Norden, der Konzilstraße, dem Fischmarkt, dem Bahnhofplatz im Osten, Landesgrenze im Süden und den Straßen „Zur Laube“, „Obere und Untere Laube“ im Westen, einschließlich der jeweiligen öffentlichen Verkehrsfläche. Ebenfalls zum Verbotsgebiet gehört die Umgebung des Konzilgebäudes – einschließlich Schiffslände und Gondelehafen.

Tabuzonen in anderen Stadtteilen

Das Bürgeramt weist über diese besondere Regelung hinaus auf die allgemein bestehenden Einschränkungen für Feuerwerkskörper hin, die in allen Stadtteilen gelten. Danach ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten.

Bußgeld bei Missachtung

Wer diese Verbote missachtet muss mit einer Geldbuße rechnen. Diese kann im Einzelfall bis zu einer Höhe von 50.000 Euro festgesetzt werden.

Gefahr für feiernde Menschen

Das Bürgeramt begründete das Verbot so: Die historische Altstadt, insbesondere der Obermarkt, die Marktstätte, der Stephans- und Augustinerplatz sowie der Fischmarkt, werde in jeder Silvesternacht von vielen Menschen besucht, die den Jahreswechsel feiern. „Dabei wurden in früheren Jahren eine Vielzahl von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II – Kleinfeuerwerke zum Beispiel  Raketen, Schwärmer, Knallkörper, Batterien – abgefeuert und abgebrannt“, so die Beobachtung. In der Mitteilung der Stadt heißt es weiter: „Leider kam es dabei auch immer wieder zu einem leichtfertigen Umgang mit diesen pyrotechnischen Gegenständen und zu einem erheblichen Gefahrenrisiko für Personen, insbesondere aber auch für die mittelalterliche Bausubstanz der Altstadt.“

Silvesterbrand als Mahnung

In der Nacht zum 1. Januar 1999 brannte der Dachstuhl eines Altstadthauses. Brandursache war ein Feuerwerkskörper, der vor dem Lokale „Zur Steinernen Kugel“ in der Hohenhausgasse abgeschossen worden war. Zwei Wohnungen in den Haus waren nach dem Brand monatelang unbewohnbar.

Altstadtbewohner erleichtert

In der Mitteilung der Stadt Konstanz heißt es: „Angesichts dieser Erfahrungen und aufgrund der Exposition der angrenzenden Häuser hat das Bürgeramt Ende 2010 erstmalig für den mittleren Bereich der Altstadt eine Verbotsanordnung getroffen.“ Das Verbot wurde, wie die Stadt mitteilte, von den Bewohnern positiv aufgenommen und von „der Bevölkerung weitestgehend beachtet“. Viele Altstadtbewohner reagierten erleichtert.

Verbot gilt auch rund ums Konzil

Nach Silvester 2010  hatte die Stadt dann überprüft, inwieweit eine Ausdehnung des Sperrgebietes erforderlich und sinnvoll ist. 2011 beschloss der Gemeinderat dann, die gesamte Altstadt einschließlich Stadelhofen und das Areal um das Konzil in das Verbotsgebiet mit aufzunehmen. „Die Gebietsabgrenzung wurde mit Vertretern der Feuerwehr, der Polizei, des Baurechts- und Denkmalschutzamtes und des Bürgeramtes festgelegt“, so die Stadt.

Die Ausführliche Begründung des Feuerwerksverbots sowie einen Lageplan mit der Kennzeichnung des betroffenen Gebiets gibt’s im Internet unter www.konstanz.de unter „BürgerInnen-Service / Gewerbe und öffentliche Sicherheit“.

Foto: Stadt Konstanz

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