Sind lange Knastbesuche gefährlich?

FDP-Abgeordneter Wetzel hakt wegen „Liebeszellen“-Mord bei Landesregierung nach

Bodenseekreis (red) Der so genannte „Liebeszellen“-Mord vor wenigen Wochen in der Justizvollzugsanstalt Remscheid in Nordrhein-Westfalen hat auch den FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Wetzel aufgeschreckt.

Ein Häftling hatte seine Freundin während eines Langzeitbesuchs ermordet. Wetzel, der auch Rechtspolitischer Sprecher und Strafvollzugsbeauftragter seiner Fraktion ist, fragt nun die Landesregierung, welche Möglichkeiten es in baden-württembergischen Haftanstalten zu solchen unbeaufsichtigten Langzeitbesuchen von Gefangen gibt und welche „vollzuglichen Ziele“ man damit verfolge. Wetzel möchte genau wissen, wie die Rahmenbedingungen bei solchen Besuchen aussehen, etwa was Personenkontrollen und die Aufenthaltsdauer der Gäste angehe. Außerdem hakt Wetzel nach, ob es in den letzten zehn Jahren im Rahmen von Langzeitbesuchen Fluchtversuche gegeben habe oder ob es dabei zu Gewaltdelikten gekommen sei. Der Liberale fordert von der Landesregierung ebenfalls eine Einschätzung, was die „sicherheitsrelevanten Risiken“ bei solchen Langzeitbesuchen angehe.

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