Six Feet Under – Gestorben wird immer auch in Konstanz

Stadtverwaltung möchte höhere Bestattungsgebühren – CDU sagt, Friedhof ist keine Cash-Kuh

Was kostet der Tod in KonstanzKonstanz. In Konstanz ist ein Streit um die Bestattungsgebühren entbrannt. Die Verwaltung möchte weniger Geld für den Friedhof ausgeben. Sie will den Zuschuss um 50 Prozent verringern. Das Sterben würde teurer. Die CDU möchte es verhindern.

Keine Cash-Kuh

Six Feet Under – Gestorben wird immer, mag sich die Stadt gesagt haben und auf eine sichere Einnahmequelle schielen. Der Haushalts- und Finanzausschuss hat sich am vergangenen Donnerstag bereits mit dem Thema beschäftigt. Entscheiden muss nun der Gemeinderat der Stadt in seiner Sitzung im Dezember.

Konstanz zahlt weniger als Karlsruhe

Alexander Fecker, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion hält dagegen. Er spricht von einem „radikalen Einschnitt“. Fecker erninnert daran, dass die Stadt bisher 15 Prozent der im Friedhofsbereich anfallenden Kosten tragen wollte. Zum Vergleich: Die Stadt Karlsruhe zum Beispiel übernimmt 25 Prozent der Kosten.

Sterben würde um ein Viertel teurer

In einem Brief an Oberbürgermeister Horst Frank schreibt Fecker: „Die Folge der Kürzungsvorschläge ist die Erhöhung der Bestattungsgebühren um 25 Prozent.“ Außerdem sei eine 50-prozentige Erhöhung der Benutzungsgebühr der Einsegnungshalle geplant. Fecker erklärte weiter: „Es kann keinesfalls angehen, dass ich in unserer Stadt der Friedhofsbereich als wichtiger Teil unserer Kultur einschließlich seiner historischen Gebäude selbst trägt.“ Friedhöfe seien sichtbare Orte der Trauer und des Todes. Fecker weiter: „Sie sind unverzichtbares Kulturgut mit bedeutender sozialer Funktion.“ Fecker meint, ein Gemeinwesen sei auch seinen verstorbenen Mitgliedern verpflichet. Er spricht von Würde. Gegenüber den Hinterbliebenen habe es eine „soziale Aufgabe“.

Edith Ochs PIXELIO www.pixelio.de

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