Six Feet Under – Leben und Sterben in Konstanz

Leben, Sterben und Busfahren teurer – Höhere Grundsteuer

Schöne Bescherung oder kostet in Konstanz mehr Konstanz. Schöne Bescherung. Leben in Konstanz ist schön aber bald auch ein bisschen teurer. In seiner letzten Sitzung vor Weihnachten beschloss der Konstanzer Gemeinderat, was mehr kosten wird: Grund- und Gewerbesteuer steigen genauso wie Bestattungs- und Abwassergebühren. Mehr zahlen die Konstanzer außerdem für Strom, Einzelfahrscheine für den Stadtbus und die Fähre.

Plus bei Grund- und Gewerbesteuer

Die Erhöhung der Grundsteuer (von 310 auf 410 Punkte), der Gewerbesteuer(von 360 auf 390 Punkte) und der Vergnügungsteuer (von 15 auf 21 Prozent) ist beschlossene Sache. Die SPD war gegen die Grundsteuererhöhung und für die Gewerbesteuererhöhung. Die Bürgerlichen wollten den Tagesordnungspunkt Erhöhung der Gewerbesteuer am liebsten absetzen. Sie scheiterte aber. Während zwei verspätete SPD-Ratsmitglieder gerade noch rechtzeitig im Ratssaal ankamen, waren auf der Seite der Bürgerlichen noch Plätze unbesetzt. Durch die Steuererhöhungen erwartet die Stadt jetzt Mehreinnahmen von 2,8 Millionen Euro bei der Grundsteuer und 2,166 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer. Die Erhöhung der Grundsteuer trifft Wohnungseigentümer genauso wie Mieter. Wer ein Haus hat, zahlt etwa 150 Euro im Jahr. Bei einer Drei-Zimmer-Wohnung sind es etwa 70 Euro. Trotz der Gebührenerhöhung beim Abwasser, die vom Rat ebenfalls beschlossen worden ist, liegen die Gebühren aber noch noch unterhalb der Gebühren von 2003.

Strom kostet mehr – Gas günstiger

Teurer wird auch der Strom, den die Stadtwerke Konstanz liefern. Jede Kilowattstunde koste einen Cent mehr. Bei einem Drei-Personen-Haushalt, der 3000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, macht das etwa 2,50 Euro mehr im Jahr, so Silke Rockenstein von den Stadtwerken. Günstiger wird hingegen das Heizen: Die Gaspreise sinken um bis zu zehn Prozent.

Einzelfahrten im Bus und Fähre teurer

Mehr zahlen die Konstanzer für Einzelfahrkarten für den Stadtbus. Sie werden um zehn Cent teurer und der Preis steigt von zwei Euro auf 2,10 Euro. Die Preise für Mehrfachkarten, Nachtschwärmer, Monats- und Umwelttickets werden aber nicht teurer. Allerdings kündigten die Stadtwerke schon einmal eine merkliche Erhöhung der Fährepreise an.

Six Feet Under – ein bisschen kostspieliger

Teurer wird auch das Sterben in Konstanz. Die Bestattungsgebühren würden zum 1. Januar 2011 unter Berücksichtigung eines städtischen Zuschusse von 240.000 Euro angepasst. Bisher lag der Zuschuss noch bei 320.000 Euro. Die Verwaltung wollte ihn auf 160.000 Euro halbieren. Die CDU war strikt dagegen. Herausgekommen ist jetzt ein Kompromiss.

Foto: Gerd Altmann PIXELIO www.pixelio.de

Ein Kommentar to “Six Feet Under – Leben und Sterben in Konstanz”

  1. dk
    17. Dezember 2010 at 21:11 #

    Die Überschrift „Leben und Sterben in KN“ ist etwas unpassend: sicher haben viele Leute nicht das Problem früherer Zeiten „wie werde ich am schnellsten reich“, sondern eher „wie werde ich am langsamsten arm“.

    Ob man dann wirklich noch Bestattungskosten in KN bezahlen möchte?
    Was macht ein Patriziat ohne Proletariat?
    Eine moderne klassenlose Gesellschaft in KN?

    Der Hauptfriedhof ist eigentlich als „Kulturgut“ zu würdigen. Bei einer Stadt im Ruhrgebiet, die ihr Theater aus Kostengründen geschlossen hat, sehen die Anlagen eher ungepflegt und Bauwerke beschädigt aus; ein Hauch von mind. 100 Jahren Vergangenheit war spürbar.

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