Solarunternehmen mit Neubau am Konstanzer Seerhein: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

centrotherm photovoltaics AG beantragt Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung

Blaubeuren/Konstanz. Die centrotherm photovoltaics AG hat heute beim zuständigen Amtsgericht Ulm Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens (gemäß ESUG bzw. § 270b InsO.) und in Zusammenhang damit Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

 

Insolvenz unterm Schutzschirm

Mit Hilfe dieser Verfahren soll der eingeschlagene Sanierungskurs fortgesetzt werden. Der Antrag schließt die Tochtergesellschaften centrotherm thermal solutions GmbH & Co. KG und die centrotherm SiTec GmbH ein. Die Aktivitäten der Gesellschaften centrotherm management services GmbH & Co. KG und centrotherm cell & module GmbH sollen im Zuge der Sanierung voraussichtlich in der AG gebündelt werden. Alle anderen in- und ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten weiter wie bisher und nehmen nicht am Schutzschirmverfahren teil.

Das am 1. März 2012 in Kraft getretene Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) geschaffene und beantragte Instrument des Schutzschirmverfahrens ermöglicht es, Unternehmen auf Basis eines abgestimmten Zukunftskonzepts in Eigenverwaltung zu sanieren. Während der auf drei Monate befristeten Phase des „Schutzschirms“ ist das Unternehmen vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt und bleibt voll handlungsfähig.

Fachanwalt für Insolvenz geholt

Unterstützend hat der Aufsichtsrat der centrotherm photovoltaics AG mit Wirkung zum 11. Juli 2012 den Sanierungsexperten und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer in den Vorstand berufen. Dies teilt das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung mit.

2 Kommentare to “Solarunternehmen mit Neubau am Konstanzer Seerhein: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung”

  1. Fafnir
    11. Juli 2012 at 08:36 #

    So sieht sie aus, die schöne nachhaltige Solarwelt: Teure Subventionen dieser sonnigen Arbeitsplätze auf Kosten der Steuerzahler, auf Kosten von 800.000 Haushalten, denen der Strom abgedreht wurden, weil sie den teuren Strom, mit dem den Wohlhabenen das Solardach subventioniert wird, nicht bezahlen können. Ein Firmengebäude an einem der schönsten Plätze in Konstanz auf Kosten von Wohnbebauung. Die Pleite erfolgt jetzt auch noch auf Kosten der Steuerzahler. Und das alles für eine uneffektive Technologie.

  2. Jürgen
    11. Juli 2012 at 22:01 #

    Ganz recht! Und OB Frank hat jetzt nichts besseres zu tun, als die schwarz-gelbe Regierung dafür verantwortlich zu machen. Lächerlich! OB Franks Wirtschaftsförderung der letzten Jahre ist ein Witz. Kein Wunder, ist doch sein oberster Wirtschaftsförderer Schaal selbst schon zweimal pleite gegangen…. Ich hoffe, der/die neue OB lässt dort endlich Köpfe rollen!!!

    Schade auch um das tolle Grundstück, das die Stadt centrotherm quasi geschenkt hat.

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