„Soli“-Button am Gassenfreitag in der Konstanzer Niederburg

Förderverein Niederburg Vital e.V. bittet um Solidaritätsbeitrag – Am Freitag wieder Jürgen Waidele und Caipirinhas in der Inselgasse

Konstanz. Von Mai bis Oktober veranstaltet der Förderverein Niederburg Vital an jedem ersten Freitag im Monat von 18.30 bis 22 Uhr einen Verkaufsoffenen Gassen-Freitag. Die Geschäfte öffnen, Musik schwirrt durch den ältesten Konstanzer Stadtteil, Händler feilschen an Tischflohmarktständen und Künstler verwandeln mit ihrer Kleinkunst die Gassen in Bühnen. Das Motto heißt „Vielfältig und lebendig“. Am kommenden Freitag, 7. September, ist es wieder soweit. Tausende zieht es zum Gassenfreitag. Neu sind die Buttons. Besucher können freiwillig 2 Euro als Solidaritätsbeitrag bezahlen, um den Förderverein Niederburg Vital e.V. zu unterstützen.

Der „Soli“-Button

Höchstens ein paar hundert Buttons hat der Verein am letzten und vorletzten Gassenfreitag verkauft. Roy Braunwarth, Sprecher von Niederburg Vital e.V., sagt, dass Stadtmarketing Geld kostet und der Aufwand für die Gassenfreitage, die mittlerweile Besuchermagneten sind, beträchtlich sei. Sondernutzungsgebühren, die Einteilung des Straßenraums und Aktionen wie die sommerlichen Bücherflohmärkte rund ums Münster – all das ist mit viel Arbeit verbunden. Deswegen hat der Verein mit seinen 100 Mitgliedern einen 400 Euro Job geschaffen. Dieses Geld wollen die Niederbürgler nun an den Gassenfreitagen wieder erwirtschaften. Von einem Eintritt zu den Gassenfreitagen wollen sie nicht sprechen.

Ende der Fahnenstange

Die Jahresbeiträge von 30 Euro für private und 60 Euro für gewerbliche Mitglieder des Vereins, der die Niederburg wieder belebenwill, seien moderat, so Braunwarth. Auch die Standgebühren, die gewerbliche Anbieter bezahlen, sind günstig. Mir ehrenamtlichem Engagement alleine hätte der Förderverein Niederburg Vital e.V. die Gassenfreitage und Bücherflohmärkte auf dem Münsterplatz nicht mehr stemmen können, so Braunwarth. Das Ende der Fahnenstange war erreicht.

Programm in den Gassen

Missen möchten die Besucher den Gassenfreitag, bei dem sich viele Konstanzer treffen und mit Nachbarn, Freunden und alten Bekannten unter sich sind, nicht mehr. Auch am ersten Freitag im September wird es in der Niederburg wieder einen Gassenfreitag und ein vielfältiges Programm geben: Anwohner stellen ihre Stühle vor die Tür und stossen mit Freunden an. Es ist der Abend der zufälligen Begegnungen. Der Nachtwächter führt durch die historischen Gassen der Niederburg, während andere den Münsterturm besteigen. Staugefahr gibt es wieder in der Inselgasse, wenn Jürgen Waidele und Bernd Hermann vor dem „Weinglöckle“ spielen. In der Gerichtsgasse, vor dem Atelier glasArt und „Blässhuhn … nicht nur Geschenke“, tritt die 7-Mann starke Gruppe „Mollton“ auf und reißt mit ihrer heißen Mischung aus Jazz und Balkan-Brass mit. Christoph Groß spielt in der Tulengasse, wo die SPD bewirtet und nah bei ihren Wählern sein will, Songs von Wecker bis Wader. MAIK’s Magisches MicroTheater unterhält am Septemberabend mit Rezitationen – Gesang – Feuer. Vorführungen für kleine und große Besucher gibt es jeweils um 20 und 21 Uhr an der Ecke Klostergasse/Niederburggasse

Und noch viel mehr

Die-cocktailbar mobilé von Christine und Claus Albers aus der St.-Johann-Gasse machen sich an diesem Abend wieder auf den Weg in die Inselgasse und bieten ihre feurigen Kreationen und Caipirinhas, Mojitu und Erdbeerdaiquiri gleich neben Batavia Asia Food. Geben wird es auch wieder Tischflohmarktstände, die Spitalkellerei lädt zur Weinprobe und auf Grills brutzeln leckere Würste. Auch die Wettervorhersage stimmt den Förderverein Niederburg Vital e.V. oprimistisch. Manches wirkt noch improvisiert, vieles ist straff organisiert. Angesagt ist sonniges Wetter mit Temperaturen über 20 Grad.

Hier geht es zum Überblick übers Programm  Pressetext_Gassen-Freitag_07 09 12

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