Sollen Konstanzer Anwohner ihre Autos im Parkhaus Altstadt parken?

Parkraumstudie linksrheinische Innenstadt/Laube am Dienstag Thema im Technischen und Umwelt Ausschuss – Leidensdruck noch nicht hoch genug

Konstanz. Die Winterferien sind vorbei. Auch der Technische und Umwelt Ausschuss des Konstanzer Gemeinderats kommt am Dienstag, 10. Januar, zu seiner ersten Sitzung zusammen. Thema ist unter anderem die Stadtentwicklungsplanung 2020. Gehen wird es auch um den Parkraum im Paradies.

Parkdruck im Paradies hoch

Das Jahr fängt an wie das alte aufgehört hat. Im Paradies parkt Auto an Auto. Wer zu einer ungünstigen Zeit kommt, tut sich mit der Suche nach einem Stellplatz schwer. Auch Anwohner fahren oft auf der Suche nach einer Lücke vergeblich an den parkenden Autos am Straßenrand entlang. Der Parkdruck ist hoch.

Neue Parkraumstudie liegt vor

Am Dienstag legt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat eine Parkraumstudie linksrheinische Innenstadt vor. Die Kernaussagen und die aus der Studie resultierenden möglichen Aufträge an die Verwaltung lauten: eine „generelle Parkraumbewirtschaftung im Paradies“ zu untersuchen, im Bereich Schänzle Süd“ den Bau einer „Parkpalette zur Nutzung für die HTWG, Anwohnerparken sowie P+R“ zu prüfen und Vorschläge für die „Optimierung des Parkhaus Altstadt (Laube)“ durch „abgestimmte Anreizsysteme“ mit dem Betreiber zu erarbeiten. Liegen die Vorschläge auf dem Tisch, sollen die Räte darüber abstimmen.

Konzept „Ruhender Verkehr“

Die neue Parkraumstudie linksrheinische Innenstadt baue auf dem Konzept „Ruhender Verkehr“ von 2009 auf und mache „konkrete Maßnahmenvorschläge“, wie mit dem hohen Parkdruck – insbesondere im Paradies – und den Parkierungsstandorten entlang der Oberen und Unteren Laube zukünftig verfahren werden solle, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Konkrete Vorschläge

Das Konzept „Ruhender Verkehr“ welches der Gemeinderat verabschiedet hat, habe aufgezeigt, dass für den Bereich der linksrheinischen Innenstadt, insbesondere für die Untere und Obere Laube sowie den Stadtteil Paradies eine „vertiefende planerische Betrachtung“ in der Folge notwendig sei. Der durch das Konzept „Ruhender Verkehr“ aufgespannte Handlungsrahmen solle nun durch „konkrete Maßnahmenvorschläge“ ergänzt werden.

Planungsbüro untersuchte

Hierzu hatte die Stadt Konstanz das Planungsbüro Richter-Richard (Aachen/Berlin) mit der Erstellung einer Parkraumstudie beauftragt. Ziel der Studie war die Entwicklung eines innovativen Stellplatzkonzeptes, heißt es in der Sitzungsvorlage. Dazu waren nach Mitteilung der Stadt die Fragen zu klären, wie der bestehende Parkraum ausgelastet ist, welche Optimierungen der vorhandenen Parkierungsanlagen möglich sind, welche Einzugsbereiche die bestehenden Anlagen haben, welche vorhandenen Standorte sinnvoll sind und welche neuen Standorte bei einem Gesamtkonzepts weiter zu entwickeln wären.

Leidensdruck noch nicht hoch genug

Zu finden sind in der Studie auch Aussagen wie: Der „Leidensdruck“ führe noch nicht zum Ausweichen in die Parkhäuser. Geschlossene Parkreihen würden die Aufenthaltsqualität in den Straßen im Paradies beeinträchtigen. Abendliche und nächtliche Dauerparker sollten ihre Autos nicht nur am Straßenrand, sondern auch im Parkhaus Altstadt abstellen. In Zusammenhang mit dem Döbele ist erneut von einer mobilen Parkpalette und einer Fragebogenaktion im Umkreis von 400 Metern die Rede. Ziel sind offenbar auch weniger Autos am Winterersteig und nachgedacht wir auch deswegen über eine Parkpalette an der HTWG.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.