SPD Generalsekretär besucht Mittelständler in der Krise

Bundestagsabgeordneter Peter Friedrich zu Besuch bei Konrad Technologies in Radolfzell

Radolfzell (red) Anlässlich eines Betriebsbesuchs bei Konrad Technologies in Radolfzell erkundigte sich Peter Friedrich, SPD Bundestagsabgeordneter und Sprecher der Bundestagsfraktion für den Mittelstand, über die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise bei mittelständischen Elektronikunternehmen in der Bodenseeregion.

Radolfzeller Unternehmer nutzt Krise für Innovationen

Konrad Technologies hatte aufgrund der Wirtschaftskrise mit weggebrochenen Aufträgen zu kämpfen, denen das Unternehmen mit Kurzarbeit und dem Abbau von Stundenkontostände begegnete. Auch nutzte Konrad Electronics die freien Kapazitäten für Innovationen, die mit Förderprogrammen unterstützt wurden.

Zu wenig Geld für Markteinführung neuer Produkte

Michael Konrad, Geschäftsführer des Radolfzeller Unternehmens, berichtete von einem Missstand in den Förderprogrammen des Bundes. „Die Markteinführung neuer Produkte wird nicht gefördert. Wir als Mittelständler haben gerade zu diesem Zeitpunkt hohe Kosten, die wir nicht durch Umsätze aus den selben Produkten abfedern können. Ich würde mir sehr wünschen, dass man auch hier Unterstützung durch die Förderprogramme erhalten könnte.“

Friedrich nimmt Anregung des Wirtschaftsmannes mit nach Berlin

Peter Friedrich MdB griff den Gedanken auf und versprach ihn in die Diskussion in Berlin einzubringen. „Denn was hilft es dem Mittelstand, wenn wir Innovationen fördern, aber dann mit unserer Förderung bewirken, dass nur kapitalkräftige Mitbewerber ihre Innovationen auf den Markt bringen können. Dies widerspricht der Idee der Förderprogrammen ebenso wie eine übermäßige Konzentration auf die Großindustrie.“

Michael Konrad sieht Vernetzung als Chance

Michael Konrad regte im Gespräch mit dem Abgeordneten an, dass sich die mittelständischen Unternehmen mit gleicher oder ähnlicher Produktpalette miteinander vernetzen sollte, um Synergieeffekte zu nutzen. Eine Idee, der Peter Friedrich seine Unterstützung zusagte.

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