SPD prangert hohe Mieten entlang der Seehas-Strecke im Kreis Konstanz an

SPD  Hans-Peter Storz  11/ 2011 Foto: Wolfgang SchmidtSingen/Konstanz. „Ein – bezahlbares – Dach überm Kopf“ macht der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz zu seinem Thema. Der SPD-Politiker startet Informationsreihe zur Wohnungspolitik. Die SPD prangert hohe Mieten nicht nur in der Universitätsstadt Konstanz, sondern entlang der Seehas-Strecke an. Hohe Mieten sind ein Armutsrisiko, stellt die SPD fest. 

Normalverdiener haben es schwer

Im Kreis Konstanz explodieren die Mieten, heißt es in einer Mitteilung des Landtagsabgeordneten. Nicht nur in der Stadt Konstanz, sondern in allen Orten entlang der Seehas-Linie steigen die Kosten für das Wohnen steil an, stellt die SPD fest. „Das ist bei uns Armutsrisiko Nr. 1“, sagt der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD). In Städten würden Normalverdiener an den Rand gedrängt. Haushalte mit Kindern hätten es auf dem Markt besonders schwer, familiengerechte Mietwohnungen zu finden. Wohnungspolitik sei daher zum Kernthema der Politik geworden. Der Abgeordnete hat daher eine Themen- und Informationsreihe unter dem Motto „Ein –bezahlbares Dach überm Kopf“ gestartet, in der er diskutieren will, was die Politik gegen Wohnungsnot leisten muss und kann.

Situation im ländlichen Raum

Die Reihe umfasst öffentliche Veranstaltungen und Fachgespräche mit Experten. Unter der provozierenden Überschrift „Sterbende Schlafdörfer?“ lädt Storz in Tengen (13. März, 19.30 Uhr, Bürgerzentrum Linde) zur Diskussion über die Zukunft der Gemeinden im ländlichen Raum, deren Attraktivität als Wohnort aufgrund längerer Wege zur Arbeitsplätzen und mangelnder Einkaufsgelegenheiten schwinde.

Über Sozialen Wohnungsbau und Mietrecht

Praktische Informationen zu aktuellen Änderungen des Mietrechts stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 11. April in Singen (19.30 Uhr, GEMS), zu der Storz den Mieterbund-Vorsitzenden Herbert Weber (Konstanz) gewinnen konnte. In diesem Rahmen soll auch über Anforderungen an eine soziale Wohnungspolitik gesprochen werden.

Zinslose Darlehen für Mietwohnungsbauer

Die Landesregierung habe den Schwerpunkt des Wohnungsbauprogramms auf den Mietwohnungsbau verlagert, berichtet Storz. „Wir haben die Zuschüsse mehr als verdoppelt,“ benennt er die wichtigste Änderung gegenüber der Vorgängerregierung. Bauherren, die günstige Sozialwohnungen errichten, erhalten zinslose Darlehen. Dies führe dazu, dass die Miete bis zu einem Drittel unter dem örtlichen Durchschnitt liegen könne. Gerade in den Städten bedeute dies eine spürbare Entlastung für bedürftige Haushalte.

Treffen mit kommunaler Wohnungswirtschaft

In Fachgesprächen muss sich die neu orientierte Wohnungspolitik des Landes dem kritischen Urteil von Experten und Praktikern stellen. So informiert sich Storz in Gesprächen mit der kommunalen Wohnungswirtschaft, welche Projekte mit Hilfe der Wohnbauförderung des Landes realisiert werden. Dabei will er vor allem wissen, wie die Programme treffsicherer und besser gemacht werden können.

Hier geht’s zum Flyer von Hans-Peter Storz zum Thema

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