Sperrung glatter Straßen nicht ausgeschlossen

Friedrichshafen stellt auf Streuung mit Splitt um

Friedrichshafen (red) Wieder steht Winterdiensten ein Wochenende mit Schneefällen und Temperaturen von unter null Grad bevor. Die Stadt Friedrichshafen kündigte an, dass nur noch auf Hauptstrecken, innerstädtischen Durchgangsstraßen und Gefahrenpunkten mit Salz gestreut werde. Sollte das Winterwetter andauern, ist auch die Sperrung einzelner Straßen nicht ausgeschlossen. Die Stadt appelliert an die Bürger, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Noch 70 Kubikmeter Splitt im Lager

Da der Lagervorrat an Streusalz im Baubetriebsamt auf rund 100 Kubikmeter zusammengeschmolzen ist, setzt die Stadt im Winterdienst nun verstärkt Splitt als Streumittel ein. Derzeit hat die Stadt Friedrichshafen einen Streusplittvorrat von 70 Kubikmeter.

Geänderte Winterdienst-Einsatzpläne

Bereits Ende Januar reduzierte die Stadt Friedrichshafen das Streuen mit Salz. Der Grund waren und sind die überregionalen und flächendeckenden Lieferengpässe bei den Streusalzlieferanten, die alle Städte und Gemeinden gleichermaßen betreffen. Die Knappheit an Streusalz führte nun auch dazu, dass die Stadt Friedrichshafen ihre Winterdienst-Einsatzpläne jetzt nochmals ändern musste. „Seitens der Streusalzlieferanten werden derzeit keine Zusagen gemacht, ob und zu welchem Zeitpunkt mit Lieferungen gerechnet werden kann“, sagt Frank Kahle, Leiter des Baubetriebsamtes. „Deshalb“, so Kahle, „haben wir auf diese Umstände reagiert und unsere Einsatzpläne geändert, damit der Winterdienst für das bevorstehende Wochenende und darüber hinaus gesichert ist.“

Streusalz nur noch in geringst möglicher Dosierung

Aus diesem Grund wird in den nächsten Tagen vermehrt auf Splitt als Streumaterial zurückgegriffen. Die Hauptverkehrsachsen und Gefahrenpunkte werden dabei zunächst weiterhin mit Streusalz, jedoch in geringst möglicher Dosierung, gestreut. Damit sei gewährleistet, dass die innerstädtischen Durchgangsstraßen möglichst lange mit den begrenzten Salzvorräten bestreut werden können.

Mit problematischen Straßenverhältnissen zu rechnen

„Die weiteren verkehrswichtigen Wegestrecken werden in jedem Fall geräumt und gesplittet“, erklärt Kahle. Die Stadt weist trotzdem nochmals darauf hin, dass in den kommenden Tagen mit örtlich problematischen Straßenverhältnissen zu rechnen ist. Durch den Winterdienst sei aber nach wie gewährleistet, dass die Straßen mit „angepasster Sorgfalt und Winterausrüstung“ gefahrlos genutzt werden könnten. „Fußgänger sollten möglichst mit winterfestem Schuhwerk ausgerüstet sein“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Im äußersten Notfall Straßensperrungen

Sollte es notwendig sein, könnten gegebenenfalls bei einer konkreten Gefahr einzelne untergeordnete Straßen der Dringlichkeitsstufen II und III gesperrt werden. „Dies ist jedoch nach der jetzigen Lage nicht notwendig“, so Kahle. Im Einsatz ist der Winterdienst der Männer des Baubetriebsamtes weiterhin werktags morgens von 4 Uhr bis 22 Uhr. An den Wochenenden geht es eine Stunde später, also um 5 Uhr, los.

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